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7 Pfeiler der Selfcare Mit dieser Methode bringen Sie Balance und Zufriedenheit in Ihr Leben

Glückliche Frau im Feld: 7 Pfeiler der Selfcare
© wavebreakmedia / Shutterstock
Selfcare ist kein Trend, sondern wir brauchen sie, um nachhaltig gesund und glücklich zu sein. Diese sieben Pfeiler können helfen, Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren.

Es kursieren die verschiedensten Mythen und Auslegungen zum Thema Selfcare. Viele verbinden Selbstfürsorge mit einem Schaumbad inklusive Glas Wein, wenn ihnen alles zu viel wird. Aber reicht das aus? Solche Entspannungsmethoden können zwar kurzfristig helfen, damit wir uns in stressigen Situationen besser fühlen, aber auf lange Sicht brauchen wir mehr, um wirklich gesund zu bleiben – und zwar sowohl psychisch als auch körperlich. Wenn wir Tag und Nacht arbeiten, zu wenig Schlaf mit Kaffee bekämpfen und wieder nur Fast Food holen, anstatt etwas Nahrhaftes zu essen, dann können die Badewanne und der Wein das Problem auch nicht lösen.

Stattdessen wäre es hilfreich zu schauen, was wir wirklich langfristig brauchen, um uns auf allen Ebenen wohlzufühlen. Wie das ultimative Selbstfürsorge-Konzept für jede:n einzelne:n aussieht, kann letztlich nur die Person selbst wissen. Die sieben Pfeiler der Selfcare können aber hilfreiche Anhaltspunkte sein. Sie sind alle gleichwertig und sollten im Idealfall auch alle dieselbe Aufmerksamkeit bekommen.

Die 7 Pfeiler der Selfcare für ein glückliches und gesundes Leben

1. Mentale Selfcare

Die mentale oder auch intellektuelle Selfcare bezeichnet vor allem das Mindset. Wie wir mit negativen Gedanken umgehen, ist essenziell für die ganzheitliche Gesundheit. Wer ständig negativ denkt und starr in diesen alten Mustern verharrt, dem wird vieles nicht gelingen. Unser Gehirn lässt sich zum Glück trainieren. Das können Sie etwa über Achtsamkeitsübungen und Meditation tun, aber auch das Erlernen neuer Fähigkeiten ist wichtig, um Neugier und Offenheit zu üben.

2. Emotionale Selfcare

Sich seiner emotionalen Bedürfnisse wirklich bewusst zu werden, ist alles andere als leicht. Denn nur, wenn wir es schaffen, unsere Gefühle zuzulassen, zu verstehen und zu verarbeiten, können wir langfristig mental gesund bleiben. Verdrängen bringt uns nicht weiter. Die gute Nachricht: Der richtige Umgang mit unseren Gefühlen ist Übungssache. Ein hilfreiches Tool können Meditationen sein, in denen wir lernen, unsere Gedanken und Gefühle als neutrale Beobachter:innen wahrzunehmen. Wer aber nicht so recht weiß, wie und wo er überhaupt ansetzen soll, kann am besten im Rahmen einer Psychotherapie lernen, mit seinen Emotionen zu arbeiten.

3. Körperliche Selfcare

Hier steht unsere physische Gesundheit im Mittelpunkt. Und ja – körperliche Selbstfürsorge kann durchaus in Form des anfangs erwähnten Schaumbads stattfinden. Sie hört hier aber auf keinen Fall auf. Eine wichtige Rolle spielen genügend Bewegung, die zu uns passt und uns guttut, eine ausgewogene Ernährungsweise, die uns nährt und sättigt, und guter und ausreichender Schlaf. Was wir hier gerne vergessen, sind Pausen und regelmäßige Entspannung, denn auch die braucht unser Körper, um langfristig gesund zu bleiben.

4. Räumliche Selfcare

Hier sollten wir uns zunächst fragen, welches räumliche Umfeld wir brauchen, um uns wohlzufühlen. Das beginnt bei einem größeren Bild wie dem Land oder der Umgebung, in der wir leben – oder leben möchten. Gehen wir eher in einem warmen Klima auf, oder mögen wir es lieber kühler? Bevorzugen wir eine urbane Umgebung mit großem kulturellem Angebot oder eher die Natur?

Je weiter wir hier ins Detail gehen, desto mehr können wir direkt aktiv werden. Bei dieser Form der Selbstfürsorge geht es nämlich auch um unsere eigenen vier Wände, unseren Rückzugsort und die Frage, wie wir ihn gestalten. Ordnung und Sauberkeit in der eigenen Wohnung spielen eine wichtige Rolle. Ob uns das Ordnunghalten leicht- oder eher schwerfällt, hängt von unserer Persönlichkeit ab, aber grundsätzlich profitiert jeder Mensch von einer hygienischen und harmonischen Umgebung. Also: Räumen Sie am besten gleich die Wäsche weg, machen Sie den Abwasch oder beziehen Sie Ihr Bett neu. Hinterher werden Sie sich garantiert besser fühlen!

