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Schluss mit Liebeskummer Unglücklich verliebt?! Sollen Sie es beichten?

Wer unglücklich verliebt ist steht vor schweren Entscheidungen. 
Wer unglücklich verliebt ist steht vor schweren Entscheidungen. 
© Shutterstock
Von wegen romantisch: Unglücklich verliebt zu sein, tut weh. Wir verraten, wo sich unerwiderte Gefühle besonders schnell entwickeln und in welcher Situation Sie zu ihnen stehen können. Und am Wichtigsten: Wie Sie die einseitigen Emotionen wieder los werden!

Eine unerwiderte Liebe ist ein Teenie-Problem? Selten so gelacht! Nicht nur junge Hüpfer verlieren ihr Herz an die falschen Menschen. Unglücklich verliebt ist jeder von uns mindestens einmal im Leben und manche gefühlt chronisch. Welche Konstellationen besonders kompliziert sind und wann Sie zu Ihren einseitigen Gefühlen stehen sollten, erfahren Sie hier. Außerdem verraten wir, wie Sie sich Schritt für Schritt entlieben können.

Unglücklich verliebt – am Arbeitsplatz

Sie sehen in Ihrem Kollegen oder Chef heimlich den perfekten Partner, mit dem Sie eine glückliche Zukunft planen wollen? Damit sind Sie ganz sicher nicht allein. Schließlich verbringen wir im Schnitt 40 Stunden pro Woche im Büro und mit unseren Kollegen mehr Zeit als mit Freunden oder der Familie. Das Fiese ist: Im Office können Sie dem anderen nur bedingt aus dem Weg gehen. Wenn sie zusammenarbeiten müssen, dann können Sie sich nicht plötzlich rausreden, einfach etwas anderes tun und auf Abstand gehen. Ganz im Gegenteil, durch die gemeinsame Aufgabe kommen Sie immer wieder in Versuchung, noch mehr Zeit mit Ihrem Objekt der Begierde zu verbringen. Und sind wir mal ehrlich: Obwohl eine unerwiderte Liebe weh tut, wollen wir doch immer noch mehr von ihr … 

Die große Frage, ob Sie zu Ihren Gefühlen stehen sollen, ist schnell beantwortet: Nein. Egal, ob Sie unglücklich in Ihren Chef oder Ihren Teamkollegen verliebt sind: Wenn Ihr Gegenüber nicht auch an Ihnen interessiert ist, hat es keinen Sinn, zu Ihren Gefühlen zu stehen. Im Arbeitsumfeld führt das nur zu Spannungen, die sich in Zukunft auf die Leistungen aller Beteiligten auswirken können.

Unglücklich verliebt – im Freundeskreis

Nirgendwo können sich Frauen und Männer so ungezwungen, so locker und leicht bewegen wie unter Freunden. Ihre Freunde kennen Sie sowieso seit Jahren und das in jeder nur erdenklichen Situation, hier muss sich keiner verstellen. Genau das öffnet aber auch Tür und Tor für einseitige Gefühle. Mit einem engen Freund teilen Sie Sorgen, Träume, Ängste und Sehnsüchte – da kann es nur zu leicht passieren, dass Sie Ihr Herz verschenken ohne es überhaupt zu wollen.

Sind Sie unglücklich in einen Freund verliebt, lohnt es sich allerdings im Gegensatz zur nicht erwiderten Office-Liebe schon, darüber nachzudenken, zu Ihren Gefühlen zu stehen. Denn auch wenn der andere Sie nicht liebt: Sie sind Freunde, er hat Sie zumindest platonisch also in sein Herz geschlossen. Natürlich wäre es nach einem Liebesgeständnis erst einmal komisch zwischen ihnen. Allerdings weiß Ihr Kumpel dann auch, was Sache ist, und wird einfühlsamer mit Ihren Emotionen umgehen.

Vorsichtiger in Sachen Liebesgeständnis sollten Sie allerdings sein, wenn Ihr Freund mit einer Ihrer Freundinnen in einer Beziehung ist. Egal, wie locker sie tut: Sie würde Ihre Gefühle höchstwahrscheinlich als Verrat empfinden. Wägen Sie also ganz genau ab, ob Ihre unerwiderte Liebe nicht besser eine heimliche Liebe bleiben sollte.

Unglücklich verliebt – in einen verheirateten Mann

Man könnte es zynisch als die Königsdisziplin des unglücklich Verliebtseins bezeichnen: Sein Herz an einen verheirateten Mann zu verschenken, birgt mehr Konfliktpotential als jede andere Situation. Trotzdem passiert es nun mal und niemand von uns ist dagegen immun.

