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Trendsport: Crossfit Was ist Crossfit?

Moderatorin Sylvie Meis hält ihren Body mit Crossfit in Form. 
Moderatorin Sylvie Meis hält ihren Body mit Crossfit in Form. 
© instagram.com/sylviemeis/
Es gilt als das härteste Training der Welt: Crossfit. Doch was steckt hinter dem Training und dem Hype? Lesen Sie hier alles Wissenswerte

In der letzten Zeit hört man immer öfter von Crossfit. Es sei das härteste Training, das Training des US-Militärs und der Cops. Doch was steckt dahinter? Lesen Sie hier alles Wissenswerte zum Thema Crossfit.

Anfang der 2000er Jahre eröffneten in Europa einige "Boxen“, in denen Leute freiwillig, unter Hochdruck, die härtesten Übungen in kurzen Zeitabständen absolvierten, begleitet von Schweiß und Tränen. In den USA wurde bereits in den 1980er Jahren das Konzept des Crossfit von Greg und Lauren Glassman entwickelt. Die Idee: Statt sich beim Training nur auf eine Körperregion zu konzentrieren, vereint und optimiert Crossfit, mithilfe entsprechender Übungen, Kraft, , Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination.

Tatsächlich öffneten erst zehn Jahre später in den Staaten die ersten Crossfit-Studios, sogenannte "Boxes“, in den geschwitzt und trainiert wurde. Das hochintensive und anspruchsvolle Training war zunächst beliebt bei amerikanischen Polizisten und Soldaten. Wenig später entwickelte sich Crossfit zu einer Sportart für den ambitionierten Freizeitsportler.

Wie funktioniert Crossfit?

Zum Crossfit braucht man keine teuren Trainingsgeräte. Die Boxes haben Trainingsgeräte wie Hanteln, Kettlebells, Speed Ropes oder Medizinbälle. Überwiegend wird beim Crossfit jedoch mit dem eigenen Körpergewicht trainiert ("body-weighted exercises"). Spezielle Übungen, die den ganzen Körper ansprechen, wie zum Beispiel Burpees, stammen aus dem Crossfit.

Das Prinzip hinter Crossfit ist, möglichst viele Wiederholungen einer Übung in einem bestimmten Zeitraum zu schaffen. Die Übungen werden nicht willkürlich ausgewählt, sondern in einem "Workout of the day“ (WOD) zusammengestellt. Das WOD kommt nach einem gemeinsamen Warm-up. Diese Workouts tragen in der Regel Frauennamen, wie Fran, Annie oder Cindy. Cindy verlangt vom Crossfitter zum Beispiel fünf Klimmzüge, zehn Liegestütze und 15 Kniebeugen, so oft wie möglich innerhalb von 20 Minuten. Dabei gibt es verschiedene Rounds, also Runden, die vorschreiben, in welcher Runde man wie viele Wiederholungen macht, z.B. das 21-15-9-Prinzip. Man startet mit 21 Repeats, in den nächsten Rounds macht man 15 und dann 9 Wiederholungen.

Für Fortgeschrittene gibt es das sogenannten Hero-Workout, oder Helden-Workout. Diese WODs tragen keine Frauennamen, sondern überwiegend Namen von gefallenen US-Soldaten, zum Beispiel "Murph“. Diese sind wesentlich anstrengender als Fran, Cindy oder Jackie: Murph fordert, eine Meile laufen (1,6 Kilometer), 100 Klimmzüge, 200 Liegestütze und 300 Kniebeugen, ebenso mit Zeitlimit.

Ist Crossfit für jeden geeignet?

Grundsätzlich eignet sich Crossfit für jeden, der gesund ist. Man muss kein Topathlet sein, um ein WOD erfolgreich zu bestehen. Wichtig ist, dass man alle Übungen unter Aufsicht eines Trainers ausführt. Bei falscher Ausführung können ganz schnell Verletzungen entstehen, zudem ist man bei dem Zeitdruck geneigt, eher auf die Schnelligkeit als auf die richtige Ausführung zu achten.

Zwar kann man sich auch online ein WOD aussuchen und das Warm-up selbst ausführen, doch das empfiehlt sich, wenn überhaupt, nur für geübte Crossfitter. Eigentlich sollte immer ein Trainer ein Auge auf Ihre Ausführungen haben.

Das Crossfit-Training klingt hart, ist aber für viele auch anreizend, es einmal auszuprobieren. Bei monatlichen Kosten von 50 bis 120 Euro für das Crossfit-Training, ist es eine Fehlinvestition, wenn es einem nicht gefällt oder man sich verletzt. In Deutschland gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt mehrere Crossfit-Boxen. Die meisten bieten ein Probetraining an, so erfahren Sie am besten, ob Crossfit etwas für Sie ist.

Sollte dem so ein, doch das Training mit den anderen in der Box motiviert Sie nicht, können Sie auch allein mit einem Coach einen Course machen. Das kostet bis zu 60 Euro im Monat.

Wenn Sie vor Ihrem ersten WOD stehen, klären wir hier einige Begriffe, die bestimmt in Ihrem Training aufkommen:

  •  Squats: Kniebeuge mit weit auseinandergestellten Beinen, die sehr tief gehen
  • Push-Ups: Liegestütz
  • Pull-Ups: Klimmzüge
  • Dips: Armbeugen, die den Trizeps trainieren
  • Kettlebell: Kugelartiges Gewicht mit einer Art Griff; auch Kugelhantel genannt
Gala

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