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Star-Fotograf Kristian Schuller "In der kreativen Arbeit gibt es keine Regeln"

Kristian Schuller
Kristian Schuller
© Breuninger
Kristian Schuller hat sich im heiß umkämpften Wettbewerb der internationalen Fotografen durchgesetzt. Der Weltbürger ist nicht nur durch "Germany's Next Topmodel" bekannt, sondern auch und vor allem für seine bildgewaltigen, farbenfrohen Fotografien. Uns verrät er, wann er seine Leidenschaft entdeckte und was man für ein perfektes Bild braucht.

Sie sind professioneller Modefotograf, knipst man als Profi im Urlaub oder in der Freizeit überhaupt noch?

Fotograf ist man aus Leidenschaft – da gibt es gar keinen Unterschied zwischen Beruf und Freizeit. Die Begeisterung ist immer da und ich will am liebsten die Kamera die ganze Zeit in der Hand haben.

Was muss ein gute Kamera können?

Es gibt sicher viele Merkmale, die bei der Auswahl einer guten Kamera ausschlaggebend sind. Für mich zählt jedoch nur ein Kriterium: Sie muss die Beste sein! Die Qualität der Verarbeitung der Kamera und natürlich die Bildqualität stehen für mich über allem. Da möchte ich keine Abstriche machen.

Viele Menschen fotografieren heute mit dem Handy, wie denken Sie darüber?

Mit meiner Nikon Z 7 II kann ich mich kreativ ausdrücken - diese Möglichkeit gibt mir das Handy nicht. Wenn man den richtigen Umgang mit einer professionellen Kamera und den passenden Objektiven für das jeweilige Motiv erlernt hat, stehen einem eine Vielzahl an gestalterischen Möglichkeiten zur Verfügung, zu der eine Handykamera allein technisch nicht in der Lage ist.

Kristian Schullers ultimativer Tipp

Ihr Tipp für absolute Fotografie-Anfänger?

Der erste Schritt ist immer, in den Laden zu gehen und die Kamera einfach einmal selbst auszuprobieren. Die Entscheidung für das passende Produkt fällt so viel leichter, denn am wichtigsten ist es aus meiner Sicht, dass sich die Kamera in der Hand richtig gut anfühlt.

Wie stehen Sie zu Filtern und digitaler Bildbearbeitung, die man in der Werbung und auf Social Media fast ausschließlich sieht?

Ich bin diesbezüglich aufgeschlossen und der Meinung, dass es in der kreativen Arbeit grundsätzlich keine Regeln gibt, es zählt einzig das Ergebnis.

Kristian Schuller geht visuell aufs Ganze.
Kristian Schuller geht visuell aufs Ganze.
© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

Welches Erlebnis hat bei Ihnen den Wunsch ausgelöst, Fotograf zu werden? Wer war oder ist Ihre Inspiration?

Als kleiner Junge sah ich Bilder von Richard Avedon - ich wusste natürlich gar nicht, wer Richard Avedon war. Ich habe mich damals in diese ausdrucksstarken und lebensbejahenden schwarz-weiß Bilder regelrecht hinein fantasiert. Bis heute ist dieser außergewöhnliche Fotograf eine große Inspiration für mich.

kst Gala

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