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Partnerschaft In diesem Jahr scheitern laut Statistik die meisten Beziehungen (auch bei den Stars)

Partnerschaft: Ein Paar auf einer Bank
© Motortion Films / Shutterstock
Dass Paare Goldene Hochzeit feiern, ist eher selten – und das gilt auch beziehungsweise gerade für Promis. In welchem Beziehungsjahr statistisch gesehen die meisten Trennungen stattfinden, lesen Sie hier.

73 Jahre waren Queen Elizabeth und Prinz Philip miteinander verheiratet – und was sie trennte, war schließlich der Tod des Prinzen. Eine so lange Beziehung zu führen, ist eher ungewöhnlich. Selbst wenn Menschen alt genug werden, kommt es bei vielen Paaren vorher zum Bruch. Gerade in prominenten Kreisen, die Adelswelt einmal ausgenommen, scheinen Partnerschaften tendenziell kurzfristige Verbindungen zu sein (besonders zwischen Reality-TV-Sternchen). Doch welches Beziehungsjahr ist statistisch gesehen eigentlich das gefährlichste? Wie lange probieren es die meisten Paare miteinander, ehe sie wieder getrennte Wege gehen?

Das sind die gefährlichsten Beziehungsjahre laut Statistik

Dieser Frage ging unter anderem der amerikanische Soziologe Michael Rosenfeld nach. Über mehrere Jahre begleitete der Stanford-University-Professor für seine Studie "Wie Paare zusammen kommen und bleiben" ("How couples meet and stay together") mehr als 3.000 Pärchen und holte von ihnen regelmäßig ein Update über ihren Beziehungsstatus ein. Aufgrund der Daten errechnete er, in welchem Beziehungsjahr das höchste Trennungsrisiko besteht. Dabei stellte sich heraus: Das gefährlichste und kritischste Jahr in der Partnerschaft ist tatsächlich das erste. 

60 Prozent der Beziehungen, die Rosenfeld in seiner Stichprobe beobachtete, zerbrachen noch vor dem ersten Jahrestag – trotz Verliebtheit, Schmetterlingen im Bauch und rosaroter Brille. Danach nimmt laut der Stanford-Studie die Trennungswahrscheinlichkeit drastisch ab: Bei unverheirateten Paaren jedes Jahr um 10 Prozent, allerdings nur bis zum fünften, von da da an sinkt das Risiko plötzlich deutlich langsamer. Im sprichwörtlichen verflixten siebten Jahr verzeichnete der Soziologe keinen Knick in der Kurve. Wenn man einem Jahr außer dem ersten den schwarzen Peter zuschieben wollte, dann dem fünften – schließlich kommt vor allem da der Sturzflug der Trennungsquote ins Stocken.

Für das "verflixte fünfte Jahr" spricht auch noch eine andere Statistik: Laut statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2017 am häufigsten Ehepaare geschieden, die es zuvor (nach der Hochzeit) fünf Jahre lang zusammen ausgehalten hatten. Brad Pitt und Jennifer Aniston waren übrigens ebenfalls fünf Jahre verheiratet, ehe sie uns mit ihrer Trennung das Herz gebrochen haben.

Ab wann ist man safe?

Doch wie lange muss man denn nun in der Partnerschaft "durchhalten"? Ab wann ist man sicher? Laut der Rosenfeld-Erhebung ehrlich gesagt nie so richtig – besonders dann nicht, wenn man auf den Ring am Finger verzichtet: So lag demnach die Wahrscheinlichkeit, dass sie beschließen, getrennte Wege zu gehen, bei unverheirateten Hetero-Paaren nach 15 gemeinsamen Jahren noch bei 12 Prozent (bei homosexuellen nur bei fünf). Und: Nach 25 Jahren stieg sogar das Risiko für eine Trennung bei nicht verheirateten Partnern wieder an.  

Ehepaare brauchen sich Rosenfeld zufolge zwar im Schnitt deutlich weniger Sorgen zu machen (Trennungsquote laut seiner Erhebung nach 20 Jahren bei unter einem Prozent), doch auch sie sollten sich nie zu sicher sein: Jede sechste Scheidung, so unser statistisches Bundesamt, geschieht nach 25 Ehejahren oder mehr.

Ach herrje, wie kompliziert! Kein Wunder, dass sich das einfache "verflixte Siebte" besser in den Köpfen festsetzt ... aber was lernen wir denn nun aus alldem? Das wiederum ist ganz einfach: Weniger auf den Kalender achten – und dafür mehr auf das Gefühl!

Verwendete Quellen: "How Couples Meet and Stay Together", data.stanford.edu, destatis.de

sus Gala

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