Soho-House: Wohnen wie Madonna, Clooney & Co.

Seit drei Jahren ist das "Soho House" in Berlin absoluter Hotspot der Stars. Jetzt kann man hier auch noch Luxus-Lofts mieten - "Gala" machte den Check und traf "House"-Meister Nick Jones höchstpersönlich

Soho House Berlin

Die Berlinale läuft auf Hochtouren, und in der Torstraße 1 tummelt sich wieder alles, was in der Filmszene Rang und Namen hat. Prominentester Gast im "Soho House" ist George Clooney - bereits im vergangenen Jahr wohnte der Hollywood-Hottie hier mehrere Wochen, während er seinen Film "Monuments Men" in Berlin drehte. Jetzt gibt es für Clooney & Co. noch einen Grund mehr, im szenigen Berlin-Mitte einzuchecken: "Soho House"-Gründer Nick Jones hat mit seinem Kreativteam vier neue Lofts geschaffen - im Hinterhof des denkmalgeschützten ehemaligen Kaufhauses und späteren SED-Gebäudes. Auf 250 Quadratmetern erstreckt sich eine luxuriöse Wohnlandschaft. Schlafzimmer mit einladenden King-Size- Betten, eine cool designte Wohnküche, ein Heimkino und als Extra- Gadget sogar ein Kicker sorgen für alles, was der verwöhnte Gast begehrt. Kostenpunkt pro Nacht: 4000 Euro.

Auf 250 Quadratmetern findet man in den Lofts alles, was das Herz begehrt – sogar DJ-Turntables und einen Flügel.

In einem der Lofts trifft "Gala" "Soho House"-Inhaber Nick Jones, 50, der es sich auf einer breiten Ledercouch gemütlich gemacht hat. Neben ihm stehen Vintage-DJ-Turntables - falls man bei einem gepflegten Gin Tonic auflegen möchte. "Für Stars ist das der perfekte Mix. Sie haben ihren eigenen Eingang, Privatsphäre - und können trotzdem alle Annehmlichkeiten des Clubs nutzen: Spa, Pool, Bar und Dachterrasse!" Der smarte Brite lacht, dabei blitzen seine hellblauen Augen auf. Wir bekommen Espresso und Wasser - der 24-Stunden-Concierge ist im Preis inbegriffen.

Berlinale 2014

Der Bär ruft

Schauspieler Liao Fan bekommt den Silbernen Bären als bester Darsteller und Regisseur Diao Yinan kann sich über den Goldenen Bären für den Film "Bai Ri Yan Huo" freuen.
Caroline Poggi und Jonathan Vinel bekommen den Goldenen Bären für den besten Kurzfilm für "Tant qu'il nous reste des fusils à pompe" ("Solange uns Pumpguns bleiben").
Produzent Jean-Louis Livi und Schauspieler André Dussollier nehmen den Silbernen Bären für Regisseur Alain Resnais entgegen. Er gewinnt mit "Life of Riley" den Alfred-Bauer-Preis, für einen Spielfilm, der neue Perpektiven öffnet.
Der britische Regisseur Ken Loach freut sich über den goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk.

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1992 eröffnete Jones, der in seiner Jugend als Hotel-Barkeeper arbeitete, sein erstes "Soho House" in London. Er wollte einen Ort schaffen, an dem sich kreative Menschen treffen und wohlfühlen. "Es geht mir um den richtigen Mix: Das kann ein 18-Jähriger oder ein 80-Jähriger sein. Hauptsache, sie haben eine kreative Seele und amüsieren sich gerne." Mitglied werden (natürlich nur gegen Gebühr) kann man ausschließlich auf Empfehlung - wenn man ins Konzept passt. Das zielt auf Exklusivität und Begehrlichkeit.

Art-déco-Fans verbringen im "Soho House" besonders viel Zeit im Badezimmer.
Stilsicher: Vintage-Möbel, Industrie-Charme und unverputzte Wände prägen das Ambiente.

Inzwischen gibt es weltweit elf Ableger, sie alle zählen zu den bevorzugten Hotspots der Stars: New York, Miami, West-Hollywood, Toronto und seit 2010 eben auch Berlin. 2014 eröffnet ein Haus in Istanbul und ein weiteres in Chicago. Jones’ größter Traum: "Ein 'Soho House' in Paris. Aber bislang haben wir die richtige Location noch nicht gefunden." Doch was ist sein Erfolgsrezept? "Ich mag nichts, was aufgesetzt oder posh ist. Aber ich liebe Qualität: ein bequemes Bett, eine Rainshower-Dusche und Großzügigkeit."

Made by Soho House - immer wieder wird der Hotelier von Gästen gefragt, ob sie nicht das Bett oder den Spiegel aus dem Zimmer kaufen können, in dem sie gerade genächtigt haben. "In der Zukunft wollen wir das möglich machen, wir arbeiten bereits an einer eigenen Produktlinie." Jones, der mit einer britischen TV-Moderatorin verheiratet ist, vier Kinder hat und inzwischen im ländlichen Oxfordshire wohnt, checkt regelmäßig in seinen Häusern weltweit ein. "Ich muss ja prüfen, ob der Spirit und die Atmosphäre noch stimmen. Hier in Berlin hatten wir lange Probleme mit dem Essen. Aber das haben wir inzwischen in den Griff bekommen." Das muss er beurteilen können, er besitzt ja auch mehrere Restaurants, darunter das angesagte "Cecconi’s" in London-Mayfair.

Weil sich Jones anfangs keine Kunst für seine Häuser leisten konnte, lud er Künstler zu freiem Essen und Trinken ein - in der Hoffnung auf kleine Gastgeschenke. Das Konzept ging auf, wie zum Beispiel die Bilder von Damien Hirst in Berlin beweisen. "Ein Freund des Hauses", sagt Jones.

Haben auch andere Stars freien Eintritt? "Wir haben Stars noch nie Gratis-Mitgliedschaften angeboten. Ich sage Ihnen auch, warum: Wenn ich Ihnen jetzt ein Paar Jimmy Choos schenken würde, könnten sie diese nicht so wertschätzen, als wenn sie selber dafür bezahlt hätten."

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