Eine Familie geht auf Weltreise: "Mit Hindernissen muss man rechnen"

In unserem Projekt "GALA - We Are Family" beleuchten wir das Familienleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Heute erzählt uns Zweifach-Mama Lisa von ihrer abenteuerlichen Weltreise ohne Einkommen, aber mit zwei Kleinkindern im Gepäck.

Lisa und Philipp sind mit ihren Kindern Paul und Frieda auf Weltreise.

Ihr reist als vierköpfige Familie mit zwei kleinen Kindern und haltet euer Abenteuer noch dazu für "Eltern" im Video fest. Auf welche Hindernisse und Probleme habt ihr euch schon im Vorfeld vorbereitet?

Wir haben im Vorfeld eine gute Auslands-Langzeit-Reiseversicherung abgeschlossen, sodass wir gewappnet sind, wenn wir krank werden oder ein Unfall passiert. Damit haben wir auf der letzten Reise schon ein paar Erfahrungen machen müssen, denn Frieda ist auf Bali im Badezimmer ausgerutscht und hat sich neben dem Auge eine Platzwunde eingefangen, die genäht werden musste. Auf Bali und in vielen anderen Ländern muss erstmal gezahlt werden, bevor irgendwas passiert. Somit haben wir immer etwas Geld sofort verfügbar und wissen eine Versicherung zu schätzen.

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©Gala

Monatelang reisen ohne Einkommen - das schreckt viele Zweifler schnell ab. Ist das Thema Geld für euch ein Problem?

... und da wären wir schon beim nächsten Thema: Geld! Da wir beide Vollzeit und in tollen Jobs gearbeitet haben und auf die Reisen hin sparen konnten, ist das (momentan zumindest) kein Problem für uns. Wir haben vor der Reise unser Hab und Gut nochmal hinterfragt und einiges verkauft, wie z.B. Philipps geliebtes Motorrad oder Kindersachen, die wir auf der Reise nicht benutzen können. Die Lebenshaltungskosten, die wir zu Hause haben, haben wir auf Reisen genauso, sie variieren nur pro Land. Zudem macht es einen Unterschied, ob man im Urlaub ist und sich häufig was "gönnen" möchte oder lange Zeit auf Reisen verbringt. Wir gehen wie zu Hause einkaufen und kochen, aber eben wie man so schön sagt ‚on the road‘! Es ist auch eine Frage der Prioritäten. Wer wirklich so gerne reist wie wir, braucht viele andere Dinge nicht, wie ein neues Auto oder eine große Wohnung.

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Zwei Kinder, zwei eigene Köpfe, zwei Mal Krankheitsrisiko. Wie geht man mit den Gefahren fremder Länder  -und auch den Kommunikationsschwierigkeiten - um?

Mit Kindern kann jederzeit alles passieren und je nach Alter lauern natürlich andere Gefahren. Bei unserer jetzigen Reise war Paul drei Monate alt und Frieda zweieinhalb Jahre, als wir in Hamburg aufgebrochen sind. An Paul kam erstmal so gut wie nichts ran, aber jetzt wo er ins Krabbelalter kommt, müssen wir besser aufpassen. Mit Frieda ist es schon einfacher, sie ist durch ihre Kitazeit schon ein wenig abgehärtet und versteht, wenn wir sagen, dass sie gewisse Sachen nicht essen oder anfassen darf. Wir waren mit der damals einjährigen Frieda 2017 fünf Monate unterwegs in Amerika, im Gebiet Asien-Pazifik und auch Asien, sind mit allen möglichen Transportmitteln unterwegs gewesen und bis auf den Unfall auf Bali im Badezimmer - was ja überall hätte passieren können - war Frieda nie krank. Trotz jeglicher fremder Keime, z.B. nach einer 16-Stunden-Nachtzug-Reise in Vietnam mit zwei kleinen Hunden zweier Vietnamesen in einem kleinen Vierer-Abteil.

