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Kuss-Technik Zwölf Tipps: Richtig küssen kann man lernen

Rchtig küssen will gelernt sein. 
Rchtig küssen will gelernt sein. 
© Shutterstock
Der erste Kuss ist schon Jahre her. Trotzdem lernt man nie aus. Denn egal, wie oft Sie es schon getan haben: Richtig küssen muss man üben, üben, üben! Mit unseren Tipps macht die Lippen-Lehrstunde gleich elf Mal so viel Spaß.

Augen zu und durch? Ganz sicher nicht! Richtig küssen will gelernt sein und jajaja, wir haben Lust zu üben. Denn auch wenn der erste Kuss schon Lichtjahre zurückliegt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und selbst die beste Kusstechnik kann perfektioniert werden. Wir haben die ultimativen Tipps für Männer und Frauen – ob Single oder in Beziehungen.

Das Wichtigste vorweg: No-Gos beim Küssen

NEIN! An dieser Stelle müssen Sie nicht zum x-ten Mal lesen, dass zu einem guten Kuss auch immer ein frischer Atem gehört. Das wissen wir doch alle. Der erhobene Zeigefinger bleibt also unten.

Die nachfolgenden drei Dinge werden sonst gerne vergessen, gehen aber beim Küssen so gar nicht.
Das erste und wichtigste No-Go: Ein perfekter Kuss überrumpelt niemanden. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen, ganz unabhängig davon, ob man nun Single oder in einer Beziehung ist. Für den ersten Kuss ist es allerdings besonders wichtig. Derjenige, der nicht mit dem Kuss gerechnet hat, hat Mühe, auch nur ansatzweise sexy zu reagieren. Und derjenige, der überrumpelt, ist durch seine eigene Aktion so hektisch, dass der Kuss nur schrecklich werden kann.
Auch das andere Extrem ist ein No-Go: Vor einem Kuss darf nicht zu viel übers Küssen geredet werden. Ja, es kann charmant rüberkommen, vorher um Erlaubnis zu fragen. Wer dann aber wissen will, wie sein Gegenüber jetzt nun genau geküsst werden will, der steht auf verlorenem Posten.
No-Go Nummer drei: Ein Kuss ist ein Kuss und bleibt ein Kuss. Wer seinem Gegenüber beim ersten Lippenkontakt direkt in den Schritt fasst, hat den Zauber des Moments nicht kapiert.  

Küssen lernen ist unromantisch? Von wegen! 11 Tipps

Wir sind alle keine Teenager mehr, die sich heimlich die Bravo! kaufen, um nachzulesen, wie man richtig küsst. Trotzdem schadet es nicht, sich immer mal wieder mit der richtigen Kusstechnik zu beschäftigen. Das ist wie im Job oder beim Sport: Man lernt etwas, wendet es an und nach ein paar Jahren ist es Zeit für ein Update.

Unsere elf Tipps helfen dabei.

1. Zurückhaltender Start

Die besten Küsse sind die, die Lust auf mehr machen. Das klappt aber nur, wenn man nicht schon mit 100 Prozent in den Kuss einsteigt. Vergleichen Sie es mit dem Start eines Flugzeugs, das zunächst am Boden rollt, dann an Fahrt gewinnt, um schlussendlich in schwindelerregende Höhen zu steigen.    

2. Sanftes Atmen

kann sexy sein Seinen (natürlich frischen) Atem kann man beim Küssen ganz bewusst einsetzen: Ein leises Stöhnen oder tiefes Ein- und Ausatmen machen einen Kuss erst so richtig sexy. 

3. Schlucken nicht vergessen

Vor allem Zungenküsse passieren natürlich nicht ohne Speichel. Trotzdem ist es wichtig, die Spucke beim Küssen nicht einfach in den Mundraum fließen zu lassen, sonst werden die Küsse zu feucht. Ab und zu schlucken nicht vergessen!

4. Kurze Pausen törnen an

Apropos schlucken: Richtig küssen bedeutet nicht, dass man pausenlos an den Lippen des Anderen hängt. Viel heißer wird es, wenn man die Lippen auch mal löst, um sich dann wieder neu zu küssen.

5. Zeit für Dirty Talk

In diesen kurzen Pausen bleibt Ihnen nicht nur Zeit zu schlucken, sondern vor allem auch für ein wenig Dirty Talk. Denn auch fernab vom Bett sind zärtliche Worte richtig heiß.

