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Susan Sideropoulos + Ehemann Jakob Beziehungs-Talk in Italien

Susan Sideropoulos + Jakob Shtizberg
Susan Sideropoulos + Jakob Shtizberg
© PR
Im Couple-Interview mit GALA plauderten Schauspielerin Susan Sideropoulos und Ehemann Jakob Shtizberg aus dem Nähkästchen ihres Familienalltages – zwischen Red Carpet, Religion und Sommerurlaub

Als Schauspielerin schlüpft Susan Sideropulos, 36, gerne in verschiedene Rollen, im Interview mit GALA war die Zweifach-Mama hingegen einfach sie selbst. Gemeinsam mit ihr und ihrem Ehemann Jakob machten wir einen Roadtrip im Opel Crossland X durch Venetien, einer der malerischsten Regionen Italiens. Während eines Stopps in den Bergen, vor traumhafter Kulisse, versuchten wir dem sympathischen Traumpaar das Geheimnis ihrer Liebe zu entlocken.

Vor über 20 Jahren lernten sich Susan und Jakob in einem Ski-Camp in Italien kennen. Den ersten Kuss gab es um Mitternacht an Silvester, danach war es um die beiden geschehen. 2005 heiratete das Paar standesamtlich, ein Jahr darauf folgte das Ja-Wort nach jüdischem Brauch. Ihre beiden Söhne setzen dem Liebesglück schließlich die Krone auf. Eine Geschichte, die selbst eine Daily Soap nicht schöner erzählen könnte. Trotz langer Fernbeziehung und Susans Karriere im Rampenlicht hält ihre Beziehung bis heute skandalfrei. Keine Selbstverständlichkeit in der Glamour-Welt der Filmindustrie.

Die Teenie-Liebe hält bis heute

Wer sitzt bei Ihnen auf dem Beifahrersitzt?

Jakob: „Ehrlich gesagt bin ich ein furchtbarer Beifahrer, besonders wenn Frauen fahren (lacht).

Susan: „Meine Söhne sagen dann schon mal so Sachen wie „Frauen können kein Auto fahren“ oder „Papa fährt besser“ – vom Papa eingetrichterte Sätze. „Frauen fahren nicht vorausschauend“, so was würde ein Siebenjähriger vermutlich nicht von alleine sagen.“

Jakob: „Obwohl Susan eine gute Autofahrerin ist.“

Susan: „Ich hingegen bin übrigens eine super Beifahrerin, ich schlafe nämlich meistens ein.“

 

Sie sind seit über 20 Jahren ein Paar, was ist das Geheimnis?

Susan: „Es gibt kein Geheimnis oder drei goldenen Beziehungs-Regeln. Wenn es so einfach wäre, wären alle so lange zusammen wie und niemand würde sich mehr trennen. Allerdings haben wir in den ganzen Jahren Wege gefunden, die für uns funktionieren.“

Jakob: „Ganz wichtig ist, es gibt kein Richtig und kein Falsch. Richtig ist das, was funktioniert. Wir lassen uns beispielsweise viele Freiheiten“...

Susan:...“Das darf man natürlich nicht falsch verstehen (lacht) – keine offene Beziehung oder so was“...

Jakob:...“Darüber haben wir noch nicht gesprochen (beide lachen). Dadurch, dass wir sehr früh über eine lange Zeit eine Fernbeziehung zwischen Hamburg und Berlin geführt haben, mussten wir uns von vorne herein Vertrauen und gegenseitig nicht einengen. Es war nicht immer einfach aber diese Zeit hat uns auf alles weitere vorbereitet. Alles was danach kam, schien nur noch halb so schlimm zu sein.“

Das private Glück ist ihnen heilig

Bei Paaren, die beide in der Öffentlichkeit stehen, scheinen Beziehung für die Ewigkeit eher Seltenheitswert zu haben. Ist es einfacher, weil nur Sie, Frau Sideropoulos, als Schauspielerin in der Öffentlichkeit stehen?

Susan: „Ich denke, dass es generell ein Problem von Paaren ist, die den gleichen Beruf ausüben. Man hat nichts anderes worüber man sprechen kann und auf diese Weise wird der Job mit in die Freizeit genommen. Besonders in meinem Beruf beschäftigt man sich überwiegend mit seiner eigenen Persönlichkeit und das ist zum Teil auch ein Stück weit oberflächlich. Wenn der andere Part hingegen bodenständig ist, tut das der Beziehung gut. Wenn ich zum Beispiel nach Hause komme und sage: Oh Gott, mein Leben is so stressig. Ich muss schon wieder drei Outfits kaufen – ich weiß gar nicht wo mir der Kopf steht’, dann kontert er mit „diese Probleme hätte ich auch gerne“ – und das ist gut so.“

 

Wer ist der bessere Beifahrer? Und wer zählt zuhause mehr Kalorien? Susan und Jakob stehen im GALA-Interview Rede und Antwort.
Wer ist der bessere Beifahrer? Und wer zählt zuhause mehr Kalorien? Susan und Jakob stehen im GALA-Interview Rede und Antwort.
© PR

Was halten Sie von der Branche, Herr Shtizberg?

Jakob: „Durch Susans Bekanntheitsgrad kann man viel bewegen. Man hat eine gewisse Vorbildfunktion und kann damit viele Projekte umsetzen. Man erreicht viel mehr Menschen. Auf der anderen Seite lastet auch ein hoher Erwartungsdruck auf ihr. Jeder Schritt wird beobachtet und kritisch hinterfragt. Man gibt ein Stück weit seine Freiheit auf, ein Preis, den ich zum Beispiel nicht bereit wäre zu zahlen.“

 

Werden Sie oft von Fans angesprochen, wenn Sie als Familie unterwegs sind?

