WM-Kolumne: Familienstreit und Caipirinha

Am Samstag (21. Juni) spielt unsere deutsche Elf gegen die Nationalmannschaft von Ghana. Dabei werden sich die Boateng-Brüder als Gegner gegenübertreten. Auch Gala.de-Kolumnistin Jana Ina kennt das Gefühl, den Fußballfeind im eigenen Haus zu haben

WM-Kolumnistin und Brasilienexpertin Jana Ina Zarrella

Die deutsche Mannschaft bleibt weiterhin in Nordosten - diesmal spielen sie in Fortaleza, der fünftgrößten Stadt Brasiliens. Die Stadt hat 15 Strände, eine 573 Kilometer lange Küste und die Sonne scheint das ganze Jahr - Jogi Löw hat also genug Möglichkeiten, um morgens joggen zu gehen und sich aufs Spiel vorzubereiten.

Gespielt wird diesmal gegen Ghana, was wirklich interessant ist, weil zwei Brüder gegeneinander spielen werden: bei beiden Mannschaften gibt es einen "Boateng". Und wer Fußball verfolgt, weiß auch, dass Kevin-Prince Boateng, der für Ghana spielt, ein harter Spieler ist. Ich sage nur: Michael Ballack.

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©Gala

Wenn Brasilien spielt, kennt Jana Ina kein Pardon. Sie feuert ihre Mannschaft leidenschaftlich an - und nimmt dafür auch den Unmut ihres Mannes Giovanni in Kauf.

Wie kommen zwei Brüder damit klar, nicht für die gleiche Nation zu spielen? Schlägt in dem Fall das Herz trotzdem auch für das andere Land? Immerhin hat man die familiären Wurzeln in dem einen Land, ist aber in dem anderen aufgewachsen. Das gleiche kennen wir bei uns zu Hause auch. Giovanni ist zum Beispiel in Deutschland geboren, hat aber einen italienischen Pass und ist auch im Herzen ein Italiener.

Ich lebe seit ca. 14 Jahren in Deutschland, bin aber in Brasilien geboren. Und meine Kinder sind Deutsche, haben aber trotzdem brasilianische und italienische Pässe. Bei uns zu Hause treffen also verschiedenste Mentalitäten aufeinander, es ist immer was los. Ich habe diese entspannte brasilianische Art in mir drin, und trotzdem bin ich mit den Jahren sehr ordentlich und pünktlich geworden - das habe ich den Deutschen zu verdanken. Ich versuche mir von beiden Ländern die besten Eigenschaften anzugewöhnen.

Wie man sich vorstellen kann, wird es bei uns während der WM sehr laut. Unser Herz schlägt für drei Nationen und wir fiebern leidenschaftlich mit. Unser Sohn wechselt ständig seine Trikots, die Flaggen hängen draußen auf der Terrasse und der Fernseher läuft non-stop. Gerade, was das Thema Fußball angeht, bin ich die typische Brasilianerin. Ich leide mit den Spielern, beschimpfe sie aber auch, wenn es sein muss. Giovanni ist bereits zwei Stunden vor den italienischen Spielen nicht mehr ansprechbar. Jeder bereitet sich anders auf die großen Spiele vor - geguckt wird dann aber gemeinsam.

Wenn sich unsere zwei Nationen auf dem Spielfeld begegnen, dann wird unsere Couch strikt in zwei Bereiche aufgeteilt und jeder geht in seine Ecke. Es macht immer wieder Spaß, den Gegner - und dies ist beim Fußball auch mein Mann - zu ärgern und Witze über das gegnerische Land zu machen. Auch, wenn man verheiratet sind, versteht man keinen Spaß, wenn die eigene Mannschaft verliert. So sind wir nunmal!

Noch ist es jedoch nicht so weit und ich drücke sowohl Brasilien, als Deutschland und Italien die Daumen. Möge der Bessere gewinnen!

An den wunderschönen brasilianischen Stränden geht nicht nur Bundestrainer Joachim Löw gerne joggen. In Fortaleza misst die Küste sogar stolze 573 Kilometer.

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Für ausgiebige Parties, gemütliche Grillfeste oder einen ruhigen Pärchenabend habe ich euch noch ein original brasilianisches Rezept mitgebracht.

Caipirinha:

- 5 cl Cachaca

- eine Limette

- feiner, weißer Zucker

- Eiswürfel

im Longdrinkglas servieren

Für die Caipirinha eine Limette achteln und mit etwas Zucker (je nach Geschmack - etwa 2 TL) zusammen in das Glas geben. Die Limettenstücke mit einem Holzstößel ausdrücken. Den Cachaca und nach Geschmack bei der europäischen Variante auch noch Limettensaft (etwa 1 cl) dazugeben. Mit Eis auffüllen und umrühren.

Lasst es euch schmecken!

Eure Jana Ina

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