Fürstentum Monaco: Jetset-Paradies Monaco

Promis, Formel 1 und ganz viel Geld: Das ist im Fürstentum Monaco der ganz normale Wahnsinn. Hier sind die Schönen und Reichen unter sich

Fürstentum Monaco: Jetset-Paradies Monaco

In der Opéra de Monaco sangen bereits Operngrößen wie Plácido Domingo und Lucianio Pavarotti

In der Opéra de Monaco sangen bereits Operngrößen wie Plácido Domingo und Lucianio Pavarotti.

Ein kleiner Stadtstaat, umschlossen von Frankreich, direkt am Mittelmeer gelegen. Das ist der Ort, an dem eine riesige Yacht schlicht nicht auffällt, weil sich am Hafen "Port Hercule" eine an die andere reiht. Das Fürstentum Monaco gilt als begehrter Wohnsitz der Reichen, da es dort weder Einkommens- noch Erbschaftssteuer gibt. Bevor in Monaco aber der Reichtum heimisch werden konnte, musste der Schuldenberg des Stadtstaates beseitigt werden. Dies gelang Fürst Rainier nach seinem Amtsantritt 1949, indem er Prominente wie Schauspieler oder Sportler mit der Steuerfreiheit in das Fürstentum lockte.

Mit der Hochzeit Rainers III. mit der Schauspielerin sieben Jahre nach seinem Amtsantritt wehte endgültig ein glamouröser Wind durch das Fürstentum. Die Fürstin läutete eine neue Epoche in der Geschichte der Fürstenfamilie Grimaldi ein und lieferte Rainier die lang ersehnten Nachkommen Caroline, Albert und Stéphanie. Außerdem gab sie Monaco durch ihr stilsicheres Auftreten ein neues und schönes Gesicht. Eine Handtasche von Hermès wurde nach ihr benannt und so zum Klassiker. Die "Kelly Bag" ist heute noch ab 4000 Euro erhältlich.

Das vorher eher angestaubte Image des Fürstentums erlebte nicht zuletzt ihretwegen eine positive Wandlung. Umso tragischer war deshalb ihr Tod am 13. September 1982. Auf dem Rückweg von ihrer Sommerresidenz verlor sie die Kontrolle über ihren Wagen und stürzte 40 Meter in die Tiefe. Grace Kelly starb einen Tag nach dem Unfall.

Doch nicht nur die Steuerfreiheit überzeugt die Prominenten, in das Fürstentum mit seinem Stadtteil Monte Carlo zu ziehen. Reichtum ist hier normal und das führt dazu, dass sich niemand um sein Vermögen Sorgen machen muss. Egal, ob der Ferrari an der Straße abgestellt wird oder ob die Frauen ihre Diamanten spazieren führen, man fühlt sich sicher. Dafür sorgen hunderte Polizisten und Kameras. Und ganz nach dem Motto "Gleich und Gleich gesellt sich gern" fühlen sich die Promis inmitten von zahllosen Designerboutiquen und Charity-Veranstaltungen pudelwohl.

Fürstentum Monaco: Direkt an der Küste vorbei führt die Rennstrecke in Monte Carlo und auch die Zuschauer sind besonders nah dran am Renngeschehen.

Direkt an der Küste vorbei führt die Rennstrecke in Monte Carlo und auch die Zuschauer sind besonders nah dran am Renngeschehen.

Wenn sich High Society und sportliche Höchstleistungen treffen, dann ist Zeit für den Großen Preis von Monaco. Seit 1955 gehört der Grand Prix in den jährlichen Formel-1-Kalender. Sobald in Monte Carlo die Formel-1-Boliden Einzug halten, zieht es nicht nur Rennsportbegeisterte in den kleinen Stadtstaat. Sehen und gesehen werden heißt es dann für allerlei Promis bei zahlreichen Events rund um das Rennen: Ob als Gast in den Boxengassen der Rennställe oder als Beobachter von der eigenen oder gemieteten Jacht.

Auch für die Fahrer selbst ist der ungewöhnliche Stadtkurs das Highlight der Saison. Der dreimalige Weltmeister Nelson Piquet verglich das Rennen einmal mit einem "Hubschrauberflug durchs Wohnzimmer". Mit einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde rasen die Profis durch die engen Straßen Monte Carlos. Wer hier gewinnen will, muss sich frühzeitig um den besten Startplatz kümmern, denn überholen ist auf dem engen Stadtkurs quasi unmöglich. Ayrton Senna gelang der Sieg ganze sechs Mal, Michael Schuhmacher durfte sich fünf Mal im Fürstentum feiern lassen und reihte sich erst kürzlich in die Liste der Monaco-Sieger ein.

Wer früh genug dran ist und wem es 1000 Euro wert ist, direkt an der Rennstrecke zu sitzen - nur ein Zaun trennt Zuschauer und Rennstrecke - der bekommt einiges geboten: Formel-1-Wahnsinn hautnah und die Möglichkeit, neben Stars wie oder Jean-Paul Belmondo zu speisen. Doch das Spektakel ist mit dem Rennen noch lange nicht vorbei. Der Sport ist eher die perfekte Bühne für zahlreiche Mitglieder der Society. Nämlich auf den vielen Partys und Modenschauen mitten auf oder abseits der Rennpiste. Am Casino oder im Club "Jimmy'Z" treffen sich Rennfahrer, prominente Zuschauer und andere und machen die Nacht zum Tag.

jfa

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