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Bundesweiter Warntag Alles Wissenswerte zum 8. Dezember

Der bundesweite Warntag findet am 8. Dezember um 11 Uhr statt. Dann sollte jeder Bundesbürger unter anderem auf seinem Handy e
Der bundesweite Warntag findet am 8. Dezember um 11 Uhr statt. Dann sollte jeder Bundesbürger unter anderem auf seinem Handy eine Warnmeldung erhalten.
© ImYanis/Shutterstock.com
Zum zweiten Mal nach 2020 findet am heutigen 8. Dezember um 11 Uhr der bundesweite Warntag statt. Doch worum geht es bei der Maßnahme?

Der bundesweite Warntag steht wieder an. Am 8. Dezember 2022 um 11 Uhr erhalten alle Bundesbürger eine Probewarnung, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit. Es wird Handynachrichten, Radiodurchsagen und eine Mitteilung der App NINA geben. Zudem erklingen Sirenen und Lautsprecherwagen in teilnehmenden Ländern, Landkreisen und Kommunen. Gegen 11:45 Uhr wird diese Probewarnung wieder aufgehoben, es erfolgt damit eine Entwarnung.

Darum geht es

Mit der bundesweiten Aktion will man testen, wie gut die Menschen in Deutschland gewarnt werden können. Der Warntag soll dazu dienen, Schwachstellen aufzudecken, um Verbesserungen vorzunehmen, damit zukünftig noch mehr Menschen rechtzeitig und effektiv gewarnt werden können. Die Warnung der Bevölkerung sei in einem föderalen Staat wie dem in Deutschland "ein komplexes System", hieß es.

Dabei kommt mit "Cell Broadcast" zum ersten Mal eine Technik zum Einsatz, welche die Verteilung von Warnmitteilungen an Handys in Mobilfunkzellen ermöglicht. Dies werde in Japan und in den USA bereits länger genutzt und habe sich bewährt. "Cell Broadcast" soll hierzulande ebenfalls eingeführt und beim bundesweiten Warntag 2022 auf seine Wirksamkeit getestet werden. Ältere Handy-Modelle könnten es jedoch oft nicht empfangen.

Das neue System ist auch eine Reaktion auf die Warnprobleme bei der Flutkatastrophe 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Warntag 2020 ein Desaster

Der erste bundesweite Warntag am 10. September 2020 funktionierte überhaupt nicht. Die Warnungen kamen entweder gar nicht oder rund eine halbe Stunde verspätet bei den Bürgern an. Das Bundesinnenministerium bewertete die Maßnahme damals als "Fehlschlag". Ein "technisches Problem" wurde als Ursache ausgemacht. Damals hieß es, die gewonnenen Erkenntnisse würden "bei der weiteren Entwicklung des Warnsystems berücksichtigt". Wenig später verließ der damalige BBK-Präsident Christoph Unger (64) die Bonner Behörde.

Der Warntag 2021 war wegen der Vorbereitung des diesjährigen abgesagt worden. Zum Warntag 2022 sollen die Bürger nun auch eine Feedbackmöglichkeit bekommen. In Kooperation mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) wird vom 8. bis 15. Dezember 2022 eine Umfrage durchgeführt. Daran können alle Menschen teilnehmen, die sich am bundesweiten Warntag 2022 in Deutschland aufhalten.

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