Prinzessin Tatiana von Griechenland: Bei Königs zu Gast

Eine Prinzessin auf der Erbse ist die Frau von Prinz Nikolaos ganz sicher nicht. Im Gegenteil: Sie steht gern und oft in der Küche. Mit GALA sprach sie übers Kochen

Prinzessin Tatiana von Griechenland

Ein eigenes Land regiert die Prinzessin zwar nicht – in ihrer Küche jedoch ist Tatiana, 35, die unangefochtene Herrscherin. 2010 heiratete die einst Bürgerliche Prinz Nikolaos, 46, Sohn des 1973 abgedankten König Konstantin von Griechenland. Er arbeitet als Fotograf und organisiert eigene Ausstellungen. Tatiana, früher PR-Managerin bei der Mode-Ikone Diane von Fürstenberg, widmet sich heute diversen Charity-Projekten – und ihrer Leidenschaft, dem Kochen.

2013 sind Sie nach Athen gezogen. Weshalb?

Mein Mann hat sich das gewünscht, es war sein lebenslanger Traum. Ich mag den Gedanken, dass wir hierher gekommen sind, während viele Menschen das Land verlassen.

Und wie gefällt’s Ihnen?

Ich liebe es! Wir leben im Norden von Athen, es ist herrlich hier. Morgens stehe ich auf und freue mich aufs Frühstück. (lacht) Oft denke ich sogar vorm Zubettgehen schon daran, ich lasse es nie aus. Danach gehe ich mit meinem Hund Gassi, dann direkt ins Büro. Abends spaziere ich wieder mit Hund und Mann, bevor ich mich an den Herd stelle. Mein Hund heißt Rumi, wie der Dichter. Er wurde auf Patmos im Müll gefunden. Rumi gibt mir so viel Liebe, das ist wunderschön.

Neues Land, neue Sprache: Geht Ihnen Griechisch leicht über die Lippen?

Das würde ich mir wünschen. Ich spreche Englisch, Spanisch, Französisch, ein bisschen Italienisch und Deutsch und gebe mein Bestes, damit ich mich auch bald fließend auf Griechisch unterhalten kann.

Ah, das obligatorische Krönchen! Tatiana und Prinz Nikolaos 2013 bei der Hochzeit von Prinzessin Madeleine von Schweden

Was hat sich verändert, seitdem Sie Prinzessin sind?

Gar nichts. Ich habe zwar einen Prinzen geheiratet, aber mein Leben geht genauso weiter wie bisher. Und ein Krönchen trage ich nur bei Hochzeiten.

Ihr Mann hat einmal gesagt: "Ich wusste sofort, dass ich Tatiana heiraten würde." Das klingt hochromantisch.

Ja, das passierte, als er mich zum ersten Mal sah. Er war ein guter Freund meiner Brüder und wusste gar nicht, dass sie eine kleine Schwester haben. Bis ich auftauchte. Er fragte sofort: "Wer ist denn dieses bildhübsche Mädchen?" Die Jungs sagten: "Ach, das ist doch nur unsere Schwester."

Für ihr Kochbuch "Zu Gast in Griechenland" sammelte die Prinzessin mediterrane Lieblingsrezepte von Freunden wie Tatiana Casiraghi oder Diane von Fürstenberg.

Und woher wussten Sie, dass er der Richtige ist?

Ich glaube, das findet man immer erst heraus, wenn man verheiratet ist. Wir kannten uns ja schon eine zeitlang, bevor wir Hochzeit gefeiert haben, das hilft auf jeden Fall. Wir verstehen uns wunderbar, das passt einfach.

Sie kochen sehr gerne. Mit welchem Gericht machen Sie Ihren Mann glücklich?

Er mag eine gute Pasta wie meine Zucchini-Carbonara oder Kartoffelsalat mit Steak. Und er liebt die deutsche Küche. Meine Mutter stammt aus München, deshalb gibt’s bei uns öfter Sauerkraut und Würstchen.

Hat Ihre Mutter Ihnen Kochen beigebracht?

Ja. Schon als Kind habe ich mit ihr Zopf gebacken. Meine Hauptzutat bei allen Gerichten ist: viel Liebe.

Wollen Sie bald eine Familie gründen?

Wir werden sehen, was kommt. Nur Gott allein weiß das.

Wollen Sie Ihren künftigen Kindern irgendwann ebenfalls das Kochen beibringen?

Unbedingt! Beiden, Jungs und Mädchen. Für mich ist Kochen ein Weg, meine Liebe zu teilen. Und selbst wenn sie nicht gerne selbst brutzeln: Das, was ich für sie fabriziere, müssen sie auf jeden Fall essen. (lacht)

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