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Laurene Powell Jobs Das macht die Witwe des Apple-Genies heute

Laurene Powell Jobs
Laurene Powell Jobs
© Getty Images
Laurene Pow­ell Jobs verlor ihre große Liebe – und erbte Milliarden. Wie geht es der Witwe von Apple-Genie Steve Jobs heute?

Neuer Lebensgefährte

Sie zupft ihr Kleid zurecht und geht lächelnd voran. Er betrachtet sie bewundernd und überlässt ihr den großen Auftritt. Ob beim Empfang im Weißen Haus oder vorige Woche während eines romantischen Jacht-Urlaubs im Mittelmeer: Laurene Powell Jobs, 53, und ihr neuer Lebensgefährte Adrian Fenty, 46, ergänzen sich perfekt. Nicht nur äußerlich geben die Witwe von Apple-Gründer Steve Jobs und der Ex-Bürgermeister von Washington ein Glamour-Couple ab.

Sie ist wieder glücklich

Seit nunmehr vier Jahren sind die sechstreichste Frau der Welt und der smarte Politiker der Demokraten ein Paar. Zwei Jahre zuvor, 2011, war Laurenes große Liebe Steve Jobs an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Nach langem Kampf gegen die heimtückische Krankheit, bei dem sie ihrem Mann stets zur Seite stand, und nach Jahren der Trauer kann die Mutter dreier Kinder – Reed, 25, Erin, 21, und Eve, 19 – heute wieder aufatmen.

Sie macht sich für Bildung stark

Mit Apple­-Gründer Steve Jobs war Laurene Powell Jobs bis zu dessen Tod 20 Jahre lang verheiratet
Mit Apple­-Gründer Steve Jobs war Laurene Powell Jobs bis zu dessen Tod 20 Jahre lang verheiratet
© Getty Images

Gefunkt haben soll es mit dem neuen Partner ausgerechnet anlässlich eines Themas, für das sich Laurene Powell Jobs auch schon gemeinsam mit ihrem Mann stark gemacht hatte: Bildung. "Think different" war mehr als nur ein Werbeslogan. Mit ihm stellte Apple-Chef Steve Jobs die Computerindustrie auf den Kopf, die Musikbranche und die Mobiltelefonie. Der Digital-Visionär wollte auch Schulen und Schulbuchverlage umkrempeln, doch dazu kam es nicht mehr.

So setzt sie ihr Vermögen ein

Seine Witwe setzt sich heute mit ihrer 2014 gegründeten Investment­gesellschaft Emerson Collective unter anderem für eine Reform des US-Schulsystems ein und unterstützt Kinder aus Minderheitenfamilien beim Erwerb eines Hochschulabschlusses. Gerade erwarb sie die Rechte am renommierten, 160 Jahre alten US-Politik-Magazin "The Atlantic". Powells Vermögen, bestehend aus dem Erbe von Steve Jobs, wird vom "Forbes"-Magazin auf mehr als 20 Milliarden Dollar geschätzt. Der Löwenanteil stammt allerdings nicht aus Apple-Aktien, sondern aus Anteilsscheinen von Disney, die Jobs 2006 für den Verkauf der Animationsfilmfirma Pixar erhalten hatte.

Auch Fenty liegt das Thema am Herzen

Auch Adrian Fenty, Vater dreier Kinder und von seiner Frau geschieden, liegt Bildung sehr am Herzen. Als jüngster Bürgermeister aller Zeiten – er war von 2006 bis 2010 in Washington im Amt – kämpfte er für ein besseres Schulsystem. Er lernte Laurene Powell Jobs 2011 bei einer Bildungskonferenz kennen, sie wurden Freunde. Fenty schloss sich ihrer Organisation "College Track" an, die es Jugendlichen ermöglicht, die Uni zu absolvieren. Sie sei begeistert gewesen von seinem Enthusiasmus und seiner Vision, heißt es. Daraus hat sich offensichtlich mehr entwickelt.

So haben sie sich kennen gelernt

Bereits 1989 hatte Steve Jobs die kluge Laurene Powell mit seinen Ideen begeistert. Als die beiden sich das erste Mal begegneten, war sie 26 und studierte an der Stanford Business School. Er, damals 34 und schon sehr bekannt, hielt dort einen Vortrag. "Wenn dies der letzte Tag deines Lebens wäre, mit wem würdest du ihn verbringen wollen?", fragte er sie und bat um ein Rendezvous. Der Rest ist Geschichte. Sie opferte sich für ihn auf, blieb bis zu seinen letzten Worten "Oh wow!" am 5. Oktober 2011 an seinem Krankenbett. "Er fehlt uns jeden Tag", sagte sie in einem ihrer seltenen Interviews.

Sie genießt ihr Leben

Das Privatleben einer der mächtigsten Charity-Frauen der Vereinigten Staaten kommt heute dennoch nicht zu kurz. Laurene Powell Jobs besitzt vier Anwesen, zwei Privatjets und eine von Philippe Starck designte Jacht. Während der immer asketisch wirkende Steve Jobs jeglichen Überfluss gehasst haben soll, scheint Laurenes ­Maxime heute zu sein: Das Leben zu genießen ist der größte Luxus, den es gibt.

Mitarbeit: Andreas Renner Gala

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