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Glücksforschung Deshalb ist psychologischer Wohlstand der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben

Lachende Frau: Deshalb ist psychologischer Wohlstand der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben
© pikselstock / Adobe Stock
Was bedeutet Wohlstand? Während die meisten dabei eher an den finanziellen Wohlstand denken, spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle – etwa psychologischer Wohlstand.

Der Frage, was wir für ein gelungenes Leben brauchen, sind schon viele kluge Menschen nachgegangen. Zufriedenheit lässt sich leider nur schwer messen. Mit quantitativen Faktoren dagegen ist das leichter – etwa den materiellen. Den Zustand, in dem wir genug haben, um relativ entspannt und sorgenfrei leben zu können, nennen wir Wohlstand. Aber der psychologische Wohlstand, also das, was wir im Inneren brauchen, sollte eine mindestens genauso große Rolle in unserem Leben spielen.

Psychologischer Wohlstand: Was genau ist das?

Ed Diener war Psychologe und Glücksforscher und hat gemeinsam mit seinem Sohn Robert Biswas-Diener ein Buch über das Thema geschrieben: "Happiness: Unlocking the Mysteries of Psychological Wealth", zu Deutsch etwa: "Glück: Die Geheimnisse des psychologischen Wohlstands entschlüsseln". Die beiden Experten definieren diese besondere Form des Wohlstands darin wie folgt: "Psychologischer Wohlstand ist die Empfindung, dass das eigene Leben gelungen ist – dass wir es auf eine lohnende, sinnstiftende, engagierte und gleichzeitig angenehme Art und Weise führen."

Wer hier genau hinhört, merkt schnell: Es sollte vor allem darum gehen, dass wir unser Leben als gelungen empfinden – und nicht darum, dass es nach externen Maßstäben als erfolgreich gilt. Für einige Personen mag ein wichtiger Job oder ein großes Haus das Maß aller Dinge sein. Andere Personen definieren ihr persönliches Glück und ihren Erfolg allerdings ganz anders und empfinden eine alternative Lebensform als sinnstiftend.

Ed Diener und sein Sohn erklären in ihrem Buch verschiedene Anzeichen für psychologischen Wohlstand. Diese fünf Aspekte sind dabei besonders entscheidend:

Die 5 Säulen des psychologischen Wohlstands

1. Sinn

Eine wichtige Frage ist: Was empfinde ich persönlich als sinnvoll? Was für einige Personen die Familie oder der besagte Erfolg im Job ist, kann für andere Menschen etwas ganz anderes sein – etwa ein persönliches Projekt oder das Entdecken neuer Länder. Hier hilft es, radikal ehrlich mit sich selbst zu sein.

2. Werte

Wie gesagt: Was jede:r Einzelne als Erfolg definiert, ist sehr subjektiv. Um psychologischen Wohlstand zu erreichen, ist es wichtig, sich die eigenen Werte immer wieder vor Augen zu führen und zu überprüfen, um dann auf Ziele hinzuarbeiten, die diesen Werten entsprechen.

3. Mindset

Wer optimistisch ist, dem:der fällt vieles leichter. Und hier geht es nicht um toxische Positivität, also krampfhaft alles Negative verdrängen zu wollen. Aber wenn wir eine wohlwollende Grundeinstellung zum Leben kultivieren, macht es uns das deutlich leichter, erfolgreich und zufrieden zu sein.

4. Soziales Netz

Auch wenn für nachhaltiges Glück viel innere Arbeit notwendig ist, brauchen wir doch ein starkes soziales Netz. Andere Menschen sind immens wichtig für uns, Zeit mit der Familie und guten Freund:innen zu verbringen, ist also immer eine lohnende Investition.

5. Job + Zeit-Management

Wir verbringen in der Regel sehr viel Zeit unseres Tages mit dem Beruf. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unsere Tätigkeit als sinnstiftend empfinden – was auch immer das für uns heißen mag. Denn wie wir unsere Zeit und Energie einsetzen, bestimmt stark, wie zufrieden wir sind. Neben dem Job können natürlich auch Hobbys und etwa Reisen eine wichtige Rolle spielen, um psychologischen Wohlstand zu erreichen.

Deshalb ist psychologischer Wohlstand so wichtig

Unsere Gesellschaft ist stark auf Performance und (materiellen) Erfolg ausgerichtet. Dabei verlieren wir schnell aus den Augen, was wirklich zählt. Denn wahrer Reichtum liegt schließlich nicht auf dem Bankkonto, sondern in unseren Erfahrungen und unserer Sicht auf die Welt. Wer das tief verinnerlicht hat, der ist schon ein ganzes Stück weiter auf dem Weg zu psychologischem Wohlstand.

Denn letztlich geht es nicht darum, einen bestimmten Punkt im Leben zu erreichen, an dem wir dann endlich zufrieden sind. Wir brauchen weder diesen einen Job noch den:die perfekte:n Partner:in, um glücklich zu sein. Psychologischer Wohlstand kommt von innen, und es geht dabei weniger um die äußeren Umstände als darum, wie wir mit ihnen umgehen.

Verwendete Quellen: "Happiness: Unlocking the Mysteries of Psychological Wealth", Ed Diener und Robert Biswas-Diener, forbes.com, gedankenwelt.de

Gala

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