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Mädchenname behalten oder ablegen? Promis über die Entscheidung, wie sie nach der Hochzeit heißen wollen

Jana Schölermann und Sila Sahin-Radlinger.
Jana Schölermann und Sila Sahin-Radlinger.
© Getty Images
Mit der Hochzeit verändert sich das Leben in vielerlei Hinsicht. Die größte Veränderung ist für die meisten Frauen wohl, dass sie sich von ihrem Mädchennamen trennen und den des Partners annehmen. GALA hat mit Promi-Damen über die persönliche Entscheidung gesprochen: ablegen oder behalten?

Der Mädchenname ist Teil der Identität: Junge Frauen unterschreiben ihren Führerschein mit diesem Namen, die Bachelorarbeit und den ersten Arbeitsvertrag. Dennoch legen viele ihren Mädchennamen mit der Eheschließung ab. GALA hat mit Sila Sahin-Radlinger, 33, und Jana Schölermann, 32, über die sehr persönliche Frage gesprochen, die eine Hochzeit mitbringt: Wie nennen wir uns jetzt? 

Sila Sahin wollte den Nachnamen ihres Vaters weitertragen

2016 hat Schauspielerin Sila Sahin dem Fußballer Samuel Radlinger, 27, das Jawort gegeben. Vor der Hochzeit hat sich das Paar viele Gedanken gemacht. "Mit meinem Mädchennamen verbinde ich die Familie meines Vaters. Weil ich sein einziges Kind bin, war klar, dass ich diesen Familiennamen weitertragen möchte", erzählt sie GALA. Die Wahl fiel letztlich auf einen gemeinsamen Doppelnamen. Nach deutschem Recht ist das allerdings bisher nicht möglich, denn es kann nur eine Person den Doppelnamen tragen, während die andere Person ihren Namen behält. Meist ist es die Frau, die den Nachnamen des Mannes mit ihrem Mädchennamen verknüpft. 
In Samuels Heimat Österreich sieht es anders aus: Hier ist ein gemeinsamer Doppelname möglich, weshalb auch er nun Sahin-Radlinger heißt.

Die Familie als Einheit

"Es war uns außerdem wichtig, dass auch unsere Kinder beide Namen tragen dürfen", erklärt die mittlerweile zweifache Mutter weiter. Ein Familienname symbolisiere schließlich auch Zusammengehörigkeit. Mit dem gemeinsamen Doppelnamen als Lösung sei sie heute sehr zufrieden: "Ich finde es schön, dass ein türkischer und ein österreichischer Name zusammenkommen. Ich bin ja immer für multikulti und so spiegelt sich das auch im Nachnamen wieder." 

In Deutschland bleibt der Familienname Männersache

Die Gesellschaft für Deutsche Sprache verglich die Daten von Standesämtern aus den Jahren 1976 und 2016. Die Gegenüberstellung zeigt eine langsame Veränderung: Vor 40 Jahren wählten Paare noch in 98 Prozent der Eheschließungen den Namen des Mannes. Heute entscheiden sich immerhin sechs Prozent für den Namen der Frau, etwa doppelt so häufig behalten beide Partner ihren Namen. Ein Doppelname wird in acht Prozent der Fälle eingetragen. Am beliebtesten scheint aber stets die traditionelle Variante, denn 76 Prozent der Frauen nehmen bei der Hochzeit noch immer den Namen des Mannes an.

Jana Julie Kilka hatte nie eine extreme Verbindung zu ihrem Mädchennamen

So hat sich auch Jana Julie Kilka entschieden zu Jana Schölermann zu werden. Erst im September feierte sie mit Moderator Thore Schölermann, 35, eine Almhochzeit. "Mit meinem Mädchennamen verbinde ich mein ganzes bisheriges Leben: Kindheit, Schule und meine Anfänge im Fernsehen", sagt Jana im GALA-Gespräch. Da sie allerdings ein Scheidungskind ist, halte sich die Nostalgie für ihren Nachnamen in Grenzen. Dahingegen hänge sie sehr am Zweitnamen Julie, aber: "Da der meist falsch ausgesprochen wird und Jana Julie Schölermann viel zu lang wäre, habe ich mich auch davon getrennt."

"Ich werde nicht mehr für die Affäre gehalten"

Zudem war dem Paar klar: "Wir wollten auf keinen Fall einen Doppelnamen. Ganz nach dem Motto: Wennschon, dennschon." Jana betont außerdem, dass ein gemeinsamer Nachname einfach praktisch sei. "Beim Einchecken ins Hotel sind direkt die Fronten geklärt und ich werde nicht mehr für die Affäre gehalten", sagt sie und lacht. 

Ein neuer Name ist Gewöhnungssache

Beide Frauen geben auch zu, dass sie sich erst an die neuen Namen gewöhnen mussten. "Wenn ich Jana Schölermann irgendwo lese, denke ich immer noch: Wer ist das? Thores Cousine?", sagt die Moderatorin schmunzelnd. Und auch Sila erwischt sich drei Jahre nach der Hochzeit dabei, dass sie nur mit Sahin unterschreibt. "Bei richtig wichtigen Sachen reiße ich mich dann zusammen und weiß, dass da noch Radlinger dazugehört", sagt die humorvolle Schauspielerin.

Verwendete Quellen: österreich.gv.at, GfdS (Gesellschaft für Deutsche Sprache), eigene Interviews

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