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Negativspirale überwinden 4 Tipps für positive Gedanken und ein starkes Mindset

Glückliche Frau auf dem Fahrrad: 4 Tipps für positive Gedanken und ein starkes Mindset
© Soloviova Liudmyla / Shutterstock
Viele Menschen kennen negative Gedankenspiralen und wissen, wie schwierig es sein kann, dort wieder herauszufinden. Mit diesen fünf Tipps schaffen Sie es, positiver zu denken und nachhaltig an Ihrem Mindset zu arbeiten.

In diesen Zeiten haben viele von uns psychisch mit den aktuellen Ereignissen zu kämpfen – sei es die nicht enden wollende Pandemie oder der Krieg mit all seinen Bedrohungen. Bei anderen beherrschen ganz persönliche Themen die Gedanken und machen es ihnen schwer, optimistisch zu bleiben und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

Positiv zu denken, können wir lernen. Diese Tipps können es Ihnen erleichtern, an Ihrem Mindset zu arbeiten und es so auch in herausfordernden Zeiten zu schaffen, sich nicht im Karussell der negativen Gedanken zu verlieren. (Das gilt selbstverständlich nicht für Menschen mit ernsthaften psychischen Erkrankungen, beispielsweise Depressionen. In diesem Fall sollten Sie mit Ihrer Ärztin:Ihrem Arzt über passende Behandlungsmöglichkeiten sprechen.)

4 Tipps, um ein gesundes Mindset und positive Gedanken zu kultivieren

1. Identifizieren Sie die negativen Gedanken

Bevor wir negative Glaubenssätze und Gedanken ändern können, müssen wir uns ihrer zunächst einmal bewusst werden. Hören Sie also genau hin, was Ihr Kopf Ihnen erzählt. Macht Ihr innerer Kritiker Sie ständig klein? Durchleben Sie in Gedanken immer und immer wieder schwierige Situationen aus der Vergangenheit? Oder gehen Sie stets vom Schlimmsten aus und malen sich negative Zukunftsszenarien aus, die noch nicht mal eingetreten sind und es vermutlich auch nicht tun werden?

Vielleicht hilft es Ihnen, solche Gedankengänge aufzuschreiben, sobald sie aufkommen. So können Sie sich immer wieder vor Augen führen, wie unnötig schwer Sie es sich selbst machen.

2. Nehmen Sie die Gedanken an

Ganz wichtig: die radikale Akzeptanz des Ist-Zustands – inklusiver aller Gedanken. Oft wollen wir alles Negative gerne direkt loswerden und versuchen mit aller Macht, es wegzudrücken. Das funktioniert in der Regel nicht. Denn wir müssen negative Gefühle genau wie Misserfolge und destruktive Gedanken erst mal vollständig annehmen, bevor wir sie ziehen lassen können.

Das können Sie sehr gut in der Meditation üben. Die klassische Achtsamkeits-Meditation lehrt uns nämlich genau das: Wir lernen, alles genau so anzunehmen, wie es in diesem Moment ist. Dabei schaffen wir es im Idealfall irgendwann, unsere Gedanken nicht mehr als die ultimative Wahrheit zu sehen, sondern als etwas, das unser Kopf produziert – und zwar basierend darauf, womit wir ihn füttern. Das haben wir letztlich also selbst in der Hand.

3. Verändern Sie Ihre Perspektive

Als Nächstes können wir an unserem Blickwinkel arbeiten. Sobald uns ein negativer Gedanke begegnet, nehmen wir ihn wahr und versuchen, ihn in einen positiven umzuwandeln. Zum Beispiel könnten wir statt: "Mist, das Gespräch mit dem Kunden hab' ich total vergeigt" etwas denken wie: "Dieses Gespräch ist nicht gut gelaufen. Aber nun weiß ich, worauf ich besonders achten muss, und kann es nächstes Mal hoffentlich besser machen."

Das braucht natürlich Übung und ist gerade anfangs sehr herausfordernd. Aber wenn wir immer wieder daran arbeiten, nicht nur das Schlechte, sondern auch die Chancen zu sehen, die sich uns tagtäglich eröffnen, können wir diese Art des positiven Denkens trainieren – genau wie einen Muskel. Mit der Zeit wird es uns leichter fallen. Die regelmäßige Wiederholung ist der Knackpunkt – wir müssen es uns zur Gewohnheit machen und uns immer wieder daran erinnern, nicht gleich in negative Denkmuster zu verfallen.

4. Üben Sie Dankbarkeit

Um das positive Denken ganz konkret zu üben, ist Dankbarkeit ein hervorragendes Tool. Dazu können Sie zum Beispiel ein Dankbarkeitstagebuch führen, in dem Sie alles sammeln, für das Sie gerade dankbar sind. Vielleicht reicht es Ihnen aber auch schon, sich diese Aspekte zu einem festen Zeitpunkt am Tag – etwa abends vor dem Einschlafen – ins Gedächtnis zu rufen. Denn gerade in schwierigen Phasen ist Dankbarkeit wichtig, um nicht aus den Augen zu verlieren, was wir alles haben.

Zugegeben: Für jemanden, der gerade im Krieg lebt oder eine schwere Lebenskrise wie einen Verlust durchmacht, ist das vermutlich wenig hilfreich. Aber wenn es uns grundsätzlich gut geht, wir alles haben, was wir zum Leben brauchen, etwa ein schönes Heim, genug zu essen, vielleicht eine glückliche Partnerschaft, Kinder oder Haustiere und einen Job – dann kann es uns sehr helfen, den Fokus auf diese Dinge zu richten, anstatt uns auf die Bereiche zu konzentrieren, die gerade nicht so gut laufen.

Mit diesen Schritten können Sie ein offenes, starkes Mindset und positives Denken kultivieren, in dem negative Gedanken natürlich aufkommen dürfen, aber eben nicht die Hauptrolle spielen. Bis wir das wirklich verinnerlicht haben und nicht sofort wieder in alte Muster zurückfallen, dauert es vermutlich etwas. Aber es lohnt sich, denn so können wir die großen und kleinen Wellen des Lebens reiten, ohne uns von ihnen davontragen zu lassen.

Verwendete Quellen: healthline.com, yogaeasy.de

mbl Gala

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