6. Augen zu – aber nicht zwingend

Keine Frage: Beim Küssen sollte man die Augen geschlossen haben! Wer beim Knutschen durch die Gegend guckt, sieht dabei nicht nur irritierend aus, sondern erweckt auch sofort den Eindruck, nicht sonderlich an diesem Kuss beteiligt zu sein. Das heißt aber nicht, dass die Augen über die Dauer des hoffentlich langen Kusses krampfhaft geschlossen bleiben müssen. Immer mal wieder den Blick seines Kusspartners für einige Sekunden einzufangen, törnt an. 

7. Lippen anknabbern? Unbedingt!

Es ist kein Mythos: Ein guter Küsser knabbert gerne sanft an der Unterlippe. Stichwörter dabei: sanft und Unterlippe. Zum einen mögen es vermutlich die wenigsten, wenn der Kusspartner zu fest zubeißt. Zum anderen ist ein Biss in die Oberlippe weniger sexy – ganz einfach, weil man dabei viel zu leicht an die Vorderzähne stößt. 

8. Zunge ja, wühlen nein

An alle Wühler da draußen: Lasst es sein! Zu viel Zunge ist alles andere als erotisch, egal ob sie von links, von rechts oder von vorne kommt. Viel heißer ist es, mit der eigenen Zunge den Mund des anderen ganz vorsichtig zu erkunden – langsam und zögerlich, vor allem zu Beginn des Kusses. Natürlich wird das Zungenspiel später, wenn die Küsse intensiver werden, auch wilder. Trotzdem sollte die Zunge nie zu dominant, sondern spielerisch eingesetzt werden – einfach mit Gefühl!

9. Die Hände machen mit

Ein Kuss findet niemals nur zwischen zwei Köpfen beziehungsweise vier Lippen statt. Natürlich gehört zum richtig küssen auch, dass man den anderen berührt. Lassen Sie Ihre Hände durch die Haare Ihres Gegenübers gleiten, streicheln Sie sein Gesicht, seine Schultern, seinen Nacken. Nur eben nicht direkt den Schritt – das hatten wir zu Beginn ja schon geklärt.

10. Körpersprache, Baby!

Das Gleiche gilt für den Rest Ihres Körpers. Wer seinen Körper an dem Kuss teilhaben lässt, der zeigt dem anderen, dass er den Kuss genießt, dass er mehr will, dass neben den Lippen auch Gefühl im Spiel ist. Berühren Sie dazu mit Ihren Lippen nicht nur die Ihres Gegenübers: Auch der Hals, Stirn oder Wange können mit erotischen Küssen eingedeckt werden. Dabei kommt es jedoch sehr auf die richtige Balance an, denn zu viel Körpereinsatz stört beim Küssen schnell: Geben Sie Ihrem Partner nicht das Gefühl, ihn unter sich und Ihren Küssen begraben zu wollen!

11. Den anderen auch mal die Führung übernehmen lassen

Wo wir grad beim Thema Balance sind: Der perfekte Kuss ist immer ein Geben und Nehmen zwischen zwei Partnern. Wenn Sie der aktivere Part sind, der gerne die Führung übernimmt, dann denken Sie daran, Ihrem Gegenüber auch mal die Chance zu geben, die Dinge in die Hand zu nehmen. Dazu unterbrechen Sie Ihre heißen Küsse am besten für ein paar Momente und warten ab, bis der andere merkt, dass er jetzt am Zug ist.

Schlecht geküsst? Kein Platz für Zurückhaltung

Leider ist es in der Realität viel zu oft so, dass man an schlechte Küsser gerät. In der Regel gehen Menschen, deren Kusstechniken nicht zueinander passen, schnell getrennte Wege, ohne groß darüber zu sprechen. Dabei wäre es viel wichtiger, sich zwei Minuten Zeit zu nehmen, und dem anderen zu sagen, warum er schlecht küsst. Nicht, um ihn zu verletzten! Sondern um alle, die nach einem kommen, vor einem ebenfalls schlechten Kuss zu schützen. 

Schon klar, vor allem mit jemandem, den man noch nicht so lange kennt, ist so ein Gespräch knifflig. Aber generell wird viel zu wenig darüber gesprochen, wie man richtig küsst – und so gibt es immer noch viel zu viele schlechte Küsser auf dieser Welt. Wenn sich also in Zukunft die Gelegenheit ergibt, sprechen Sie das Thema offen an und geben Sie Ihrem Gegenüber die Chance, seine Kussfertigkeiten auf den neuesten Stand zu bringen. Denn: Richtig küssen will nunmal gelernt sein!

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