Familien-Kolumne: Wie mein Kind meine Ernährung umstellte

In unserem Projekt "GALA - We Are Family" beleuchten wir das Familienleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Heute schreibt Redakteurin und Mama Kathrin über eine unfreiwillige Ernährungsumstellung, die alle glücklich macht.

Man muss nicht gleich seine ganze Ernährung umstellen, schon Kleinigkeiten können große Wirkung zeigen.

Sie kennen das: Bikini-Body hier, Weihnachtsschlemmerei da - und zwischendrin immer wieder gute Vorsätze, gesünder und ausgewogener zu essen. In meinem Leben gab es ganz genau einen Anlass, an dem ich beschloss, gesünder zu leben: die Geburt meines Sohnes.

Denn wer Woche für Woche vor einem Drogerieregal voller Milchpulver, Babybrei und den ach so geliebten Quetschies steht, fragt sich unweigerlich selbst, was er eigentlich täglich konsumiert. In meinem Fall war die Antwort klar: Keine schlechten, aber auch nicht genügend gesunde Lebensmittel.

Nina Bott

Nachhaltig einkaufen? Die Schauspielerin gibt Tipps

Nina Bott
Wie wir unseren Lebensmitteleinkauf nachhaltig und plastikfrei gestalten können, verrät Nina Bott gegenüber GALA bei einem Einkaufsbummel auf dem Hamburger Isemarkt.
©Gala

Keine schlechten, aber zu wenig gute Lebensmittel

Ich bin kein Vertreter der Kategorie Fastfood-Junkie, aber wenn ich früher für mich allein kochte, kamen viel häufiger als nötig Fleisch, Fix-Produkte oder "leere" Kalorien auf den Tisch. Ich bin froh, dass sich das in den vergangenen zwei Jahren geändert hat. Heute nehmen Gemüse und Obst mit Abstand den meisten Platz in der Küche ein, Haushaltszucker und weißes Mehl haben wir nahezu komplett durch Alternativen ersetzt.

Tat das weh? Nein, ganz und gar nicht. Ich backe genau so gern und oft wie früher, und auch auf Evergreens wie Nudeln (Vollkorn) oder Reis (Wildreis) verzichte ich nicht. Statt Zucker rühre ich mir heute Agavendicksaft in den Tee, die Kuhmilch wird hin und wieder durch Mandel- oder Hafermilch ersetzt. Alles nicht weltbewegend, aber immerhin ein kleiner Schritt zu einem besseren Bewusstsein für Nahrungsmittel. Übrigens: Wenn wir außer Haus essen, gelten keine strengen Regeln. Belohnung muss sein.

Ob als frisch gebackene Mami der Gedanke ans Stillen ein Umdenken provoziert oder das Kochen für die ganze Familie, das natürlich möglichst gesund ausfallen soll - es ist egal, wann man seine Ernährung überdenkt, solange es nur passiert.

Du bist, was du isst!

"Du bist, was du isst" ist ein Leitsatz, der gerade bei uns in Deutschland noch immer viel zu kurz kommt. Im Vergleich zum Einkommen und unseren europäischen Nachbarn geben wir wenig Geld für Lebensmittel aus. Lediglich knapp 10% seines Monatsgehaltes investiert ein Deutscher durchschnittlich in Nahrungsmittel, das entspricht ca. 355 Euro (Quelle: Statista).

Wenn man das beste Motoröl fürs Auto kauft, aber beim Olivenöl zum günstigsten Produkt im Sonderangebot greift, was sagt das dann aus über unsere Gesellschaft?!

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