Aber kaum waren wir zurück in Deutschland, hat die Influenza sie erwischt und sie war zweimal eine Woche im Krankenhaus. Natürlich passen wir auf, dass die Kinder sauberes Wasser trinken im Ausland, gesunde und gute Mahlzeiten zu sich nehmen und sich nicht irgendwo mit Krankheiten anstecken, aber sicher ist man nie. Wir wenden das Motto "Cook it, peel it or leave it" ziemlich streng an. Falls etwas passiert und mit einem Säugling geht das schnell, gehen wir sofort zu einem Arzt oder ins Krankenhaus, dort wurden wir bisher sehr gut umsorgt, vielleicht auch weil wir alles erstmal privat zahlen, und die Ärzte sprechen in der Regel auch Englisch. Natürlich gibt es auch mal Kommunikationsprobleme, weil auch die Ärzte keine Muttersprachler sind, aber notfalls lassen sich spezifische medizinische Worte auch schnell nachschlagen.


Was ist das Schlimmste, das euch aktuell passieren könnte? Gibt es einen Plan B?

Das Schlimmste, was uns passieren könnte, wäre wenn Friedas Herz spontan operiert werden müsste oder eines der Kinder so krank werden würde oder einen Unfall hätte, dass wir die Reise abbrechen müssten. Dann würden wir zurück nach Deutschland fliegen, alles auskurieren und früher als gedacht zurück in unser altes Leben starten.

"Mit Hindernissen muss man rechnen!"

Es läuft nicht immer alles rund. Wenn ein Problem auftrat, wie habt ihr es gelöst? 

Wir haben gerade einen alten Camper in Kanada gekauft und ziemlich schnell feststellen müssen, dass er auf einer Seite nass ist. Zunächst war das ein großer Schock, mit dem wir nicht gerechnet haben. Allerdings fügt sich auch oft einiges, denn die Verkäufer des Campers waren auch schockiert und hatten ein schlechtes Gewissen, sodass sie unsere Familie aufgenommen haben und uns in ihrem Gästezimmer unterbrachten, bis wir den Schaden behoben und den Camper renoviert hatten.

Wir durften ihre Werkstatt und Werkzeuge nutzen, haben sie in den drei Wochen sehr gut kennen gelernt, hatten tolle Gespräche und ganz viel Spaß und jetzt neue Freunde fürs Leben gefunden. Im Nachhinein haben Probleme oder Herausforderungen doch meistens etwas Gutes, zumindest einen Lerneffekt. Man muss mit ihnen rechnen.

Belastet ein solches Abenteuer die Beziehung zwischen euch beiden?

Nein, im Gegenteil. Wir sind ein sehr gutes und eingespieltes Team und bis aufs Stillen kann jeder alles übernehmen und wir verlassen uns komplett aufeinander. Natürlich ist es auch mal anstrengend 24 Stunden 7 Tage die Woche zusammen zu sein, denn auch beim Reisen gibt es Konflikte. Aber wenn jeder sich seinen Raum nimmt, den er braucht, dann schweißt das Abenteuer mehr zusammen und wir wissen, dass wir zusammen alles schaffen können. Wichtig ist es für uns, trotz der vielen Zeit zusammen anständig zu kommunizieren. Das ist mit zwei Kindern nicht immer einfach, weil immer was los ist, aber wir nehmen uns die Zeit füreinander und schnacken gerne bei einem guten Kaffee, z. B. wenn die Kinder Mittagsschlaf machen.

Wir haben auf unseren Reisen, auch bevor wir Kinder hatten, gelernt, dass eine Reise nicht nur Mut bedarf, unbekannte Ziele zu erkunden, sondern auch mit seinem (Reise-) Partner Themen offen anzusprechen, wie "Ich will dort gar nicht hin" oder "Die Unterkunft geht für mich nicht, ich will lieber eine andere suchen". Das kann ganz schön unbequem werden, aber nur so wissen wir, was wir wollen, können Missverständnisse ausschließen und entspannt reisen.

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