Nach der Frauen-WM 2019: Doku-Film zeigt das ehrliche Gesicht von Frauenfußball

Für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist der Traum vom WM-Titel im Viertelfinale geplatzt. Doch Titel sind im Fußball nicht der Maßstab: Ein neuer Doku-Film zeigt, wie Fußball das Leben von sechs Mädchen verändert hat. 

Adwoa Aboah und Felix Cooper

Frauen-WM 2019: Alle News

  • Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019 wird vom 7. Juni bis 7. Juli 2019 in Frankreich ausgetragen.
  • Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, 51, setzt auf eine junge Mannschaft.
  • 24 Teams kämpfen in 52 Spielen um den WM-Titel.
  • Die Deutsche Frauen-Nationalmannschaft bekommt es dabei in der Gruppe B vorerst mit China, Spanien und Südafrika zu tun.
  • Die WM-Spiele werden im ZDF live ausgestrahlt.

Das sind Deutschlands Fußballspielerinnen der Frauen-WM 2019.

Nach WM: Doku-Film zeigt das ehrliche Gesicht von Frauenfußball

Vor allem für junge Frauen ist Fußball nicht nur ein Sport, er fördert die Gemeinschaft und eine bessere Zukunft. Der Dokumentarfilm "Spit Fire, Dream Higher", der von der "Gurls Talk"-Gründerin und Model Adwoa Abaoh und dem Filmemacher Felix Cooper mit Unterstützung von Nike produziert wurde, zeigt, wie der Fußball das Leben von sechs Mädchen verändert hat. "All die Mädchen, die im Film vorkommen, sind ehrgeizig und träumen natürlich davon, Profis zu werden, aber auch ganz unabhängig davon empowert sie das Fußballspielen, gibt ihnen Halt und Werte", erklärt Cooper im Interview mit "Vogue".

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft fährt nach Hause

29. Juni: WM-Aus im Viertelfinale gegen Schweden

Der Traum ist geplatzt. Am gestrigen Samstag mussten sich die Spielerinnen der Frauen-Nationalmannschaft gegen Schweden geschlagen geben. Sie verloren das Spiel mit 1:2 und sind somit aus der Weltmeisterschaft 2019 ausgeschieden. Einige Spielerinnen konnten ihre Tränen über die Enttäuschung nicht zurückhalten.

28. Juni: Halbfinale zum Greifen nah - Packen die DFB-Mädels gegen Schweden zu?

Die deutsche Nationalmannschaft trifft im WM-Viertelfinale der Frauen auf Schweden. Die Frauen-WM 2019 in Frankreich geht damit in die entscheidende Runde. Am Samstag um 18.30 Uhr wird das Spiel in Rennes angepfiffen. Die Aufstellung könnte bei beiden Mannschaften wie folgt aussehen: 

Deutschland: Schult - Gwinn, Hegering, Doorsoun, Simon - Magull, Leupolz - Huth, Marozsan, Däbritz - Popp

Schweden: Lindahl - Glas, Fischer, Sembrant, Eriksson - Rubensson, Asllani, Seger - Jakobsson, Blackstenius, Rolfö

24. Juni: Wird Schweden oder Kanada der Gegner im WM-Viertelfinale? 

Am Montag, den 24. Juni, treffen Schweden und Kanada aufeinander. Der Gewinner der Partie wird am kommenden Samstag gegen Deutschland im WM-Viertelfinale antreten. Die Mannschaften sind ungefähr gleich stark und im Fußballspiel wird es auf Kleinigkeiten ankommen. Das Spiel wird um 21 Uhr ausgetragen. 

Deutsche Nationalmannschaft gewinnt 3:0 gegen Nigeria 

22. Juni: Souveräner Sieg im Achtelfinale 

Im WM-Achtelfinale konnte Deutschland gegen Nigeria das Spiel für sich entscheiden. Die Spielerinnen unter Martina Voss-Tecklenburg beendeten die Partie mit einem 3:0. Spielführerin Alexandra Popp legte in der 20. Minute die Führung vor. Für die weiteren Treffer sorgten Sara Däbritz per Foulelfmeter (27. Minute) und Lea Schüller (82. Minute).  Spielmacherin Dzsenifer Marozsan gehörte nach ihrem Zehenbruch im ersten Spiel gegen China erstmals wieder zum Kader, spielte aber nicht. 