Klar aber ist: Die Chance auf ein Happy End geht in diesen Fällen gegen Null. Denn selbst wenn besagte verheiratete Person todunglücklich in ihrer Ehe ist, würde das Objekt der Begierde nach einer Trennung beziehungsweise Scheidung eine ganze Weile brauchen, bis es wirklich bereit für eine neue Beziehung ist – und so viel Zeit haben Sie nicht! Behalten Sie deswegen Ihre nicht erwiderten Gefühle für sich, um Ihr Herz zu schützen. 

Unglücklich verliebt – in die beste Freundin

Egal, ob Sie hetero, bi oder lesbisch sind: Ihre beste Freundin steht Ihnen so nah wie sonst niemand – und klar, da kann es schnell passieren, dass Ihr Herz wild klopft, sobald Sie sie sehen. Freundschaft, vor allem unter Frauen, hat schließlich immer auch etwas mit Liebe zu tun.

Selbst wenn Ihnen der Gedanke erst einmal Angst bereitet: Stehen Sie zu Ihren Gefühlen und sagen Sie Ihrer Freundin, dass Sie unglücklich in sie verliebt sind. Weiß sie nämlich nichts von Ihren Gefühlen, könnte sie Ihr verändertes Verhalten – und Ihr Verhalten ihr gegenüber wird sich ändern! – falsch deuten und am Ende sogar glauben, Sie wollen nicht mehr mit ihr befreundet sein. Wenn ihre Bindung tief genug ist, übersteht sie die unglückliche Liebe mit Sicherheit. 

Raus aus dem Liebeskummer? So geht’s!

Der erste Schritt raus aus dem Liebeskummer fängt in Ihnen an: Nehmen Sie Ihre Gefühle ernst und versuchen Sie nicht, sie sich einfach auszureden. Das klappt sowieso nicht. Viel wichtiger: Machen Sie sich bewusst, was Ihnen am anderen gefällt und versuchen Sie zu verstehen, warum Sie überhaupt verliebt sind.

Im zweiten Schritt machen Sie sich klar, warum es wichtig ist, sich zu entlieben. Wollen Sie Ihre Karriere nicht gefährden? Eine Freundschaft nicht belasten? Oder einfach wieder mehr Energie für sich und Ihre Träume/Ziele haben? Machen Sie sich darüber Gedanken, woran Sie Ihre unglückliche Liebe hindert.

Ablenkung tut gut

Danach greifen all die Ratschläge, die Mama schon immer parat hatte. Lenken Sie sich ab und vor allem: Tun Sie etwas, das Sie pushed, Ihr Selbstbewusstsein stärkt und mit positiven Gedanken und Gefühlen überflutet. Ja, das kann ein guter Kinofilm sein, aber auch ein Tandem-Fallschirmsprung aus dem Flugzeug! Suchen Sie nach etwas, das Sie glücklich macht. Treffen Sie sich mit Freunden, lesen Sie ein gutes Buch, machen Sie Sport – Ablenkung hilft immer und zu jeder Zeit, das ist kein Mythos.

Trauern und Schmachten und Weinen hilft

Vergessen Sie gleichzeitig aber nicht, dass es auch in Ordnung ist, traurig zu sein. Sie waren zwar unglücklich verliebt, aber nichtsdestotrotz eben verliebt. Ihr Herz ist gebrochen und es braucht Zeit, um zu heilen. Liebeskummer gehört dazu. Wenn Sie also von Traurigkeit erfasst werden, lassen Sie sie zu. Schieben Sie sie nicht weg oder verdrängen sie, sonst übermannt sie Sie früher oder später einfach. Gönnen Sie sich ab und zu einen Abend, an dem Sie sich mit einem Glas Wein auf die Couch setzen, Balladen hören und Ihrer unerwiderten Liebe nachtrauern.

Die Zeit nach der Trauer

Denn erst, wenn Sie die Trauer durchlebt haben, sind Sie wieder bereit, Ihr Herz neu zu verschenken. Das sollte Ihr Zielpunkt sein: Wenn Sie gerade unglücklich verliebt sind, dann schalten Sie Ihr Kopfkino ein und malen Sie sich aus, in wen Sie sich als nächstes verlieben könnten. Wie soll er sein? Wie soll er heißen? Welches Parfüm soll er tragen? Das mag Ihnen am Anfang vielleicht noch kindisch vorkommen. Aber schlussendlich hilft es dabei, Ihren aktuellen Liebeskummer für eine Weile zu vergessen und Ihren Kopf und Ihr Herz mit positiven Bildern und Gefühlen zu bereichern.

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