Formel 1: Viel PS und noch mehr Schotter

Formel-1-Stars wie Fernando Alonso verdienen mit ihrem Beruf ein Vermögen. Was die Rennfahrer genau auf dem Konto haben, wissen allerdings die wenigsten

Sebastian Vettel, Fernando Alonso

Formel-1-Piloten. Primadonnen? Überbezahlt? Ansichtssache. Doch sollte man nicht vergessen, wie viel Talent und Mut die Piloten in ihren Sport bringen. Dazu kommen noch Millionen von Fans, die sie an der Strecke oder an den Fernsehgeräten in aller Welt unterhalten und begeistern. Sie sind ein Elitehaufen, der definitiv am oberen Ende der Gehaltsskala rangiert. Abseits der Strecke führen sie einen beneidenswerten Lebensstil und auf der Strecke tragen sie inmitten einer Horde von vergleichbar motivierten Fahrern eine Verantwortung, die bei einem Tempo von weit über 300 Km/h und waghalsigen Manövern nur die wenigsten übernehmen wollen würden.

Sind sie also ihr Geld wert?

Jeder, der das Geschehen und das beeindruckende Gefühl von Gefahr an der Strecke oder tragische Ereignisse wie den Unfall, der das Leben der Legende Ayrton Senna beendete, erlebt hat, dürfte davon überzeugt sein, dass sie jeden Cent wert sind. Die enormen Vermögen dienen als Absicherung für die Zukunft. Doch ist ihre Zukunft so sicher wie die jener, die nicht über die Grenze des sicheren Safety-First-Lebensstils hinausgehen?

Natürlich gibt es Zyniker, die Formel-1-Fahrer für verwöhnt und auf lächerliche Weise exaltiert halten. Doch es gibt viele andere, die von den Leistungen begeistert sind – sowohl was den professionellen Teil der Rennfahrer betrifft, als auch den der waghalsigen Draufgänger. Und diese Leute sind sich sicher, dass die Fahrer Gold wert sind.

Genau Ihr Typ!

Genau Ihr Typ!

Kommen wir zu den konkreten Summen

Michael Schumacher hat ein Vermögen von über einer Milliarde Euro angehäuft.

Zu berücksichtigen ist hierbei, dass es sich lediglich um die Gehälter handelt, die die Teams den Fahrern zahlen. Dazu kommen noch Einnahmen aus Zusatz- und Erfolgsprämien, über die höchstens spekuliert werden kann und die die Summe in jedem Fall verdoppeln können. Es wird geschätzt, dass Michael Schumacher, siebenfacher Weltmeister, 91-facher Grand-Prix-Sieger und erfolgreichster Fahrer aller Zeiten, schon ein Vermögen von über einer Milliarde Euro angehäuft hat – noch bevor er in der vergangenen, seiner Comeback-Saison, für 7,7 Millionen Euro ins Cockpit von Mercedes gestiegen ist. Die Bezüge aus persönlichen Verträgen schätzt man auf zusätzlich knapp 30 Millionen Euro.

Schumachers aktuelles Vergütungspaket bringt ihm den sechsten Platz in der Gehaltsliste ein. Der bereits sehr wohlhabende zweimalige Weltmeister Fernando Alonso erhält für seine Dienste von Ferrari 29 Millionen Euro – plus Boni. Dies ist mehr als das Doppelte im Vergleich zu seinem Stallkollegen Felipe Massa. Der teaminternen Nummer 2 bezahlt der Traditionsrennstall aus Maranello 13,5 Millionen Euro.

Großer Preis von Monaco

Promis und PS

Boris Becker mit seiner Frau Lilly.
Pharrell Williams, Jennifer Lopez und ihr Mann Marc Anthony.
Flavio Briatore beim Großen Preis von Monaco.
Jade Ewen, Amelle Berrabah und Heidi Range von den Sugababes.

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Ferrari stottert noch immer die Kosten für den gefeuerten Superstar Kimi Raikkönen ab, der mittlerweile Ralley fährt und auf der Formel-1-Liste einst mit gut 15 Millionen Euro notiert war. Die gleiche Summe verdient Lewis Hamilton bei Mercedes – allerdings wird auch diese Summe durch individuelle Prämien und Boni verdoppelt. Der 26-Jährige, vor drei Jahren Weltmeister, verdient gute 8 Millionen mehr als sein Teamkollege, der 9-fache Grand Prix-Sieger und Weltmeister von 2009, Jenson Button.

Schumacher verdient die gleiche Summe wie der sich schnell entwickelnde Niko Rosberg, der zwar noch nichts gewonnen hat, dafür aber blendend aussieht, unheimlich sympathisch und gut vermarktbar ist. Dazu kommt noch, dass Rosberg seinen Teamkollegen im vergangenen Jahr mit schöner Regelmäßigkeit hinter sich gelassen hat.

Unterhalb der "Gutbezahlten" tummeln sich zum Beispiel einer der ältesten und erfahrensten Fahrer im Feld, Rubens Barrichello (5,3 Millionen Euro) sowie der Titelaspirant von Red Bull: Mark Webber ("nur" 4 Millionen).

Sebastian Vettel bekommt nur etwa die Hälfte von dem, was sein Teamkollege verdient.

Noch verblüffender ist die Tatsache, dass das deutsche Wunderkind Sebastian Vettel, immerhin der aktuelle und gleichzeitig jüngste Weltmeister aller Zeiten, nur etwa die Hälfte von dem verdient, was sein Teamkollege bekommt. Dies wird aber nicht besonders lange so bleiben. Am unteren Ende der Gehaltsskala findet sich 2010 der Fahrer mit dem berühmtesten Namen von allen: Senna. Bruno. Der Neffe des großen Ayrton. Seine Einkünfte bei HRT-F1? Müde 144.000 Euro.

Vergessen kann man das Duo, das sich bei HRT-F1 den zweiten Platz im Team teilte, Karun Chandhock und Sakon Yamamoto. Sie bezahlen Millionen für das Privileg eines Formel 1 Cockpits. Das große Grand-Prix-Glücksrad wird sich am Ende der kommenden Saison wieder kräftig drehen, wenn einige Verträge auslaufen und neue verhandelt werden wollen.

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