Cara Delevingne: "Ich habe früh gespürt, dass ich nicht dazugehörte"

Cara Delevingne hat über Jahre geleugnet bisexuell zu sein. Was die Dementierung der eigenen Gefühle in ihr angerichtet hat, versucht sie nun in einem Interview in Worte zu fassen. 

Ungewohnt offen hat Cara Delevingne, 27, in einem Interview mit der Zeitschrift "Marie Claire" über ihre neue Beziehung, ihre Einstellung zu Geschlechterrollen und die Aufklärung durch ihre Mutter gesprochen. Themen, über die sie lange Zeit nicht sprechen konnte und wollte. Ein innerer Konflikt. 

Cara Delevingne: Aufklärung durch die Mutter

In einer Anekdote erzählt die Schauspielerin von einem Gespräch mit ihrer Mutter, bei dem sie 14 Jahre alt war: "Meine Mutter entschied sich dazu mir zu sagen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Und in demselben Gespräch sagte sie 'Übrigens, lass uns mal über die Blumen und die Bienen reden.' Ich dachte nur: 'Das ist ein furchtbares Timing.'" Im Teenager-Alter kämpfte Cara mit psychischen Problemen. "Ich hoffe, die Menschen denken nicht, ich würde mich beschweren. Ich habe eine unglaubliche Erziehung genossen. Ich bin auf tolle Schulen gegangen. Wir konnten in den Urlaub fahren", sagt sie. Es wurde bestmöglich versucht die familiären Probleme nicht zu kommunizieren: Ihre Mutter sei heroinabhängig gewesen, Cara fühlte sich irgendwie anders. Über die Gefühle der beiden Frauen wurde jedoch kaum gesprochen. 

Riccardo Simonetti

Über HIV und Homophobie

Riccardo Simonetti im Kampf gegen Aids. 
Im Rahmen der Bill & Melinda Gates Foundation ist Influencer Riccardo Simonetti nach Südafrika geflogen, um über das Virus HIV zu informieren. Im GALA-Interview berichtet er, wie sehr ihn diese Reise berührt hat.
©Gala

"Das ganze Konzept von Gender ist so starr"

"Ich wollte mich nicht anders fühlen, obwohl ich schon früh gespürt habe, dass ich nicht dazugehörte", sagte sie. Mittlerweile spricht Delevingne offen über Themen wie Sex, ihre Beziehungen zu Frauen und Geschlechterrollen. Demnach fühlt sich das Supermodel mit den starren Begriffen von Männlichkeit und Weiblichkeit nicht wohl. Als nichtbinär möchte sie sich aber auch nicht bezeichnen - das würde bedeuten, dass sie sich weder als Frau, noch als Mann fühlt. Das Gegenteil scheint der Fall: "Das ganze Konzept von Gender ist so starr. Ich will es einfach auflösen. Ich bin nicht nichtbinär, aber ich fühle mich genauso sehr als Mann wie als Frau."

Weder Mann noch Frau

Für Asia Kate Dillon ist Bademode ein Albtraum

Asia Kate Dillon.

Im Juni wurde dem Model bei einer Gala in New York der "Hero Award" von der Organisation "The Trevor Project" verliehen. Die Organisation hilft jungen Menschen aus der LGBTQ-Szene in Krisensituationen und leistet Suizidprävention. Da Cara selbst erlebt hat, wie schwierig die Akzeptanz der eigenen Gefühle sein kann, ist die Organisation und ihre Vorbildfunktion ihre Herzensangelegenheit. Sie möchte anderen Menschen Mut machen und zeigen, wie schön Liebe sein kann, wenn man sie denn akzeptiert. 

Cara Delevingne über die Beziehung mit Ashley Benson

Über ihre Beziehung mit der Schauspielerin Ashley Benson, 29, die 2018 am Set von Alex Ross Perrys Film "Her Smell" angefangen hat und seit einigen Wochen Schlagzeilen macht, verrät Delevingne, dass sie nicht geplant gewesen wäre. "Wir haben nicht danach gesucht", erzählt Cara über ihr Kennenlernen. "Es war einfach sehr authentisch und natürlich." Im Juni 2019 soll das Paar in  Las Vegas eine heimliche Hochzeit gefeiert haben.

Passend zu dem freien Gespräch zeigt sich die Schauspielerin in dem dazugehörigen Shooting auch offen - auf den Fotos liegt sie komplett nackt auf einer Couch, sie ist kaum geschminkt und scheint sich in ihrer natürlichen Form endlich wohl zu fühlen.
Quelle: Spoton News, Spiegel, Marie Claire

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