Reisen mit Kindern: Das Tablet - der Retter in der Not?

In unserem Projekt "GALA - We Are Family" beleuchten wir das Familienleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Heute macht sich Redakteurin und Mama Kathrin Gedanken über die richtige Reiseunterhaltung fürs Kind.

Kinder werden immer häufiger mit iPads von ihrer Langeweile abgelenkt.

"Mamaaaaaaa! Maaaaamaaaaa!" Seien wir ehrlich: Für Mütter sind die kreischenden Rufe des eigenen Kindes schlimmer als Fingernägelkratzen auf einer Schultafel. Was natürlich nicht heißt, dass die geliebten Kleinen es deshalb unterlassen.

Spätestens wenn der erste Familienurlaub ansteht, werden die Nerven der Eltern endgültig auf die Probe gestellt. Sieht man mal vom möglichen Jetlag, den Einschlafproblemen im fremden Bett oder "Näää, mag ich nicht"-Katastrophen im Restaurant ab, gilt schon die Anreise als heikles Unterfangen. Was tun mit einem Kind, das Langeweile verabscheut und Energie für Drei hat?!

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©Gala

Schaut man sich in Zügen, Autos oder Fliegern um, scheint die bewährte Antwort dieser Tage "iPad" zu lauten. Immer mehr Eltern parken ihre Kinder vor dem Bildschirm, um Ruhe zu schaffen und für Entertainment zu sorgen. Nicht die schlechteste Idee, kann man nun sagen, und sicherlich auch nichts, das es gemeinhin zu verteufeln gilt.

Wenn die Buchhandlung zum Abenteuerland wird

Kinder vor dem iPad zu parken, ist hin und wieder ok

Schade ist es aber schon, wenn den Kleinen bereits im Kindergartenalter das eigene, kreative Denken abtrainiert wird. Langeweile ist wichtig, sie schult die Kreativität und Vorstellungskraft. Natürlich fällt es draußen mit ordentlich Platz oder Equipment leichter, sich selbst zu beschäftigen, doch auch auf engstem Raum gibt es genügend Alternativen zu Peppa Pig, Paw Patrol und Co.

Pädagogen fordern schließlich sogar ein generelles Fernsehverbot bis zur Einschulung. Besser: Bilderbücher, Fingerpuppen, die spielerisch auf den Urlaub vorbereiten, einfache Kartenspiele oder Puzzle, die das Kind ein wenig fordern und dennoch für Ablenkung sorgen. Ein Klassiker der Kinderbespaßung: "Ich sehe was, das du nicht siehst". 

Wenn Sie es schaffen schöne Familienrituale um eine anstrengende Anreise herum zu schaffen, werden Ihre Kinder weitaus weniger nörgeln. Zusammen einem Hörspiel zu lauschen, Kennzeichen zu raten oder aus zufällig vorbei rauschenden Landschaften eine eigene Abenteuergeschichte zu stricken, wird Kinder und Erwachsende gleichermaßen begeistern.

Stars als Leseratten

Huch, ein Buch!

Paul McCartney hat ein illustriertes Kinderbuch veröffentlicht. In "Hey Grandude!", was soviel heißt wie "Hey Opi!", erzählt der einstige Beatle Familiengeschichten - auch aus eigener Erfahrung als Opa.
Till Lindemann setzt sich mit einem ernsten und wichtigen Thema auseinander. Der "Rammstein"Frontmann liest das Buch "Letzte Wünsche: Was Sterbende hoffen, vermissen, bereuen – und was uns das über das Leben verrät" von Alexander Krützfeldt. 
Heidi Klum ist unter die Vorleser gegangen - und nicht nur das: Das süße Kinderbuch "Der kleine schwarze Wackelzahn" stammt sogar aus der Feder des Models.
"Gebucht und beschäftigt": Topmodel Kaia Gerber ist unter die Leseratten gegangen und hat sich ordentlich mit Buchstabenmaterial eingedeckt. Na, dann viel Spaß beim Schmökern!

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Schaffen Sie Rituale und fördern Sie die Kreativität

Vielleicht ist Ihr Sprössling auch ein begeisterter Bücherwurm und freut sich, wenn er am Flughafen ein neues Pixi-Buch aussuchen darf?! Den Ideen sind wenig Grenzen gesetzt - und glauben Sie mir, Ihre Mitreisenden werden es Ihnen von Herzen danken, wenn die lieben Kleinen nicht non-stop nörgeln.

Und wenn doch gar nichts anderes als das Tablet funktioniert, dann können Eltern heute immerhin auf eine Vielzahl an Lernapps zurückgreifen (z.B. Haba Digitalwerkstatt). Dabei sitzt das Kind zwar immer noch vor einem Bildschirm, regt jedoch auch ganz nebenbei die grauen Zellen an und trainiert das digitale Verständnis. 

Nur bitte tun Sie allen Eltern einen großen Gefallen: Verurteilen Sie sie nicht, wenn ihre Kinder ein iPad in der Hand haben. Wir haben alle mal schlechte Wochen, Tage und Stunden und brauchen einen kleinen Moment Ruhe. Davon, dass Kinder eine Folge Sesamstraße auf dem Tablet sehen dürfen, ist noch keine Kindheit verkorkst worden.

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