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Hunde sind Feel-Good-Manager Laura Wontorra über Tierschutz und warum Hund Milo der Star am Set ist

Laura Wontorra
Laura Wontorra
© PURINA / Getty Images
Tierheime und Tierschutzorganisationen leisten Großes. Wie wichtig und anstrengend diese Arbeit ist, hat Moderatorin Laura Wontorra, 33, jetzt live miterlebt. Zusammen mit dem Futtermittelhersteller PURINA hat sie einen Tag das Tierheim in Dormagen besucht. Mit GALA spricht sie darüber, dass Adoption als Hilfe nicht ausreicht und wie ihr Tierschutzhund Milo ihr Leben verändert hat.

GALA: Warum sollte es ein Hund als Begleiter sein?

Laura Wontorra: Ich war schon immer mehr Team Hund. Wir waren eine Familie, in der es immer Hunde gab. Ich habe mich aber schwergetan mit der Entscheidung, weil ich nun mal einen Job habe, in dem ich viel unterwegs bin und bei dem viel los ist. Und ein Tier – gerade aus dem Tierschutz – braucht schon viel Aufmerksamkeit. Daher habe ich mich fast drei Jahre mit dem Thema befasst, bevor die Entscheidung gefallen ist. Wir haben dann eine passende Organisation gefunden und einen tollen Hund. Ich habe diese Entscheidung nie bereut. Milo ist wirklich ein Goldschatz.

Wollten Sie bewusst einen Hund aus dem Tierschutz?

Ich wollte einem Hund eine zweite Chance im Leben geben. Ich glaube gerade Tiere aus dem Tierheim oder insgesamt aus dem Tierschutz sind Tiere, die alle schon einmal enttäuscht worden sind, deswegen sollte man sich das gut überlegen, denn diese Tiere darf man in gar keinem Fall noch einmal enttäuschen.

Laura Wontorra zusammen mit Hunden aus dem Tierheim Dormagen.
Laura Wontorra zusammen mit Hunden aus dem Tierheim Dormagen.
© PURINA / Getty Images

Welche Tipps würden Sie Menschen mitgeben, die sich einen Hund aus dem Tierschutz aussuchen?

In den Tierheimen, wie auch in dem Tierheim Dormagen, wo wir gerade sind, gibt es Beratungen. Man muss sich im Vorfeld mit jemanden zusammensetzen, um zu ermitteln, welcher Hund und auch welche Rasse überhaupt zu einem passt. Die Pfleger im Tierheim kennen die Hunde schon ein wenig länger und wissen, wie deren Charaktere sind. Und es ist wirklich so, jeder Hund beziehungsweise jedes Tier – auch Katzen oder die süßen Hoppelhasen hier – bringt seinen eigenen Charakter mit. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass das zusammenpasst. Und das Gefühl muss natürlich auch stimmen. Wichtig ist auch, sich mit den Rassen zu beschäftigen, wenn es Rassehunde sind oder zu schauen, was für Hunde im Mischling zusammengekommen sind. Hier im Tierheim Dormagen gibt es zum Beispiel auch eine Seniorenabteilung, das sind Hunde, die auch durchaus von älteren Leuten adoptiert werden können.

Das ist ja eine tolle Idee.

Ich moderiere ja die RTL-Sendung "Top Dog", wo Hund und Halter durch einen Parkour laufen, und da haben wir auch sehr viele Rentner dabeigehabt, die mit ihren Hunden noch mal richtig aktiv geworden sind. Da bereichern sich Hund und Halter einfach gegenseitig und das ist wunderschön zu sehen.

Es ist toll, wenn man auch im Alter noch einen Hund adoptieren kann. Was macht denn ihrer Meinung nach die Arbeit der Tierheime in Deutschland so wichtig? 

Was die Tierheime leisten, ist unglaublich. Wenn man einen Tag vor Ort verbringt, wird einem noch einmal viel bewusster, was an Arbeit notwendig ist, was die Menschen hier leisten und dass das hier wirklich ein Herzensjob ist. Ich stelle hier und heute noch einmal fest, dass die Unterstützung von Tierheimen nicht nur darin bestehen kann, Tiere zu adoptieren, sondern die Tiere, die da sind, müssen auch unterstützt werden. Manche Tiere haben eine schwierige Geschichte und bleiben daher teilweise sehr lange in den Tierheimen. Und da kommt dann die Initiative #PURINAhilf ins Spiel. PURINA sagt, dass sie garantiert 60.000 Mahlzeiten an die Tierheime liefern. Und dann können die Kunden noch ihren Beitrag dazu leisten, denn für jeden Kassenbon mit PURINA-Produkten packen sie noch mal eine Mahlzeit oben drauf. Mir selbst war es vorher auch gar nicht so bewusst, wie viel Geld es braucht, um ein Tierheim am Laufen zu halten und wie hoch die Kosten für Futtermittel, Tierarzt, Ausstattung und Co. sind.

