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WM-Torhüterin Almuth Schult Sie spricht über ihre schwere Erkrankung

Almuth Schult
Almuth Schult
© Getty Images
Bei der Frauen-WM in Frankreich kämpft Almuth Schult für die deutsche Nationalmannschaft. Doch Anfang des Jahres musste sich die Torhüterin einem persönlichen Kampf stellen und sich aus einer schweren Krankheit zurück ins Leben kämpfen

Nationaltorhüterin Almuth Schult, 28, gilt als unverzichtbarer Ruhepol für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Doch ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Frankreich war lange Zeit unsicher.

Almuth Schult erkrankte an Masern

Im Wintertrainingslager des VFL Wolfsburg in Portugal bekam Almuth Schult plötzlich hohes Fieber; sie konnte nur noch im Bett liegen, verlor in kürzester Zeit viel Gewicht. Die Diagnose: Masern, eine lebensgefährliche Erkrankung. "Mir ging es dann auch immer schlechter. Ich konnte nicht mehr essen und es kamen unter anderem auch eine Zahnfleisch- und Bindehautentzündung dazu. Am sechsten Tag sind wir dann ins Krankenhaus gefahren", so die Sportlerin in einem Interview mit "Sportbuzzer". So schlecht sei es ihr noch nie gegangen. Zudem gestaltete sich die endgültige Diagnose schwierig: "Es waren sehr schwere Symptome, es war sehr untypisch für Masern. Wir hatten Bilder und den Befund nach Deutschland geschickt. Der Virentest hat es dann bewiesen."

"Mein Körper war wirklich ganz unten"

Ein herber Schlag für die Sportlerin, die normalerweise eher selten krank oder verletzt ist. "Mein Körper war wirklich ganz unten," so Schult. "Ich war sogar zu schwach, um zu lesen oder Fernsehen zu gucken. Ich habe wirklich nur da gelegen und gehofft, dass es irgendwann vorbei ist." Der Weg zurück ins Training gestaltete sich ebenfalls schwierig: "Zwischendurch ist mir sogar jede Art der Kommunikation schwergefallen. Das wurde dann irgendwann besser. Später waren auch wieder Aufstehen und Spazierengehen drin. Danach war ich aber auch kaputt", verrät die 28-Jährige. 

Almuth Schult und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg
Almuth Schult und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg
© Getty Images

Die Torhüterin gilt für die Frauen-WM als Erfolgsgarant 

Doch das Kämpferherz der Torhüterin siegte und so schaffte es die Sportlerin, rechtzeitig für die Weltmeisterschaft in Frankreich wieder fit zu werden. Ein großes Glück für die Nationalelf - schließlich gilt Schult als Erfolgsgarantin der Mannschaft und ließ bis jetzt keinen Treffer ins deutsche Tor. Das weiß auch Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, 51, zu schätzen: "Ich bin sehr froh, dass Almuth eine großartige Hilfe für das Team ist, auf und neben dem Platz."

Verwendete Quellen:sportbuzzer.de, Spiegel Online, ntv

aen Gala

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