DFB-Frauen ziehen als Gruppensieger ins Achtelfinale ein

18. Juni: Die deutsche Nationalelf besiegt Südafrika mit 4:0

Es ist der erste deutliche Sieg für die deutsche Nationalmannschaft: Melanie Leupolz, 25, Sara Däbritz, 24, Alexandra Popp, 28, und Lina Magull, 24, erzielten beim letzten Gruppenspiel gegen Südafrika am Montag, 17. Juni 2019, jeweils einen Treffer und schießen die Mannschaft als Gruppenersten ins Achtelfinale. "Wir hätten noch mehr Tore machen müssen, aber wir haben wieder in einen Spielfluss reinbekommen, das war gut", so das Fazit von Alexandra Popp. Am Samstag, 22. Juni 2019,  trifft die Nationalelf in Grenoble auf einen Gruppendritten aus Gruppe A, C oder D, übertragen wird das Spiel um 17.30 Uhr auf dem ZDF.

Sara Doorsoun: "Gegen Südafrika dürfen wir keine Angst haben"

17. Juni: Deutschland spielt um 18 Uhr gegen Südafrika 

In der Fußballweltmeisterschaft der Frauen wird Deutschland heute gegen Südafrika antreten. Innenverteidigerin Sara Doorsoun rechnet mit einer physisch starken Mannschaft und stellt sich auf viel Angriff vom Gegner ein. Nachdem die deutsche Nationalmannschaft bereits Dzsenifer Marozsán im Spiel gegen China verloren hat, würde ihr eine weitere verletzte Spielerin wegen eines Fouls nicht gut tun. 
Die deutsche Mannschaft braucht mindestens einen Punkt, um als Gruppen-Erster im Achtelfinale  aufzulaufen, um dort eine Konfrontation mit Schweden und der USA zu vermeiden. Doorsouns Taktik für das WM-Spiel steht fest: "Wir müssen genauso in die Zweikämpfe gehen, dürfen uns nicht den Schneid abkaufen lassen. Und keine Angst haben."

Sara Däbritz erzielt den Siegestreffer gegen Spanien

12. Juni: Deutschland gewinnt gegen Spanien mit 1:0

Sara Däbritz
Position: Mittelfeld/Sturm
Verein: FC Bayern München
Beruf: Studium Wirtschaftspsychologie 

Die deutschen Fußballerinen haben das zweite Spiel bei der Frauen-Weltmeisterschaft in Frankreich gegen die spanische Nationalelf mit 1:0 gewonnen. Den entscheidenen Treffer machte Sara Däbritz, 24, Mittelfeldspielerin vom FC Bayern München. In der 42. Minute wehrte die spanische Torhüterin Sandra Panos einen Kopfball von Alexandra Popp ab, doch als die Abwehrspielerin Marta Torrejón zu lange zögerte, den Ball wieder weg zu dreschen, konnte Sara Däbritz den Ball geschickt durch Torrejón hindurch ins Tor bugsieren. "Ich habe darauf spekuliert, dass ich da noch hinkomme und einfach bin mal reingegrätscht. Wir haben richtig geackert auf dem Platz, ein echter Teamwork-Willenskraft-Sieg", so Däbritz nach dem Sieg im ZDF.

Sollten unsere DFB-Frauen bei ihrem drittem Spiel gegen Südafrika am Montagabend, 17. Juni 2019, mindestens ein Unentschieden erzielen, hätten sie ihren ersten Gruppenplatz sicher und träfen im Achtelfinale, 22. Juni 2019 in Grenoble, auf einen Gruppendritten. 

Ausfall von Dzsenifer Marozsán schockt die deutsche Nationalmannschaft

12. Juni: Prognose: Deutschland gegen Spanien

Im Auftaktspiel überzeugte die Spanische Nationalmannschaft mit einem 3:1 gegen Südafrika. Am heutigen Mittwoch werden Spanien und Deutschland bei der WM in Frankreich aufeinandertreffen. Bei der letzten Begegnung im vergangenen November ging kein Sieger hervor. Das Fußballspiel der Frauen endete mit einem 0:0.

Eine Prognose fällt daher schwer. Allerdings lässt sich sagen, dass der Nationalmannschaft das Spiel gegen Spanien ohne Stürmerin Dzsenifer Marozsán nicht leicht fallen wird. Diese hat sich beim Spiel gegen China einen Zehenbruch zugezogen. Leonie Maier, 26, gibt sich aber zuversichtlich: "Wir sind alle geschockt, dass Dzseni ausfällt. Wir sind traurig über die Nachricht. Aber wir können das als Kollektiv auffangen. Wir spielen für Maro." Anpfiff ist um 18 Uhr. Anders als im Auftaktspiel gegen China nimmt Bundestrainierin Martina Voss-Tecklenburg drei Änderungen vor und schickt Verena Schweers, Lena Goessling und Lena Oberdorf in die heutige Startelf. 

