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Aufgepasst Worauf es bei einer Smartwatch ankommt

Mit der Smartwatch in die Zukunft: Immer mehr Armbanduhren sind zumindest teilweise digital.
Mit der Smartwatch in die Zukunft: Immer mehr Armbanduhren sind zumindest teilweise digital.
© Zyabich/Shutterstock.com
Für Smartwatches gibt es mittlerweile ähnlich viele Anbieter wie bei Smartphones. Diese Kriterien entscheiden beim Kauf mit.

Wer sich eine Smartwatch anschaffen möchte, steht vor einem schier unüberschaubaren Dickicht an Wearables. Die digitalen Armbanduhren sind in den letzten Jahren vielfältiger und leistungsstärker geworden - und damit häufig auch teurer. Damit sich die Investition lohnt, orientiert man sich am besten an diesen Tipps.

Was eine Smartwatch smart macht

Wie bei jeder neuen Anschaffung stellt sich zunächst die Frage, welches Produkt die individuellen Bedürfnisse möglichst breit bedient. Geht es in erster Linie darum, sich ein Gerät anzuschaffen, das einen beim Training unterstützt und Puls oder Sauerstoffsättigung misst, genügt häufig ein einfaches Fitnessarmband. Bei diesen sind smarte Funktionen eingeschränkt, in den meisten Fällen erhält man nicht einmal Benachrichtigungen und Statusupdates des Handys am Handgelenk. Darüber hinaus gibt es hybride Uhren: Bei ihnen handelt es sich um klassische Uhren mit analogem Ziffernblatt, die um smarte Funktionen erweitert sind und sich etwa per Bluetooth mit anderen Geräten koppeln lassen.

Eine vollwertige Smartwatch hebt sich insbesondere durch drei Aspekte von anderen Wearables ab: Erstens haben sie App-Support, es lassen sich also Anwendungen aus Apples Appstore oder Googles Playstore auf der Uhr installieren. Zweitens erlauben sie Sprachsteuerung und damit Funktionen wie das Diktieren von Nachrichten oder das Steuern weiterer verbundener smarter Geräte. Außerdem steckt in Smartwatches in der Regel ein NFC-Chip (Near Field Communication), der bargeldloses Bezahlen mit der Uhr ermöglicht. Darüber hinaus gibt es häufig eine Cellular-Variante der jeweiligen Watch, sprich: Wer möchte, kann für seine Uhr einen eigenen Mobilfunkvertrag abschließen und sie so zum Telefonieren und Nachrichten verschicken auch eigenständig und ohne an ein Handy gekoppelt zu sein nutzen.

Der Unterschied zwischen Fitnessarmbändern, hybriden und vollwertigen Smartwatches liegt in zwei Hauptaspekten: Akkuleistung und Preis. Während die Batterie bei Fitnessarmbändern schon mal bis zu zwei Wochen halten kann, müssen die Smartwatches von Apple, Google und Samsung nahezu täglich geladen werden. Dieser Wert variiert zwar je nach individueller Nutzung, doch der große Funktionsumfang fordert zuerst bei der Akkuleistung seinen Tribut. Dies macht sich auch beim Preis bemerkbar, denn selbst hochwertige Fitnesstracker kosten selten mehr als 150 Euro, während Smartwatches auch jenseits der 1.000 Euro zu Buche schlagen können.

Auf die Kompatibilität achten

Weil eine perfekt eingerichtete Smartwatch eine Erweiterung des Smartphones darstellt und sich mit diesem ergänzt, kommt es besonders darauf an, das richtige Betriebssystem zu wählen. Wer beispielsweise schon Apple-Geräte nutzt, kommt an einer Apple Watch (Watch OS) kaum vorbei. Wer hingegen ein Android-basiertes Ökosystem nutzt, sollte sich eine Wear-OS-betriebene Uhr anschaffen. Darüber hinaus gibt es Uhren mit Betriebssystemen wie dem linuxbasierten TizenOS, GarminOS oder LiteOS. Bei ihnen ist jedoch die Nutzung von Drittanbieter-Apps eingeschränkt. So verabschiedete sich etwa Samsung wieder von der Verwendung von TizenOS und setzte bei seinen beiden letzten Uhren wieder auf Googles WearOS.

In der Regel liefern Smartwatches über das Betriebssystem hinaus dann den vollen Funktionsumfang, wenn man sie passend zu seinem Smartphone kauft. Die Apple Watch funktioniert am besten in Kombination mit iPhones; die Pixel Watch mit einem von Googles Pixel-Smartphones; und die Galaxy Watch mit Handys von Samsung. Bemerkbar macht sich das von der Inbetriebnahme bis zur tagtäglichen Nutzung der Uhr, denn schließlich liegt den Herstellern daran, ihre Kunden an das jeweilige App- und OS-Ökosystem zu binden.

Robustheit und Design

Neben den inneren Werten der Smartwatch sollte man sich vor dem Kauf seiner neuen Uhr auch mit ihrem Äußeren auseinandersetzen. Soll die Uhr rund oder eckig sein? Welche Größe ist ideal? Soll sie physische Steuerelemente wie Tasten und Kronen besitzen oder per Touch- und Sprachsteuerung funktionieren? Lassen sich die Armbänder austauschen? Jeder Hersteller verfolgt hierbei einen eigenen Ansatz, wobei sich in den letzten Jahren gezeigt hat, wie wichtig den Kunden ein hoher Grad an Individualität ist, sprich: Zumindest für den Tausch der Armbänder gibt es für einige Geräte ein großes Angebot.

Nicht verändern lassen sich hingegen die grundsätzlichen Eigenschaften der Uhren, also etwa wie wasser- und staubdicht sie sind. Vor dem Kauf der Smartwatch lohnt sich deshalb ein Blick auf die IP- oder ATM-Zertifizierung, um zu wissen, wie wasserdicht die jeweilige Uhr ist. So kommt etwa die Galaxy Watch 5 mit einem IP68-Rating, was sie vollständig vor eintretendem Wasser und Staub schützt. Googles Pixel Watch hingegen wird mit ATM 5 angegeben. Dieser Wert verweist auf den maximalen Druck, den die Uhr aushält - in diesem Fall bis zu 50 Meter unter Wasser.

Ähnliches gilt für das Display, das neben Kriterien wie Auflösung und Helligkeit auch möglichst widerstandsfähig sein sollte. Hierbei achten Kunden auf die gleichen Kriterien wie bei Smartphones: Je hochwertiger das verbaute Saphirglas (Galaxy Watch 5 Pro; Apple Watch Ultra) oder Gorilla Glass (Pixel Watch) ist, umso weniger anfällig ist es für Kratzer und Gebrauchsspuren. Zusätzliche Orientierung finden Kaufwillige bei der Stiftung Warentest, die alle rund 100 am deutschen Markt verfügbaren Smartwatches und Fitnesstracker in einer Vergleichstabelle listet und unter die Lupe genommen hat.

SpotOnNews

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