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Berg Sicheres Wandern: Die besten Tipps, um Unfälle zu vermeiden

Beim Wandern ist eine gesunde Selbsteinschätzung gefragt.
Beim Wandern ist eine gesunde Selbsteinschätzung gefragt.
© ABO PHOTOGRAPHY/Shutterstock.com
Viele Deutsche haben das Wandern für sich entdeckt. Um unbeschadet am Ziel anzukommen, sollten Bergfreunde diese Sicherheitstipps beachten.

Viele Menschen zieht es in ihrer Freizeit in die Berge. Denn Wandern ist nicht nur gesund, die schönen Landschaften und der Ausblick vom Gipfel entschädigen für jede Anstrengung. Allerdings sollten gerade Anfänger ein paar Punkte beachten, um sicher und unbeschadet am Ziel anzukommen.

Sein eigenes Tempo finden

Wie der Deutsche Alpenverein auf seiner Webseite schreibt, ist eine realistische Selbsteinschätzung überaus wichtig. Denn Wandern ist Ausdauertraining und bringt das Herz-Kreislauf-System auf Trab. Gerät man allerdings unter Zeitdruck und hetzt den Berg hinauf, kann es zu einem Kreislaufkollaps kommen. Auch wenn man als Gruppe unterwegs ist, sollte jeder in seinem Tempo gehen. Ist jemand langsamer, entweder die Geschwindigkeit anpassen oder stehen bleiben und warten. Darauf achten, dass die Person nicht zu weit zurückfällt - sollte es zu einem Unfall kommen, bemerkt es ansonsten niemand aus der Gruppe.

Die Route gut planen

Eine gute Selbsteinschätzung ist auch bei der Tourenplanung gefragt. Ob Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad oder Länge der Route - bei all diesen Punkten sollte man ehrlich zu sich selbst sein. Löst das Wort "Klettersteig" schon ein mulmiges Gefühl aus, sollte man im Zweifel lieber eine andere Tour auswählen. Es ist immer ratsam, im Internet zu recherchieren. Oft gibt es Erfahrungsberichte und Einschätzungen über den Schwierigkeitsgrad oder die Beschaffenheit eines Weges. Um die Orientierung nicht zu verlieren, ist eine Karte, GPS oder eine Navigations-App unerlässlich.

Wetter im Auge haben

Vor dem Losgehen unbedingt das Wetter checken. Denn ein starkes Gewitter oder ein plötzlicher Schneesturm kann in den Bergen zu einer ernsthaften Gefahr werden. Aber: Eine Regenjacke ist immer ein Must-have. Denn im Gebirge schlägt das Wetter sehr schnell um.

Auf dem Weg bleiben

Nicht nur aus Naturschutzgründen ist es ratsam, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben. Denn wer orientierungslos im Gelände unterwegs ist, erhöht sein Stolper- und Sturzrisiko enorm. Zudem können gefährliche Abgründe auftauchen oder Steinschläge niedergehen. Deshalb keine vermeintlichen Abkürzungen einschlagen. Sollten Wanderer doch einmal vom Weg abkommen: Zum letzten bekannten Punkt zurückgehen und versuchen, mithilfe eines GPS oder Wanderkarte auf den Weg zurückzufinden.

Genug Pausen machen

Beim Wandern ist es wichtig, genug Pausen zu machen. Obst, Nüsse oder ein Müsliriegel eignen sich als schnelle Energielieferanten bei kürzeren Touren. Ist man länger unterwegs, sind belegte Brote ideal. Bei den meisten Wanderwegen liegen Almen auf der Strecke. Wichtig: Immer genug Wasser dabeihaben! Zwei Liter pro Person empfiehlt der Deutsche Alpenverein bei einer mittelschweren Tagestour. Wem das Wasser ausgeht, der kann auf Nachfrage meistens beim Hüttenwirt oder Wirtin die Flasche auffüllen.

Richtiges Verhalten im Ernstfall

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall, heißt es: Ruhe bewahren. Ist zum Beispiel jemand schwer gestürzt, direkt einen Notruf absetzen. Bis die Rettungskräfte vor Ort sind, die Person beruhigen, in die stabile Seitenlage bringen und warmhalten. Niemals den Betroffenen allein lassen, stattdessen mit Rufen andere Wanderer auf sich aufmerksam machen. Um für den Notfall gewappnet zu sein, ist zudem ein Erste-Hilfe-Set wichtig. Darin sind alle nötigen Utensilien wie Pflaster, Kompressen, eine Rettungsdecke etc. enthalten.

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