Umweltschutz: Wie schlecht Reisen für den Planeten ist

Schnorcheln vor den Bahamas? Roadtrip durch Australien? Mit wenigen Klicks ist der Traumurlaub gebucht. Darunter leidet die Erde zusehends.

Ein Trip in ein weit entferntes Land ist auch eine Gewissensfrage: Auf der einen Seite stehen unvergessliche Erfahrungen, spannende Kulturen oder schneeweiße Traumstrände. Allerdings muss auf der anderen Seite auch jedem Urlauber bewusst sein, dass vor allem Fernreisen für den Planeten eine große Belastung sind. Wie das Bundesumweltamt vorrechnet, dürfte jeder Bundesbürger im Jahr 2050 nur noch eine Tonne CO2 jährlich emittieren, wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will. Derzeit sind es über elf Tonnen, einer der Hauptgründe dafür sind Urlaubsreisen. Ein Langstreckenflug oder auch eine Kreuzfahrt schlagen mit zwei bis sechs Tonnen zu Buche.

Ist Urlaub in der Heimat also alternativlos? Natürlich nicht. An der Faustregel "je kürzer die Anreise, desto besser" führt aber tatsächlich kein Weg vorbei. Die Bahn schlägt beispielsweise das Flugzeug klimatechnisch um Längen. Und wenn es schon ein Flug sein muss, sollte wenigstens vor Ort darauf geachtet werden, dass der Schaden für die Natur möglichst gering gehalten wird. Gibt es in der Wunschdestination ein gut ausgebautes Nahverkehrssystem? Verfügt die Unterkunft über ein Umweltzertifikat? Sind die Freizeitaktivitäten vor Ort in angemessenem Maße mit der Natur vereinbar? Es sind die vermeintlich kleinen Dinge, die am Ende vielleicht den Unterschied machen.

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