Susan: „Bei diesem Thema bin ich sehr entspannt. Als Teenager war ich ein totaler Fan. Ich habe das komplette Programm hinter mir, von den Bands hinterherreisen bis vor Konzerthallen zelten. Ich war mit Leib und Seele Fan. Ich weiß ganz genau was es bedeutet, jemanden zu treffen, den man sehr mag. Daher würde ich nie im Leben ein Selfie oder ein Foto ablehnen. Grundsätzlich stresst mich das auch nicht. Was ich allerdings nicht mag, ist wenn Leute einfach ein Foto machen ohne zu fragen. Im Restaurant zum Beispiel, wenn man ganz offensichtlich vom Nachbartisch aus abgelichtet wird. Dann sage ich schon mal `bitte fragen Sie doch vorher einfach`.“

Zuhause hat Papa das Sagen

Wie sieht der klassische Familienalltag bei Ihnen aus? Stressig oder eher organisiert?

Susan: „Jakob ist Haus-Manager des Jahres. Unsere Kinder nennen ihn oft „Mapa“, ein Mix aus Mama und Papa – da ich sehr oft unterwegs bin. Diesen Spitznamen habe ich ihm gegeben. Er hat das alles voll im Griff. Wenn ich Zuhause bin, ergänzen wir uns zudem sehr gut."

 

Wo sind Ihre Söhne im Moment?

Susan: „Bei meinen Schwiegereltern und bei Freunden. Zusätzlich zu unserer Familie, die unsere Söhne sehr liebt und sehr gerne um sich hat, haben wir auch das Glück einen sehr guten Freundeskreis zu haben, der quasi auch Familie ist und unsere Kids gerne aufnimmt.“

 

Ist Ihre Familienplanung abgeschlossen?

Jakob: „Ich sage ja! (beide lachen)“

Susan: „Ich sage grundsätzlich niemals nie. Man weiß nie wo einen das Leben hinführt. Vielleicht sagen wir im nächsten Jahr: ‚Mensch, noch ein drittes Kind wäre toll’. Für den Moment ist die Planung aber abgeschlossen.“

 

Ist der Sommerurlaub schon gebucht?

Susan: „Wir fahren immer eher spontan los, weil es durch meinen Beruf eher schwierig ist so weit in die Zukunft zu planen – das haben wir uns abgewöhnt. Obwohl wir für diesen Herbst trotzdem schon gebucht haben und im Notfall eben stornieren müssen.“

 

Kinder ins Auto packen und in Richtung Meer fahren, oder wie schaut das dann aus?

Susan: „Ich frage mich ehrlich gesagt, wie meine Eltern das früher gemacht haben. Wir sind immer mit dem Auto nach Griechenland gefahren, drei Tage lang. Das haben wir uns ehrlich gesagt noch nicht getraut aber dafür an die Ostsee. Generell sind wir nämlich schon viel mit dem Auto unterwegs.“

 

Welche Rolle spielt Religion in Ihrer Familie?

Susan: „Sie steht nicht an oberster Stelle aber ist sehr wichtig. Wir leben zuhause traditionell jüdisch und feiern alle Feiertage. Unsere Kinder waren in einem jüdischen Kindergarten und sind jetzt in einer jüdischen Grundschule. Sie fordern Religion dadurch auch von alleine ein, was sehr schön ist. Dadurch werden wir auch regelmäßig daran erinnert. Bei uns kommen allerdings auch der Nikolaus, der Weihnachtsmann und der Osterhase. Die Zahnfee war auch erst vor kurzem da, bei uns sind alle herzlich Willkommen. Wir nehmen und das Beste von allem raus aber leben dennoch natürlich auch all das, was dazugehört, wie zum Beispiel das Fasten.“

 

Machen Sie gemeinsam Sport? Kritisieren Sie einander, wenn mal wieder der ein oder andere Keks zu viel gegessen wurde?

Jakob: „Susan macht auf jeden Fall mehr Sport, was auch einfach ihrem Beruf geschuldet ist. Im letzten Urlaub gab es ein All-You-Can-Eat-Buffet, da mussten wir uns natürlich irgendwann auch mal wieder ein bisschen bremsen aber generell sind wir sehr entspannt.“

 

Sind Sie beim Thema Süßigkeiten auch entspannt? Dürfen Ihre Kids immer naschen?

Susan: „Nein, es gibt Regeln. Theoretisch könnten Sie jederzeit zu Süßigkeiten greifen, wir haben sie nicht weggeschlossen. Ich finde es auch nicht gut, wenn sie ein komplettes Tabu sind. Dadurch werden sie nämlich umso interessanter für die Kinder. Jeden Tag nach dem Essen gibt es eigentlich einen Nachtisch oder jetzt im Sommer ein Eis, das ist auf jeden Fall drin.“

Jakob: „Alles in Maßen lautet unsere Devise. Unsere Kids sind allerdings auch gute Obst- und Gemüse-Esser. Sie ziehen gesunde Snacks immer vor. Daher müssen wir gar nicht so streng sein.“

Susan Sideropoulos und Ehemann Jakob haben sichtlich Spaß am Pärchen-Interview mit GALA-Redakteur Steffen
Susan Sideropoulos und Ehemann Jakob haben sichtlich Spaß am Pärchen-Interview mit GALA-Redakteur Steffen
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