Ryan Reynolds im Interview: Verrückt nach Babyfotos!

"Gala.de" sprach mit Ryan Reynolds über seinen neuen Film "Die Frau in Gold", Kinderfotos und Helen Mirren

Lässig schlendert der 1,88 Meter große Schlaks ins Interview-Zimmer des Berliner Hotels Adlon. Er trägt einen nachtblauen Anzug, Sieben-Tage-Bart und ein unwiderstehliches Lächeln auf den Lippen. "Good afternoon", sagt Ryan Reynolds und blickt uns mit seinen wachen, braunen Knopfaugen an. Wir sind verzückt.

Der 38-Jährige ist in der Hauptstadt, um seinen neuen Film "Die Frau in Gold" vorzustellen, den er gemeinsam mit Helen Mirren gedreht hat. Es ist ein Biopic über die Jüdin Maria Altmann († 94), die während des Zweiten Weltkriegs von Österreich in die USA flieht. Die Nazis rauben ihrer Familie damals alle Besitztümer. Unter anderem auch die "Goldene Adele" von Gustav Klimt (über 100 Mio. Dollar wert), die später im österreichischen Schloss Belverdere ausgehängt wird. Ryan Reynolds spielt in dem Streifen den Anwalt Randol Schoenberg, der mit Maria Altmann (Helen Mirren) bis vor das Oberste Gericht der USA zieht, um der Kunstsammlerin das zurückzugeben, was ihr gehört. Nun startet der Film am 4. Juni in den deutschen Kinos.

Ich war noch niemals in New York

Exklusive Trailerpremiere zum Kinofilm des Erfolgsmusicals

Heike Makatsch und Moritz Bleibtreu
Der Millionen-Erfolg "Ich war noch niemals in New York" wird ab dem 24. Oktober auf den deutschen Kinoleinwänden laufen. Auf GALA sehen Sie schon jetzt exklusiv den Kinotrailer.
©Gala

Neu-Papa Reynolds erzählt uns, dass die "Die Frau in Gold" eigentlich eine kleine Romanze ist. Und dass er insgeheim noch für eine andere Frau - außer Gattin Blake Lively (!) - schwärmt.

Mit Babys können Sie ja gut umgehen, wie man im Film sieht. Schwingen da etwa die eigenen Erfahrungen mit?

Das nennt man Qualitätsschauspielerei (lacht). Nein, also, mein eigenes Baby war ja während der Dreharbeiten noch nicht da, aber quasi auf dem Weg. Ich konnte so im Vorfeld zumindest schon mal üben.

Jetzt haben Sie ja ein eigenes Kind. Wie fühlt sich das an?

Es hat viel verändert. Früher war es immer schlimm, wenn mir Eltern auf ihren Telefondisplays Kinderfotos gezeigt haben. Es waren wirklich viele, teilweise so viele, dass ich dann dachte: Okay, wie kann ich jetzt schnell der Situation entkommen? Aus welchem Fenster soll ich springen - dieses oder jenes?

Das empfinden Sie ja hoffentlich nicht mehr so.

Oh, nein. Wenn mir Leute jetzt ihre Kinderfotos zeigen, bin ich total gefangen davon, frage immer nach: Oh, was macht dein Kind? Wie geht’s ihm? Wie schläft es so? Also, ganz egal wer mir seine Baby-Bilder zeigt: Ich kriege nicht genug davon. Es ist wirklich unglaublich wie sehr sich die Dinge geändert haben. Jetzt bin ich der, der die Bilder rausholt und dem ganzen Freundekreis zeigt.

Viele Mega-Stars sind sehr offen, was die eigenen Kinder betrifft. Sie wollten nicht mal den Namen ihres Kindes verraten – bis er irgendwann doch rauskam. Was war Ihr Problem?

Ich will mein Kind schützen. Fernhalten aus den Medien. Ich glaube, wenn ich irgendwo in einem Café unterwegs gewesen wäre und mich jemand gefragt hätte, dann wäre es eine private Situation gewesen - vielleicht hätte ich’s dann gesagt. Es ist eben ein Unterschied: Ich bin ein Mensch, der in der Öffentlichkeit steht und sie ist ein Baby, das sich nicht wehren kann und eben diesen Schutz bedarf.

Was war der Grund, dass Sie die Rolle des Randol Schoenberg in die "Die Frau in Gold" annahmen?

Ich liebe die Story, ich liebe die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Geschichte. Für mich ist das Verhältnis der beiden Hauptfiguren der zentrale Punkt der Geschichte. Als ich das erste Mal das Skript las, dachte ich: Oh, es ist eine Art Liebesgeschichte zwischen Maria Altmann und Randy Schoenberg. Es ist auch ein wenig Comedy dort eingebaut. Ich liebe es einfach.

Haben Sie das echte Klimt-Portät schon mal gesehen?

Ja! Ende der 90er-Jahre war ich ein ganzes Jahr als Backpacker unterwegs und bin um die Welt gereist. Da war ich unter anderem dann auch in Wien im Schloss Belvedere und konnte das Gemälde sehen, noch bevor es dort entfernt wurde. Da hatte ich Glück.

Wie gefällt Ihnen Wien?

Ich liebe Wien, es ist eine der schönsten Städte, in der ich je gedreht habe. Ich flog nach Hause und kam zwei Wochen später mit meinem Bruder zurück. Wir fuhren mit dem Motorrad durch die Alpen, nach Deutschland, München, es war fantastisch. Wir machen jedes Jahr einen gemeinsamen Trip.

Wie war es, mit Helen Mirren zu arbeiten?

Ich glaub', ich habe mich in sie verschossen. Ich werde immer ganz rot, wenn ich sie sehe, bekomme Gänsehaut und Schweißausbrüche. Einfach furchtbar!

Soso. Was sagt denn Ihre Frau dazu?

Sie lacht darüber! Bevor ich mit Helen ins Flugzeug stieg, um zur Berlinale zu kommen, blickte sie mich an und fragte: Hast du dich so für Helen rausgeputzt? Tja, für mich bedeutet das aber leider immer nur ... (macht eine Pause) nassgeschwitzte Klamotten!

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche