Spotify: 1,6 Milliarden Dollar Schadenersatz?

Der schwedische Streamingdienst Spotify soll tausende Musikstücke angeboten haben, ohne die ausreichenden Rechte dafür zu besitzen.

Spotify soll kräftig blechen

Spotify soll kräftig blechen

Der Verlag Wixen Music Publishing hat Spotify in den USA auf Schadenersatz in Höhe von mindestens 1,6 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro, verklagt. Das berichtet das Branchenmagazin "Variety". Laut der am 29. Dezember in Kalifornien gestellten Anklage habe der schwedische Musikstreamingdienst angeblich tausende Songs von Künstlern wie (1950-2017, "Breakdown"), (72), (69), Steely Dans Donald Fagen (69) und Weezers (47) angeboten, ohne dafür die ausreichenden Rechte zu besitzen. Außerdem sei eine Unterlassungsverfügung beantragt worden.

Kurz vor "Music Modernization Act"

Die Klage kommt kurz vor einer möglichen Neuregulierung im Bereich der Lizenzierung von Musik. Der sogenannte "Music Modernization Act" soll es unter anderem ermöglichen, dass Streamingdienste alle nötigen Rechte an Musikstücken direkt an einem Ort erwerben. Sollte tatsächlich ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden, könnte dies auch Einfluss auf Klagen haben, die nicht mehr vor dem Jahreswechsel eingereicht worden sind. Der "Music Modernization Act" wird von Wixen Music Publishing und seinen Klienten nicht unterstützt.

Im vergangenen Mai hatte Spotify bereits vorgeschlagen, eine Abfindung in Höhe von umgerechnet 35,7 Millionen Euro zu bezahlen, nachdem in einer Sammelklage behauptet worden war, dass der Dienst nicht ausreichend Lizenzgebühren abgeführt habe. Damals hatten zahlreiche Musiker, darunter auch Petty und Cuomo, einen etwaigen Deal stark kritisiert.

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