5. Geistige Selfcare

Auf den ersten Blick mag die geistige Selfcare vielleicht mit der mentalen verwandt erscheinen. Aber bei unserem geistigen Wohlbefinden geht es auch um etwas Größeres, etwas Übergeordnetes. Die wichtigste Frage lautet: Was gibt unserem Leben einen Sinn?

Für die einen mögen das Kinder oder ein wichtiger Job mit großer Verantwortung sein. Aber geistige Erfüllung und Sinnhaftigkeit können wir in den unterschiedlichsten Lebensbereichen finden. Was bei einer Person die Familie oder die Arbeit ist, sind für jemand anderen vielleicht Reisen und das Entdecken neuer Kulturen. Hier hilft nur radikale Ehrlichkeit, was Ihnen wirklich ein Gefühl des Sinns gibt.

6. Freizeit-Selfcare

Hobbys und andere Formen der Freizeitgestaltung sind ein wichtiger Part der Selfcare. Denn um kreativ und leistungsfähig zu sein, braucht unser Gehirn Pausen. Was uns Spaß macht, ist natürlich ganz unterschiedlich. Die einen sind gern unterwegs und brauchen ständig Aktivität, während andere bewusste Entspannung suchen und ein gutes Buch der ständigen Bewegung vorziehen. Hören Sie hier in sich hinein und tun Sie, womit Sie sich wohlfühlen. Aber schauen Sie dennoch auch mal über den Tellerrand hinaus, denn etwas Neues auszuprobieren, kann dem Selbstbewusstsein einen regelrechten Schub geben.

7. Beziehungs-Selfcare

Unser soziales Umfeld ist elementar für unser Wohlbefinden. Wir alle brauchen Beziehungen und sozialen Bindungen. Auch wenn es introvertierte und extrovertierte Persönlichkeitstypen gibt – kein Mensch kommt ganz ohne Kontakt zu anderen aus. Deshalb ist auch die Beziehungspflege Teil der Selbstfürsorge. Wir sollten Zeit mit Menschen verbringen, die uns guttun und uns inspirieren, und toxische Personen wie Energievampire meiden, wann immer es geht.

Aber bei sozialen Verbindungen geht es auch um Balance. Etwas für andere zu tun, ist ebenso wichtig wie etwas für uns selbst zu tun. Das könnte ein Anruf bei der Tante sein, den wir schon länger vor uns her schieben, oder wir fragen die ältere Nachbarin, ob wir ihr etwas vom Einkaufen mitbringen können. Das soziale Miteinander zu fördern, fühlt sich nicht nur gut an – es tut uns auch langfristig gut.

So können Sie die Pfeiler der Selfcare für sich nutzen

Das Wichtigste ist, sich nicht selbst unter Druck zu setzen. Bei dieser Methode geht es nicht darum, innerhalb weniger Stunden den perfekten Plan zu entwickeln, wie Sie jeden der Pfeiler zu jedem Zeitpunkt auf dem optimalen Level halten. Denn bei einigen Punkten kann das Jahre dauern – und das ist auch vollkommen in Ordnung. Vielmehr sollen die sieben Pfeiler ein Grundgerüst sein, das uns helfen kann, wenn wir das Gefühl haben, das unser Leben in einem oder mehreren Bereichen aus den Fugen geraten ist.

Eine Möglichkeit wäre, sich für jeden Wochentag eines der Felder vorzunehmen. Vielleicht funktioniert es für Sie auch besser, den Fokus wochen- oder sogar monatsweise zu verschieben. Für welche Themen wie viel Arbeit notwendig ist, ist ebenfalls sehr individuell. Während es einigen Menschen leichtfällt, ihre Beziehungen zu pflegen, haben andere damit Schwierigkeiten. Es gibt Personen, die sind von Natur aus gut darin, auf ihr körperliches Wohlbefinden zu achten, verlieren dafür aber leicht ihre emotionale und mentale Gesundheit aus den Augen.

Alle Pfeiler sind miteinander verbunden. Wenn wir an einem arbeiten, profitieren letztlich auch die anderen. Das ist eine Frage des Maßes und der Zeit. Schauen Sie also am besten intuitiv, in welchem Bereich Sie den dringendsten Handlungsbedarf sehen – darauf basierend können Sie Ihre ganz eigenen Selfcare-Routinen entwickeln.

Verwendete Quellen: theblissfulmind.com, einfachganzleben.de

mbl Gala

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