GALA-Tipp: Hamburgs schönste Wochenmärkte

Das Angebot auf den hanseatischen Märkten ist so vielseitig wie die Plätze, an denen sie seit Jahr und Tag stattfinden!

Isemarkt in Harvestehude.

"Heut' is' Markttach!"

Gerade bei schönem Wetter macht es viel mehr Spaß frisches Gemüse und duftende Blumen draußen direkt vom Erzeuger zu kaufen als sich durch die Gänge der Supermärkte zu suchen. Ein wahres Eldorado für Wochenmarkt-Fans ist Hamburg. Das Angebot auf den hanseatischen Märkten ist so vielseitig wie die Plätze, an denen sie seit Jahr und Tag stattfinden: handgefertigte Bürsten, französische Delikatessen oder riesige Auslagen an Süßigkeiten verführen die Kundschaft. Eines aber haben sie alle gemeinsam: jeder der Wochenmärkte ist für die Anwohner unverzichtbar und aufgrund seiner eigenen Atmosphäre unbedingt einen Besuch wert. Hier sind drei der schönsten!

Isemarkt/Harvestehude

Der Klassiker: jeden Dienstag und Freitag trifft man sich auf der Isestraße im Stadtteil Harvestehude. Auf einer Länge von einem knappen Kilometer reihen sich die Stände unter dem Viadukt der Hamburger Hochbahn-Trasse aneinander. Damit ist der Isemarkt der längste Freiluftmarkt Europas! Nur hier gibt es so köstliche portugiesische Nata-Törtchen mit dem typischen kleinen Kaffee Galão, nirgends ist die Auswahl an bunten Tomatensorten größer.

Zwei Stände muss man sich zusätzlich merken: den Haushaltsstand "Litzki", an dem man plötzlich feststellt, das ein Küchenleben ohne buntes Gemüsemesser oder Naturbürste keinen Sinn macht – und: "Bonbon Pingel". Augen schließen, vorbeigehen – das ist das Einzige, was hilft, um nicht von Schokolade, Kaubonbons und Weingummi verführt zu werden. Kleine Orientierungshilfe: Je niedriger die Hausnummern der Wohnhäuser in der Isestraße um einen herum sind, desto günstiger die Preise der angebotenen Waren. Das weiß auch so manche Schauspielerin, die sich hier mit Sonnenbrille in der Schlange unerkannt wähnt.

Goldbekmarkt/Winterhude

Winterhude in Reinform! Winterhude ist seit jeher einer der lebenswertesten Stadtteile Hamburgs. Alsternah, dicht am Stadtpark, mit vielen kleinen Boutiquen. Die braucht man dienstags, donnerstags und samstags aber erst später: denn vorher geht’s auf den Goldbekmarkt! Man trifft sich beim Franzosen am hinteren Ende des Goldbekufers, um eine Pastete oder ein Brioche mitzunehmen oder stippt seinen Zeigefinger auf halber Höhe bei dem netten älteren Herren in eine der traditionell geschleuderten Honigsorten. Für Fleischfans kann es nur eine Adresse geben: Geiselhart, eine der letzen Familienmetzgereien. Egal ob Roastbeef, Pariser Braten oder im Dezember die obligatorische Bio-Gans – hier gibt es die beste Qualität aus nachhaltiger Zucht. Anstehen bitte einkalkulieren!

Markt am Spritzenplatz/Ottensen

Wer es bunt und ein Bisschen avantgardistisch mag, wir den Wochenmarkt am Ottenser Spritzenplatz lieben. Jeden Dienstag und Freitag tobt auf einem der ältesten, aber kleinsten Märkte des Bezirkes Altona das multikulturelle Leben: Orientalische Sesamkringel finden sich neben Obst aus dem alten Land, kandierte Früchte aus Arabien werden neben holländischen Schnittblumen angeboten – und dazwischen wild-charmanter Krimskrams, in dem sich so manch Schmuckstück finden lässt. Die umliegenden Geschäft werden in das Treiben mit integriert. Und im Sommer gibt es überall kleine Ecken mit Tischen und Stühlen zum Einkehren – Streetlife in Ottensen! 

Tipp:

Für alle Märkte gilt: wenn man kurz Geschäftsschluss (variiert samstags zwischen 13 und 14 Uhr) vorbeischaut, gibt es oft Preisnachlässe.

Infos unter www.hamburger-wochenmaerkte.de

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche