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Ist er der Richtige? 10 Fragen für mehr Klarheit

Ist er der Richtige: Lächelndes Pärchen
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Ist er der Richtige oder sollten Sie die Beziehung überdenken? GALA verrät, welche Fragen Sie sich stellen sollten, um eine Antwort zu finden.

1. Können Sie miteinander streiten?

In Beziehungen geht es nicht immer nur um Seifenblasen und Schmetterlinge. Jedes Paar streitet sich hin und wieder. Und das ist nicht unbedingt ein schlechtes Anzeichen: Manchmal können Streitigkeiten auch sehr befreiend sein und dafür sorgen, dass sich die Beziehung vertieft.

Es gibt allerdings ein gewisses Streitverhalten, das als Vorbote von einem möglichen Beziehungsende angesehen wird. Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 erhöhen folgende Verhaltensweisen die Chance auf eine Trennung

  • konstante Kritik: Es gibt immer etwas zu nörgeln
  • ein sehr defensives Verhalten: Jede Form von Kritik abwehren
  • Geringschätzung: Den Partner in seiner Person abwerten

Wissenschaftler bezeichnen ein solches Auftreten als destruktives Konfliktverhalten. Es verhindert die Klärung des Streits und sorgt dafür, dass sich beide Parteien emotional distanzieren. Ein echter Beziehungskiller! Kommt das häufig vor, passen beide Partner nicht optimal zusammen. 

Um herauszufinden, ob der richtige Mann an Ihrer Seite ist, sollten Sie also einen Blick auf ihr typisches Streitverhalten werfen.

2. Haben Sie die gleichen Ziele?

Ist er der Richtige? Gegensätze ziehen sich vielleicht an, aber Gemeinsamkeiten schweißen zusammen. Vor allem, wenn es um die Zukunftsplanung geht. Kinder, Reisen oder ein eigenes Haus bauen: Was möchten Sie noch gerne erreichen in den nächsten Jahren? Wir alle haben den einen oder anderen Wunsch, den wir uns unbedingt erfüllen möchten.

Mit einem Mann an der Seite, der ähnliche Ziele verfolgt, erreichen wir unsere Träume schneller. Können Sie sich eine Zukunft mit ihm vorstellen? Falls ja, ist das ein sehr gutes Anzeichen für den richtigen Partner. Natürlich muss man nicht in jeder Hinsicht genau das Gleiche wollen – aber die Richtung sollte stimmen. Sonst drohen zahlreiche Meinungsverschiedenheiten, die im Liebeskummer enden können.

3. Ist er der Richtige: Brauchen Sie gleich viel Nähe?

Manche Menschen brauchen mehr Freiheit in der Beziehung und müssen den Partner nicht unbedingt jeden Tag sehen. Andere möchten am liebsten jede Sekunde mit dem Liebsten verbringen. Schwierig wird's, wenn das Nähe-Bedürfnis nicht optimal zusammenpasst. Dann können Konflikte entstehen.

Wichtig dabei: Hier gibt es kein Richtig und kein Falsch. Wie viel Nähe wir brauchen, hängt viel mit unserem individuellen Bindungsmuster zusammen, das wir in der Kindheit ausgebildet haben. Wissenschaftler unterscheiden vier Bindungstypen, die ursprünglich vom Psychologen John Bowlby aufgestellt worden sind:

  • Unsicher-ambivalenter Bindungstyp: Personen mit diesem Bindungsmuster brauchen viel Nähe und Zweisamkeit vom Partner. Zieht sich der Partner zurück, werden sie schnell unsicher.
  • Unsicher-vermeidender Bindungstyp: Zählen Sie zu diesem Typus, brauchen Sie vor allem viel Zeit für sich. Freiheit in der Beziehung ist Ihnen besonders wichtig. Sie fühlen sich schnell eingeengt und haben Angst, von anderen vereinnahmt zu werden.
  • Sicherer Bindungstyp: Dieses Bindungsmuster wird als optimal angesehen. Ein typisches Anzeichen für den sicheren Bindungstyp ist seine emotionale Beständigkeit. Sie können sowohl mit Nähe als auch mit gelegentlicher Distanz Ihres Partners gut umgehen und fühlen sich selten verunsichert.
  • Desorganisierter Bindungstyp: Wer zu dieser Kategorie gehört, braucht manchmal viel Nähe, manchmal aber auch mehr Distanz vom Partner. 

Zu welchem Bindungstyp würden Sie sich zählen? Wo ordnen Sie Ihren Partner ein? Gleiche Bindungstypen haben es einfacher, da sie ähnliche Bedürfnisse haben. Trifft jemand der viel Nähe braucht (unsicher-ambivalente Bindungstyp) auf jemanden, der viel Freiheit braucht (unsicher-vermeidender Bindungstyp), können Missverständnisse entstehen. Hier ist das Nähe-Bedürfnis sehr unterschiedlich, wodurch Beziehungsprobleme aufkommen können. Mit viel Verständnis kann das Zusammenleben aber trotzdem gelingen!

4. Können Sie zusammen schweigen?

Lachen, reden, zuhören: Das alles ist für eine funktionierende Partnerschaft unerlässlich. Aber wie heißt es so schön? Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

Eine tiefe Verbundenheit spürt man meistens dann, wenn man zusammen schweigen kann. Wird es nach 20 Minuten nicht unangenehm, wenn keiner von beiden den Entertainer spielt, ist das ein gutes Anzeichen für den Richtigen!

5. Macht er Ihr Leben einfacher?

Manchmal verlieren wir uns so sehr in einer Beziehung, dass wir uns nicht mehr fragen, ob sie uns wirklich guttut. Der eigene Partner ist zwar nicht einzig und allein für unser Glück verantwortlich ­– darum sollten wir uns selbst kümmern. Andererseits sollte er unserem Glück auch nicht im Weg stehen!

Der Richtige unterstützt Sie dabei, Ihren Zielen näher zu kommen, eigene Probleme zu lösen und schenkt Ihnen Kraft und Energie. Mr. Right macht das Leben leichter, nicht komplizierter.

6. Ist er der Richtige: Kommunizieren Sie ähnlich?

Der Ton macht die Musik! Sind Sie jemand, der offene direkte Ansprachen braucht, er zieht sich aber gerne zurück und rückt nicht so recht mit der Sprache heraus? Das könnte auf Dauer schwierig in der Beziehung werden.

Manche von uns brauchen eine sehr direkte Kommunikation in der Beziehung, in der sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen können. Andere fühlen sich davon eher vor den Kopf gestoßen. Sie müssen nicht unbedingt genau wie Ihr Partner kommunizieren – wichtig ist bloß, dass Sie mit seiner Kommunikationsart zurechtkommen. 

7. Haben Sie ähnliche Ansichten über Finanzen?

Ist er der Richtige? Forscher machten im Jahr 2012 im Rahmen einer Erhebung eine interessante Entdeckung: Paare, die sich am Anfang der Beziehung oft wegen Geld stritten, reichten nach der Hochzeit häufiger die Scheidung ein. Das bedeutet: Eine spätere Trennung ist wahrscheinlich, wenn Sie mit dem Partner häufig wegen den Finanzen aneinander geraten.

Fragen Sie sich doch mal, wie Ihr Mr. Right über Geld denkt. Ist er jemand, der Schulden auf die leichte Schulter nimmt, während Sie dabei kaum noch schlafen können? Sind Sie selbst ein absoluter Sparfuchs, während er eher verschwenderisch lebt? Geld spielt zwar keine Rolle in der Liebe, für die Lebensplanung allerdings schon. Wenn Partner sehr unterschiedliche Vorstellungen über Finanzen haben, ist Stress vorprogrammiert.

8. Investieren beide in die Beziehung?

Sie geben nicht nur, Sie bekommen auch etwas zurück! Liebe ist kein Tauschgeschäft, aber dennoch sollte das Verhältnis zwischen Geben und Nehmen ausgeglichen sein. Das verheißt eine positive Zukunft der Beziehung, in der beide Partner nicht zu kurz kommen.

Hier finden Sie heraus, ob eine einseitige toxische Beziehung vorliegt.

9. Haben Sie alle Dating-Apps gelöscht?

Tschüss, Tinder! Wenn Sie den Richtigen gefunden haben, sollte das Interesse an anderen Männern automatisch sinken. Ertappen Sie sich allerdings immer wieder bei der Frage, ob es nicht doch noch passendere Kandidaten gibt, ist das kein gutes Zeichen. Eventuell fehlen Ihnen dann wichtige Merkmale innerhalb der Verbindung, die Sie auf Dauer unglücklich machen könnten.

Aber nicht vergessen: Es gibt niemanden, der 100 Prozent perfekt ist. Behalten Sie deshalb stets die für Sie wichtigsten Eigenschaften im Blick, die ein Mann unbedingt mitbringen sollte. Bei dem Rest sind Abweichungen eventuell doch erlaubt.

10. Ist der der Richtige: Wie glücklich sind Sie in der Beziehung?

Wenn Sie an die bisherige gemeinsame Zeit zurückdenken: Waren Sie glücklich und zufrieden oder hat immer wieder etwas gefehlt? Eins ist sicher: Sie haben Mr. Right gefunden, wenn Sie sich nicht vorstellen können, mit einem anderen Mann glücklicher zu sein.

Ist er der Richtige? Durch diese sieben Fragen können Sie diese Frage hoffentlich klarer beantworten. Hören Sie im Zweifel auf Ihr Bauchgefühl – es hat meistens Recht!


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