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Sarah Harrison "Einfach eine Torte in den Backofen schieben, das bin ich halt nicht"

Sarah Harrison
Sarah Harrison veröffentlich ihr erstes Backbuch
© Tsvetelina Kehayova
Sarah Harrison liebt ihre Familie – und gutes Essen. Deshalb hat sie jetzt ein eigenes Backbuch veröffentlicht. GALA hat mit ihr über die Haushaltsaufteilung der Harrisons gesprochen und Sarah verrät, wie es ihr mit ihrer Glutenunverträglichkeit geht.

In der TV-Sendung "Das große Promibacken" entdeckte Sarah Harrison, 31, ihre Leidenschaft fürs Backen. Am 11. Oktober ist nun ihr Herzensprojekt, ihr eigenes Backbuch, erschienen (ZS Verlag, 24,99 Euro) und vorab hat sie uns schon verraten, wie persönlich das Buch wirklich ist. Liebe geht schließlich auch durch den Magen ...

Sarah Harrison im GALA-Interview

GALA: Welches ist dein Lieblingsrezept aus deinem Backbuch?
Sarah Harrison: In dem Buch sind viele meiner Lieblingsrezepte. Deswegen ist es ja auch meins. Ich habe versucht, ganz viel Sarah in dieses Buch zu stecken und mir die Fragen gestellt: Was esse ich gerne, was würde ich gerne meinen Freunden, meinen Familien auf den Tisch stellen? Ich kann aber sagen, dass mittlerweile die besonderen und größeren Torten, wie die Motiv-Torten, zu meinen Lieblingsrezepten geworden sind, da sie mir viel Freude bereiten beim Backen. Im Buch sind viele Tortenrezepte enthalten, die man bereits von Instagram kennt, wie die Puppentorte, die es zu Mias Geburtstag gab. 

Wie hast du die einzelnen Rezepte für dein Buch ausgewählt?
In erster Linie läuft ganz viel über Inspiration. Man probiert viel aus, man schaut und fragt sich: Welche Lebensmittel mag ich, welche finde ich besonders interessant in Rezepten? Ich habe meine Familie und Freunde gefragt, was sie gerne essen und dann wird einfach probiert, verändert und gebacken. Was mir schon immer wichtig war, ist die Optik, ich möchte, dass meine Torten "Instagramable" sind.  Sie sollen ein besonderer Hingucker sein, wenn sie präsentiert werden. Deshalb habe ich Klassiker in meinem Buch optisch etwas aufgepeppt. Für mich ist Backen zu einer Leidenschaft geworden, es soll Spaß machen. Einfach eine Torte in den Backofen schieben, das bin ich halt nicht. Ich mag es mit viel Liebe zum Detail und wenn man selbst am Ende stolz darauf ist und viele Komplimente bekommt.

Cover vom Backbuch "My Sweet Bakery"
© ZS-Verlag

Da du jetzt weißt, dass du eine Glutenunverträglichkeit hast, kannst du dir vorstellen, ein ausschließlich glutenfreies Back/Kochbuch in der Zukunft herauszubringen?
Ich habe mir viele Seiten durchgelesen, um mir ein Backwissen anzureichern, das Themen wie eine Glutenunverträglichkeit abdeckt. Dadrüber hinaus habe ich nach Alternativen für herkömmliche Zutaten wie Weißmehl, Weizen, Eier, Kuhmilch, Butter, gesucht. Es befindet sich eine ganze Liste in dem Buch, mit Alternativen, die man verwenden kann. Da muss man einfach probieren, welches Ersatzprodukt für einen funktioniert. Natürlich ist dann das Endergebnis mit den Alternativen nicht genauso, wie ich es in diesem Buch gebacken haben, aber es gibt durchaus Optionen, die Rezepte, glutenfrei zu gestalten. Ein glutenfreies Kochbuch ist noch nicht geplant. Ich habe meine Diagnose selbst noch nicht ganz verdaut und bin noch nicht in dieser glutenfreien Welt zu 100 Prozent angekommen. Deswegen fokussiere ich mich erstmal auf mein aktuelles Backbuch und die darin enthaltenden alternativen Backzutaten, werde viel probieren und trotzdem meinen Liebsten mit den schönen Torten überraschen. 

Gibt es ein Küchenutensil, auf das du nicht verzichten könntest?
Das sind definitiv Teigschaber. Ich brauche ziemlich viele. Wenn ich backe, habe ich einige neben mir liegen, damit ich immer einen griffbereit habe. Ich habe auch richtige Designerstückchen. Diese haben dann Kiwi- und Ananas-Motive auf dem Gummiüberzug. Wenn ich im Laden welche mit Früchten sehe, dann muss ich da schon mal zugreifen (lacht).

Wie teilt sich Team Harrison die Haushaltsaufgaben auf?
Bei uns gibt es relativ wenig Struktur, es wird einfach gemacht. Wenn irgendwo was rumsteht oder rumliegt, räumt man es weg. Wir packen eigentlich direkt an, weil wir beide es sehr ordentlich und sauber lieben. Und da muss einfach dann auch jeder immer mitmachen. Domi ist mehr für den Garten und Außenbereich zuständig. Da halte ich mich dann eher raus. Wenn ich in der Küche koche oder backe, dann mache ich das natürlich auch wieder sauber.

Wie gestaltest du die Essenszeiten? Und wird für alle aus der Familie jetzt glutenfrei gekocht?
Das sind so Punkte, darüber mache ich mir jetzt erst die Gedanken, wie das in Zukunft ablaufen kann. Für mich ist es auf jeden Fall schon eine Erleichterung, dass die Kinder in der Schule und im Kindergarten täglich ein warmes Mittagessen bekommen. Dann haben die beiden schon mal was im Magen, wenn sie nach Hause kommen. Das bedeutet für mich, dass ich nicht immer doppelt kochen muss. Ich möchte sie definitiv nicht komplett glutenfrei ernähren. Das würde auch gar nicht klappen, denn die beiden greifen zu ihren Süßigkeiten. Aber wenn etwas Großes für die ganze Familie gekocht wird und da glutenfreie Nudeln drin landen, die durchaus sehr lecker schmecken, dann werden sie das Gericht ganz normal mitessen.

Wie wichtig ist Essen in deinem Leben, probierst du viele Lebensmittel aus dadurch, dass du Influencerin bist?
Ja, ich liebe es zu essen. Deswegen ist es für mich auch sehr schlimm mit der glutenfreien Ernährung. Ich esse einfach gerne, wenn ich unterwegs bin, was mir jetzt durch die Einschränkung sehr schwerfällt. Aber ich werde mich demnächst in diese Welt ein bisschen reinprobieren und ich liebe es etwas zu empfehlen, zum Beispiel auf Instagram. Es gibt wirklich so viele tolle Firmen und tolle Produkte, die man noch gar nicht kennt und in den Supermärkten nicht sieht. Ich arbeite mit "foodist" zusammen und die haben viele leckere Feinschmecker-Marken im Sortiment. Da bestelle ich immer ordentlich und probiere mich durch. Da findet man durchaus Marken, die man so aus normalen Supermärkten nicht kennt.

Puppentorte
© Tsvetelina Kehayova

Du schreibst in deinem Buch, dass deine Motivation ist, mit deinen Kindern diese Rezepte in der Zukunft zu backen. Gibt es jetzt schon Leckereien, die ihr zusammen backt? Und backt dein Mann auch?
Mein Mann hilft mir tatsächlich hin und wieder mal. Es ist aber keine Leidenschaft von ihm und er drückt sich lieber davor. Am Ende isst er lieber das Gebäck. Die Kinder versuche ich beim Kochen und Backen auf jeden Fall immer mit einzubinden. Wenn ich zurückdenke, gibt es als Kind auch nichts Schöneres, als mit der Mama in der Küche zu stehen, Kartoffeln zu schälen oder zu helfen, den Teig anzurühren und den Teigschaber anschließend abzulutschen.

Aus diesem Grund will ich meinen Kindern auch diese Momente geben. Wenn sie möchten, dürfen sie sich auf den Hocker stellen und mitmachen. Aber nicht immer, denn manchmal ist es mit zusätzlichem Stress verbunden. Die beiden wollen dann oftmals alles machen, auch schwierigere Schritte wie das Ei aufschlagen, und dabei landet auch manchmal das ganze Ei in der Schüssel. Wenn man es eilig hat, dann ist es ein bisschen stressig. Aber ich gebe mein Bestes, damit die beiden ihren Spaß haben und nicht zu kurz kommen.

Hast du Tipps, wie Mütter schnelle, nahrhafte Rezepte im Alltagsstress zubereiten können? Und auf welches Rezept freut sich die ganze Familie?
Wir kochen sehr viele Gerichte mit Nudeln. Lasagne und Spaghetti gehen immer. Wir mögen aber auch gerne Currys mit Gemüse und Fleisch. Unser "Thermomix" kommt häufig zum Einsatz, für den bin ich sehr dankbar, der nimmt mir einem bisschen Stress ab. Aber auch beim Backen gibt es super schnelle und tolle Rezepte, die man öfter machen kann. Es gibt in meinem Backbuch ein Kapitel mit gesunden Rezepten, die kann man den Kindern durchaus öfter auf den Tisch stellen. Das können zum Beispiel Waffeln, Pancakes oder einfach ein schneller "No-Bake" Kuchen sein. Es muss nicht jeden Tag süß und deftig sein. Es ist für jeden Anlass und Alltag etwas dabei. 

Gala

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