WM-Auftaktspiel: Deutschland gewinnt gegen China

8. Juni: Giulia Gwinn schießt Siegestor beim WM-Auftakt

Giulia Gwinn
Position: Abwehr
Verein: SC Freiburg
Studium: Sportmanagement 

Der 19-jährigen Giulia Gwinn vom SC Freiburg gelang das entscheidende Tor zum verdienten 1:0-Erfolg gegen China. Nachdem in der ersten Halbzeit des WM-Spiels viele Torchancen ungenutzt blieben und es vor dem Tor von Torhüterin Almuth Schult zu einigen heiklen Situationen kam, brachte Gwinn der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in der 66. Spielminute das Siegestor ein. 
Nach Birgit Prinz und Ariane Hingst ist Gwinn die dritte deutsche Teenagerin, die bei einer WM ein Tor erzielte.
Während des Spiels verletzte sich außerdem die Spielmacherin Dzsenifer Marozsán, 27. Mittlerweile weiß man, dass es sich um einen Zehenbruch handelt und die Stürmerin bis auf weiteres ausfallen wird. Auf Instagram gibt sie sich optimistisch: "Wer mich kennt, weiß ganz genau, dass ich nicht so einfach aufgeben werde. Ich werde so gut es geht meine Mannschaft neben dem Platz unterstützen und alles daran setzen, dass ich wieder schmerzfrei werde." 

Starker WM-Werbeclip der DFB-Frauen

Der Frauenfußball bekommt in Deutschland noch immer nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient. Seit 1989 spielen in Deutschland Frauen für die Bundesliga. Noch im selben Jahr gewannen sie die Europameisterschaft. Seitdem erzielten sie diesen Sieg acht Mal. 2003 hatten sie den ersten Weltmeistertitel sicher und konnten ihn 2007 erfolgreich verteidigen. Damit die Leistung der DFB-Frauen mehr geschätzt wird, haben sie in Zusammenarbeit mit der Commerzbank einen provozierenden Werbeclip veröffentlicht, der für mehr Anerkennung appelliert. 

Fußball-WM der Frauen: Die deutsche Nationalmannschaft

Angeführt wird das Team von Alexandra Popp, 27, vom VFL Wolfsburg. Als Vize-Kapitänin steht ihr die Angreiferin Svenja Huth, 28, von Turbine Potsdam zur Seite.

Frauen-WM 2019: im Tor

Laura Benkarth (Bayern München), Merle Frohms (SC Freiburg), Almuth Schult (VfL Wolfsburg)

Frauen-WM 2019: in der Abwehr

Sara Doorsoun (VfL Wolfsburg), Johanna Elsig (Turbine Potsdam), Lena Goeßling (VfL Wolfsburg), Giulia Gwinn (SC Freiburg), Marina Hegering (SGS Essen), Kathrin Hendrich (Bayern München) , Leonie Maier (Bayern München), Carolin Simon (Olympique Lyon)

Frauen-WM 2019: im Mittelfeld

Klara Bühl (SC Freiburg), Sara Däbritz (Bayern München), Linda Dallmann (SGS Essen), Svenja Huth (Turbine Potsdam), Turid Knaak (SGS Essen), Melanie Leupolz (Bayern München), Lina Magull (Bayern München), Dzsenifer Marozsán (Olympique Lyon), Lena Oberdorf (SGS Essen), Alexandra Popp (VfL Wolfsburg), Lea Schüller (SGS Essen), Verena Schweers (Bayern München) 

Frauen-Fußball-Kader 2019

Unsere Powerfrauen für die Weltmeisterschaft

Laura Benkarth   Position: Torwärtin  Verein: FC Bayern München  Beruf: Hauptberuflich Fußballerin
Merle Frohms   Position: Torwärtin  Verein: SC Freiburg  Beruf: Studium Betriebswirtschaftslehre 
Almuth Schult  Position: Torwärtin  Verein: VFL Wolfsburg  Beruf: Studium Sport und Leistung im Master
Sara Doorsoun   Position: Abwehr  Verein: VFL Wolfsburg  Beruf: Abgeschlossene Ausbildung zum Büromanagement + Abgeschlossenes Studium Soziale Arbeit

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