Kolumne: Quo vadis, Deutschland?

In unserem Projekt "GALA - We Are Family" beleuchten wir das Familienleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Zum Abschluss verfasst Redakteurin Kathrin Fragen, die man sich in Deutschland kurz vor dem Jahreswechsel 2020 stellen sollte.

Quo vadis, Deutschland?

Weihnachten steht vor der Tür. Die Zeit der Wünsche und Geschenke, das Fest der Liebe und Familie. Mehr noch als die Frage nach dem richtigen Geschenk unterm Weihnachtsbaum beschäftigt mich nach fünf intensiven Wochen "We are Family" der Zustand von Deutschland ganz allgemein.

Wie lebt es sich in unserem Land? Warum wird die Ehe immer noch über die Familie gestellt? Und wann kann Inklusion erfolgreich sein? Fragen über Fragen, auf die niemand allgemein gültige Antworten geben kann. Wer etwas verändern will, der muss im Kleinen anfangen, heißt es. Doch bevor wir vorschnell handeln, sollte sich jeder einige entscheidende Fragen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis stellen.

Dreifach-Mama Nina Bott

"Jetzt muss ich immer durchzählen!"

Nina Bott
Nina Bott hat drei Kinder von zwei Männern, wodurch es zu Hause schon mal ganz schön voll werden kann.
©Gala

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt

Was bedeutet Familie für mich?

Warum wird die Ehe rein staatsrechtlich immer noch über die Familie gestellt?

Sind Steuern und Rechte ein ausreichender Grund, zu heiraten?

Steht mein Leben auf einem soliden Fundament, dass auch durch ein Kind nicht verwüstet werden kann?

Bin ich gut informiert über meine persönliche Finanzsituation sowie meine Rechte und Pflichten in Hinblick auf ein Kind?

Was war an meiner Kindheit gut, was nicht so gut?

In welche Welt wird dieses Kind hineingeboren?

Kann ich mit dem aktuellen politischen und gesellschaftlichen Klima leben?

Wie gehen wir mit einer Behinderung um?

Wie gelingt Inklusion?

Wann ist ein Leben wirklich nicht mehr lebenswert?

Kann ich die Verantwortung tragen?

Was verstehe ich unter Bildung?

Dürfen Kinder unsere Fehler wiederholen?

Gute Gedanken, gute Worte, gute Taten

Nicht jeder, der sich für diese Fragen interessiert, muss auch politisch aktiv werden. Aber je mehr Menschen den Status Quo hinterfragen, je mehr sie sich austauschen und zu Wort melden, desto eher wird die Politik auf die Bedürfnisse von Familien, Alleinerziehenden, Behinderten und Pädagogen aufmerksam. 

Gute Gedanken, gute Worte, gute Taten - das Lebensmotto von "Queen"-Star Freddie Mercury ist heute aktueller denn je.

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