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Silberfische So werden Sie die Insekten los

Silberfische
Silberfische: Nicht schädlich, aber trotzdem ein ungebetener Gast in jeder Wohnung.
© Shutterstock
Silberfische verstecken sich in vielen Wohnungen. Doch woher kommen die lästigen Insekten und wie werden wir sie wieder los?

Silberfische machen die Nacht zum Tag: Während wir schlafen, wuseln die kleinen, flinken und silbrigen Insekten am liebsten im Dunklen durch unsere Wohnungen. Besonders beliebt sind Küchen, Badezimmer und Kellerräume – hier herrschen meist eine hohe Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur.

Silberfische: Was man über die Insekten wissen muss

Mit Fischen haben Silberfische nichts zu tun, sie gehören zu den Insekten. Wegen ihrer Vorliebe für Kohlenhydrate wie Zucker oder Stärke werden sie auch Zuckergast genannt. Die ein Zentimeter großen Tiere bewegen sich auf sechs Beinen, zur Orientierung dienen fünf Fühler. Flügel besitzen sie nicht. Erstaunlich: Silberfische können bis zu acht Jahre alt werden – und das, obwohl sie meist ein ziemlich ungebetener Gast sind. Schädlich sind Silberfischchen trotzdem nicht, sie übertragen keine Krankheiten oder können bei Menschen zu Unwohlsein führen.

Wo verstecken sich Silberfische?

Silberfische haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, die Insekten nisten sich meistens in losen Fugen, Dielen oder Spalten ein. Aber auch Abwasserleitungen oder Schimmelbefall ziehen die Tierchen an. Überlebenswichtig sind außerdem eine hohe Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit; zwischen 20 und 30 Grad fühlen sich die Insekten besonders wohl. Und: Das Nahrungsangebot muss stimmen. Silberfische ernähren sich von Hausstaubmilben, Schimmelpilzen, Haaren und Hautschuppen. "Sie fressen Hausstaubmilben, deren Kot beim Menschen bekannterweise Allergien auslösen kann, sowie gesundheitsgefährdende Schimmelpilze", so das Hamburger Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN).

Maßnahmen gegen Silberfische

Um Silberfische in der Wohnung zu vermeiden, sollte regelmäßig gelüftet und nicht zu stark geheizt werden. Wer im Badezimmer kein Fenster hat, sollte die Tür nach dem Duschen oder Baden lange offen lassen, damit die warme, feuchte Luft in den Flur abziehen kann. Außerdem sollte Wäsche nicht in der Wohnung getrocknet werden – so wird auch Schimmelbefall vermieden. Wer Silberfischchen nicht in seiner Wohnung haben will, sollte außerdem darauf achten, dass Lebensmittel nicht offen herumstehen und sich möglichst wenig Haare, Staubflocken etc. auf dem Boden tummeln.

Mit diesen Hausmitteln werden Sie Silberfische wieder los

Wer trotz regelmäßigem Lüften und der richtigen Raumtemperatur immer mal wieder kleine Silberfische zu Besuch hat, kann bei der Bekämpfung auf bewährte Hausmittel zurückgreifen.

  • Kälte: Silberfische mögen es warm und kuschelig. Um die Tiere zu vertreiben, kann versucht werden, die Raumtemperatur für eine gewisse Zeit unter 20 Grad zu halten. Das ist allerdings im Sommer kaum möglich und in der kälteren Jahreszeit nicht angenehm für das eigene Wohlbefinden.
  • Gerüche: Silberfischchen mögen den Geruch von Lavendel, Essig und Zitrone überhaupt nicht. Wer Duftsäckchen oder Reinigungszusätze mit diesen Duftstoffen in der Wohnung verteilt, hat gute Chancen, die Tiere dauerhaft loszuwerden. 
  • Honig-Klebefalle: Wer nachts ein mit Honig bestrichenes Stück Pappe oder Backpapier in der Küche oder im Badezimmer versteckt, wird am nächsten Morgen voraussichtliche viele kleine tote Insekten darauf kleben sehen – Silberfische können dem süßen Duft einfach nicht widerstehen. 
  • Kartoffel-Falle: Silberfische mögen stärke- und glukosehaltige Lebensmittel, zu denen auch die Kartoffel zählt. Wer nachts eine halbe, gekochte Kartoffel in einer Plastiktüte auslegt, findet am nächsten Morgen viele satte Silberfischchen in der Tüte, die im Freien ausgesetzt werden können.

Silberfische: Kein Recht auf Mietminderung

Wer allerdings sehr starken Befall von Silberfischen hat, sollte zu speziellen Köderboxen oder Reinigungssprays aus der Drogerie greifen oder sich an einen Schädlingsbekämpfer wenden, die die Insekten professionell bekämpfen kann. Ein Recht auf Mietminderung besteht wegen Silberfisch-Befall allerdings nicht, wie aus mehreren Gerichtsurteilen hervorgeht. Mieter sind selber dafür verantwortlich, den Befall einzudämmen und zu bekämpfen.

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