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Psychologie Simple Selfcare-Strategien, die nichts kosten und viel bringen

Frau ausgeschlafen mit Blick in die Natur: Simple Selfcare-Strategien, die nichts kosten und viel bringen
© RossHelen / Shutterstock
Selfcare ist mehr als kostspielige Massagen, wenn alles mal wieder zu viel wird. Stattdessen können diese einfachen Tipps bei der Selbstfürsorge helfen – und sind noch dazu komplett gratis.

Unter dem Deckmantel der Selfcare wird heute leider sehr viel verkauft. Schaumbäder, Fast-Food-Orgien, nahezu toxisches Verhalten ("Ich antworte jetzt nicht auf diese Nachricht, weil es mir nicht guttut") – all diese Dinge kann man sich als Selbstfürsorge schönreden und trägt so leider dazu bei, dass der Begriff sehr inflationär gebraucht wird.

Wahre Selfcare fühlt sich im ersten Moment definitiv nicht mehr immer gut an, und der bequemste Weg ist sie auch selten. Stattdessen geht es darum, dass wir auch mal Dinge angehen und auf die To-do-Liste setzen, auf die wir vielleicht nicht so viel Lust haben – die uns aber langfristig glücklicher und gesünder machen.

Auf unsere Bedürfnisse zu achten, unsere Grenzen zu wahren und unseren Lebensstil (zumindest überwiegend) ausgewogen und gesund gestalten, ist wichtig – und sehr viel nachhaltiger als eine Massage zum kurzfristigen Stressabbau. Wenn Sie wirklich etwas für sich tun wollen, können Ihnen diese Selfcare-Tipps helfen. Und das Beste: Sie kosten keinen Cent.

Diese Selfcare-Tipps bringen Sie wirklich weiter

1. Ordnung ins Chaos bringen

Manchen Menschen fallen Ordnung und Struktur leicht, für andere sind sie eine Herausforderung. Egal, welcher Persönlichkeitstyp wir in dieser Hinsicht sind: Niemandem tut es gut, (dauerhaft) im Chaos zu leben. Das heißt selbstverständlich nicht, dass nicht mal ein Buch herumliegen oder der Pullover vom Vortag über der Stuhllehne hängen darf. Aber wer Wäscheberge wochenlang anhäuft oder das schmutzige Geschirr in der Spüle stapelt, tut sich damit keinen Gefallen. Denn diese Form von Prokrastination hat nichts mit Selfcare zu tun.

Stattdessen können Sie sich selbst etwas Gutes tun, indem Sie die unliebsamen Haushaltsaufgaben möglichst schnell erledigen. Denn dann fühlen Sie sich nicht nur wohler in Ihren vier Wänden, sondern haben auch mehr Zeit für Dinge, die Ihnen Spaß machen – zum Beispiel für ein Schaumbad.

2. Gesunde Morgenroutine entwickeln

Beim Thema Morgenroutine geht es nicht um toxischen Optimierungswahn, sondern darum, uns den Tagesstart so entspannt wie möglich zu gestalten. Dazu brauchen Sie nicht unbedingt jeden Morgen ein einstündiges Workout und Meal-Prep für die gesamte anstehende Woche. Vielmehr sollten Sie einfach genug Zeit einplanen, um den Tag ohne Stress zu beginnen. Denn wenn Sie dreimal den Snooze-Button drücken, gehetzt das nächstbeste Kleidungsstück überwerfen und ohne Frühstück aus der Haustür springen, nehmen Sie diese gestresste Stimmung mit in den gesamten Tag.

Was genau Sie morgens in welchem Zeitrahmen machen möchten, ist sehr individuell und bleibt in der Gestaltung letztlich Ihnen überlassen. Finden Sie heraus, was Ihnen guttut. Entspannt und inspiriert es sie, morgens ein paar Seiten zu lesen? Frühstücken Sie gern in aller Ruhe, oder tut Ihnen tatsächlich ein wenig Bewegung gut? Die Hauptsache ist, dass Sie genug Zeit für Dinge haben, die Ihnen dabei helfen, positiv und mit Achtsamkeit in den Tag zu starten.

3. Beziehungspflege und Messages beantworten

Grundsätzlich gilt natürlich: Nicht jede Nachricht erfordert eine Antwort innerhalb weniger Sekunden – egal ob beruflich oder privat. Aber um erfolgreiche Beziehungen zu kultivieren, brauchen wir Wertschätzung und gute Kommunikation. Und dazu gehört es auch, WhatsApp, SMS oder E-Mails innerhalb eines vernünftigen zeitlichen Rahmens zu beantworten. Wie genau der aussieht, hängt natürlich davon ab, worum es in der Konversation geht und wer Ihr:e Gesprächspartner:in ist.

Es gibt Zeiten, in denen uns alles zu viel wird und zwischenmenschliche Kommunikation wie ein weiterer Stressfaktor scheint. Dafür haben sicher die meisten Menschen Verständnis. Aber zur Selfcare gehört auch die Pflege von Beziehungen – denn ohne ein sicheres soziales Netz wird es langfristig schwierig. Außerdem kann es ein sehr befriedigendes Gefühl sein, alle Nachrichten beantwortet zu haben, anstatt die roten Notifications auf dem Smartphone-Bildschirm wie ein Damokles-Schwer über uns schweben zu haben.

Verwendete Quelle: healthline.com

Gala

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