Wie unterstützen Sie das Ganze als Markenbotschafterin zusammen mit Milo?

Ich versuche mit dem Besuch im Tierheim Aufmerksamkeit zu schaffen. Es gibt süße kleine Welpen im Tierheim aber auch ganz andere Schicksale und man muss alles beleuchten. Ich möchte zeigen, welche Optionen es gibt. Man kann Tiere natürlich adoptieren, aber auch Patenschaften übernehmen oder Futtermittel schicken. Dafür nutze ich meine Reichweite gerne, um zu sagen: Ich bin für euch da, ich bin mit dabei.

Was macht Milo denn so besonders für Sie?

Milo ist unheimlich menschenfreundlich, was es mir sehr leicht macht in Bezug auf die Mitnahme meines Hundes an den Arbeitsplatz. Das war auch der erste Schritt, warum ich mich mit Purina zusammengetan habe, weil sie Unternehmen mit der Initiative "Pets at Work" dabei unterstützen, dass Hunde mit an den Arbeitsplatz können. Und ich lebe das total.

Haben Sie da ein Beispiel?

Jetzt gerade haben wir in Magdeburg die Sommerspecials von Grill den Henssler aufgezeichnet und das war wirklich wie so ein Familien-Campingurlaub. Ich hatte mein Team dabei, Milo war mit und alle kannten ihn am Set. Er wusste auch ganz genau, wo es die tollen Leckerlis gibt. Er war ein wenig der kleine Superstar bei der Produktion. Ich kann nur sagen: Hunde am Arbeitsplatz können den Arbeitsalltag und das Leben generell bereichern.

Wie sieht denn so ein Tag am Set aus, wenn Milo dabei ist?

Es gibt natürlich Regeln für ihn. Das schöne bei Milo ist einfach, dass er weiß, wann seine Zeiten sind und wann er mit rumwuseln und sich Streicheleinheiten suchen darf. Denn er ist da schon ein kleine Attentionseeker. Er mag es sehr gerne, dass er überall geknuddelt wird und die Aufmerksamkeit hat. Aber er weiß auch, wann Auszeiten sind. Wenn ich beispielsweise Maskenzeit habe, ist das eine Zeit, in der ich noch einmal runterkomme und Milo sich mit mir entspannt. Mit ins Studio darf er natürlich nicht, das kann gefährlich sein.

Mussten Sie viel mit ihm trainieren, dass das so gut funktioniert?

Milo und ich waren in der Hundeschule und mussten das schon viel üben, aber man steckt die Zeit ja in die gemeinsame Zukunft, also lohnt es sich.

Wie macht sich das denn bemerkbar, wenn Milo mit auf der Arbeit ist?

Redaktionsbesprechungen können ja mal etwas hitzig zugehen, es wird kontrovers diskutiert und ist allgemein sehr lebhaft. Wenn Milo mit im Raum ist, dann heizt sich die Situation gar nicht so auf, dann sind viele immer mal abgelenkt und streicheln ihn kurz. Ich sage immer – und das gilt nicht nur für Milo: Hunde sind einfach tolle Feelgood-Manager, weil sie Stress rausnehmen, weil sie einen mal aus der Situationen rausnehmen und einfach die gute Laune verbreiten.

In einem Beitrag auf Instagram haben Sie einmal geschrieben, dass Milo wirklich einen Unterschied in ihrem Leben macht. Können Sie diese Veränderung beschreiben?

Ich merke die Veränderung jedes Mal beim Türaufschließen. Das ist die größte Freude überhaupt, wenn Milo schwanzwedelnd ankommt und sich einen Ast ab freut, dass ich wieder da bin. Milo hat meinen Alltag auch gesundheitlich beziehungsweise sportlich sehr bereichert. Ich marschiere mit ihm ordentlich Kilometer, was ich faule Socke vorher vielleicht nicht gemacht habe – und da ist es auch egal, ob es draußen minus zwei Grad hat oder plus 30 hat. Er muss halt raus. Es ist einfach sehr viel mehr Liebe und Glückseligkeit in meinem Leben. Tiere geben einem einfach unheimlich viel zurück.

Gala

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