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John Lennon Geburtshaus erzielt Rekordsumme


Das Reihenhaus, in dem John Lennon die ersten fünf Jahre seines Lebens verbrachte, ist für umgerechnet 560.000 Euro versteigert worden. Der Käufer will anonym bleiben

Das hätte Auktionator Andrew Brown nicht gedacht: Das Geburtshaus von John Lennon ist am Dienstag (29. Oktober) für die Rekordsumme von 480.000 britischen Pfund (rund 560.000 Euro) versteigert worden. Erwartet hätte er maximal 250.000 Pfund (290.000 Euro), wie er dem Nachrichtenblog von "ABC News" verriet. Er muss aber selbst zugeben: "Häuser, in denen Prominente gelebt haben, besitzen einen gewissen 'X-Faktor', der Wert der Immobilie war deshalb schwierig einzuschätzen."

Das Haus steht in der "Newcastle Road" im Stadtteil Wavertree – unweit der berühmten "Penny Lane", die die "Beatles" in einem ihrer größten Hits besangen. Die Häuser in der Nachbarschaft, ursprünglich eine Seefahrer-Siedlung, sind weit weniger wert. Auktionator Brown schätzt sie auf umgerechnet maximal 175.000 Euro.

John Lennon, Gründungsmitglied der "Beatles", hatte in dem Reihenhaus die ersten fünf Jahre nach seiner Geburt verbracht. 1945 wurde er von seiner Mutter Julia bei seiner Tante Mary Smith, genannt "Mimi", einquartiert, die mit ihrem Mann George in der "Menlove Avenue" lebte. Hier wohnte Lennon bis zu seinem 23. Lebensjahr, zusammen mit Paul McCartney schrieb er hier den ersten "Beatles"-Nummer-1-Hit "Please PLease me". Das Haus ist heute als Museum der Öffentlichkeit zugänglich.

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Dass ein Wohnhaus eines "Beatles"-Mitglieds unter den Hammer kommt, ist heute, 50 Jahre nach dem Durchbruch der Band und 33 Jahre nach dem Mord an John Lennon, selten geworden. Die Immobilienfirma organisierte die Auktion deshalb als regelrechtes Event: Zur Versteigerung wurde in den wieder eröffneten "Cavern Club" geladen. In dem legendären Club hatten die "Beatles" zwischen 1961 und 1963 über 200 Auftritte.

Die Immobilie sei zwar einfach eingerichtet und relativ klein, doch Lennon-Fan Jason Doll-Steinberg will bei der Besichtigung "etwas ganz, ganz Besonderes" gespürt haben, wie er in einem Bericht der "BBC" verriet. "Es fühlt sich fast so an, als könnte es aus einem 'Beatles'-Song stammen", erzählte er weiter. Wie ebenfalls die "BBC" berichtet, stamme der Käufer aus den USA und habe am Telefon mitgeboten. Er oder sie möchte anonym bleiben. Die Mitbietenden, die leer ausgingen, vermuteten, dass es sich bei dem Käufer um John Lennons Witwe Yoko Ono handeln könnte. Der Künstlerin hatte auch das Haus von Lennons Tante gehört, bevor sie es der britischen Denkmalsstiftung vermachte.

dlö

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