Liebeskummer: So heilt ein gebrochenes Herz

Liebeskummer ist eines der schlimmsten Gefühle überhaupt und fast jeder hat schon einmal unter dem fiesen Trennungsschmerz gelitten. Warum Liebeskummer ganz normal ist, in welchen Phasen er abläuft und warum er auch etwas Gutes hat, erfahren Sie hier.

Liebeskummer kann weh tun. 

Die Liebe gehört unumstritten zu den schönsten Gefühlen, die wir erleben. Aber leider gibt es wie bei so vielen Dingen im Leben auch hier eine Kehrseite der Medaille: eine unerwiderte Liebe, Beziehungsprobleme oder eine Trennung können sehr schmerzhaft sein. Diesen Liebeskummer, der im Volksmund auch so treffend als "gebrochenes Herz" bezeichnet wird, erlebt fast jeder von uns mindestens einmal im Leben. Den Herzschmerz loszuwerden und sich aus dieser Phase zu befreien, ist gar nicht so einfach. Manche Menschen tun sich dabei schwerer als andere.

Liebeskummer schmerzt in jedem Alter

Jennifer Aniston - frisch getrennt und auf der Suche nach neuem Glück als Single 

Jennifer Aniston nach Justin Theroux

So kämpft sie gegen den Liebeskummer

Die Symptome des Kummers prägen sich bei jedem anders aus und auch ihre Dauer hängt individuell von der leidenden Person ab. Es lässt sich pauschal nicht sagen, dass der Schmerz von der Länge der Beziehung abhängt. So kann ein Liebes-Aus nach 25 Jahren Partnerschaft ebenso schmerzen wie eine unerwiderte Liebe. Liebeskummer ist nicht nur ein romantisch verklärtes Gefühl, das typischerweise im Teenager-Alter auftritt, sondern ein ernstzunehmendes Problem, das junge Menschen ebenso wie alte treffen kann.

Liebeskummer – eine anerkannte Krankheit

Zu den klassischen Symptomen gehören Trauer, Wut und Verzweiflung. Die Betroffenen fühlen sich zurückgewiesen und vernachlässigt und können sich keine Zukunft ohne die geliebte Person vorstellen. Doch Liebeskummer kann sich nicht nur psychisch durch extremes Gefühlschaos äußern, sondern hat auch körperliche Auswirkungen. Nicht umsonst ist Liebeskummer eine anerkannte Krankheit mit der medizinischen Bezeichnung "Morbus amoritalis".

Neben den ganz normalen psychischen Symptomen wie der Trauer kann der Körper auch mit physischen Beschwerden wie Schlaf- und Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen reagieren. Dauert dieser Zustand zu lange an, kann sich aus dem Liebeskummer eine starke Depression entwickeln. Im schlimmsten Falle kommt es bei Betroffenen sogar zu Suizidgedanken. In diesem Fall sollte man sich schnellstens professionelle Hilfe suchen. 

Die 5 Phasen der Verarbeitung

Eines der bekanntesten Modelle, nach denen Trauer typischerweise ablaufen soll, ist das Fünf-Phasen-Modell der Psychiaterin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Dieses wurde ursprünglich von ihr entwickelt, um die Sterbephasen eines Menschen vor seinem Tod zu beschreiben, gilt aber mittlerweile als Modell des allgemeinen Umgangs mit Abschieds- und Trauersituationen. Die Phasen müssen nicht immer nach dem Schema ablaufen, sie können auch in einer anderen Reihenfolge auftreten oder ineinander übergehen.

1. Verleugnung

Die Verleugnung, das Nicht-wahr-haben-wollen, ist die erste Phase des Modells. Wir sind schockiert und können es einfach nicht glauben, dass unsere Beziehung vorbei sein soll. Überall finden wir Hinweise, dass es vielleicht doch noch Hoffnung gibt. Was in dieser Phase der Verleugnung hilft: mit Freunden über den Liebeskummer und die neue Situation sprechen, um sie greifbar und besser verständlich zu machen. Das bildet die Grundlage für eine spätere Verarbeitung.

2. Wut

Auf die Schockstarre folgt der große emotionale Ausbruch. Die Trennung lässt sich nicht länger leugnen und der Schmerz übermannt uns. Oftmals sind wir nun wütend auf den Ex-Partner bzw. die Ex-Partnerin, auf Gott und die Welt und auf uns selbst. Selbstzweifel sind in dieser Phase typisch, man kann sich kein Leben ohne den Verflossenen vorstellen. Vermeiden sollte man in dieser Phase, dem Drang nachzugehen, hasserfüllte E-Mails zu verschicken oder böse Kommentare auf Instagram zu posten.

3. Verhandeln

Die Phase des Verhandelns erinnert an die erste Phase der Verleugnung. Wir haben die Hoffnung doch noch nicht aufgegeben und setzen alles daran, das Unausweichliche zu vermeiden, zum Beispiel durch Versprechungen und Drohungen, um die Beziehung noch zu retten.

4. Depression

All unsere Bemühungen haben nichts geholfen, die Beziehung ist ein für allemal vorbei. Wir werden überwältigt von unendlicher Trauer und glauben nicht, diesen Verlust jemals überwinden zu können. Zur Sehnsucht nach dem/der Ex kann jetzt noch Eifersucht hinzukommen, wenn er/sie bereits einen neuen Partner hat. Was in der Phase der Wut hilft: sich mittels Hobbys, Arbeit, Freunden und Familie auf andere Gedanken bringen. Auch wenn man vielleicht keine Lust auf andere Menschen hat, sollte man in dieser Phase den inneren Schweinehund überwinden, sich ablenken und den Kontakt zu seinen Mitmenschen suchen. Außerdem sollte man alles aus der Wohnung verbannen, was einen an die gescheiterte Liebe erinnert.

Normalerweise überwinden die Trauernden ihren Herzschmerz nach einer gewissen Zeit von allein, nicht umsonst heißt es "Die Zeit heilt alle Wunden." Doch einige Betroffene schaffen es nicht, allein aus dieser Phase herauszufinden. Hält der Liebeskummer zu lange an und wird zu einer handfesten Depression, sollte man sich Tipps bei einer professionellen Beratung einholen. In der Psychologie wird Liebeskummer als "Anpassungsstörung" definiert, die als therapiedürftig gilt, wenn sie länger als zwei Jahre anhält.

5. Akzeptanz

Die letzte Phase der Akzeptanz ist ein gradueller Prozess. Wir haben die Trennung akzeptiert, auch wenn meist eine gewisse Trauer, eine Narbe, bleiben wird. Doch wir nehmen die Veränderung an und schließen früher oder später mit der Vergangenheit ab – und können wieder positiv in die Zukunft blicken. Diese Zeit ist auch eine Phase der Neuorientierung, in der man vielleicht neuen Interessen nachgeht, eine Reise macht und andere Menschen kennenlernt. 

Star-Paare

Verliebt, verlobt, vergessen

Kurz nach der Trennung von Britney Spears 2002 waren Alyssa Milano und Justin Timberlake kurzzeitig ein Paar. Alyssa sei sein großer Schwarm gewesen, gehalten hat die Beziehung dennoch nicht. Beide sind heute glücklich verheiratet. Was Justins Frau Jessica Biel wohl davon hält, dass Alyssa dieses Throwback-Bild jetzt postet?
Star Paare: Macaulay Culkin und Mila Kunis
Jasmin Wagner und Lucas Cordalis  Pop-Sängerin "Blümchen" hat gegenüber der BILD verraten, dass sie von Lucas Cordalis "gepflückt" wurde und wie schön der Sex war. Vier Jahre lang waren die Musiker ein Paar.
Yvonne Catterfeld und Wayne Carpendale   Hätten Sie dieses Pärchen noch auf dem Schirm gehabt? Yvonne Catterfeld und Wayne Carpendale sind zwischen 2004 und 2007 ganze drei Jahre liiert. 2007 folgt dann die Trennung des Traumpaares. Nur kurze Zeit später ist der Sohn des Schmusesängers Howard Carpendale neu liiert mit der Moderatorin Annemarie Carpendale. Auch Yvonne Catterfeld ist wieder neu vergeben mit dem Schauspieler Oliver Wnuk. 

71

Liebeskummer hat auch etwas Gutes

Verlassen zu werden, ist in dem Moment zwar zunächst eine emotionale Katastrophe für den Betroffenen, dennoch hat der Liebeskummer auch etwas Gutes. Tatsächlich handelt es sich um eine Phase im Leben eines Menschen, in der extrem viel Potenzial für Weiterentwicklungen steckt. Durch eine Trennung wird man gezwungen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. In solchen Extremsituationen lernt man sich und seine Wünsche und Bedürfnisse besonders gut kennen. Man durchläuft einen wahren Reifungsprozess, der oftmals eine positive Entwicklung in Gang setzt und im Nachhinein von den meisten Menschen positiv bewertet wird.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche