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Kelly Rutherford im Interview "Für mich gibt es keine Hürden, für mich sind es Herausforderungen"

Kelly Rutherford
© Getty Images
Die meisten kennen Kelly Rutherford als Schauspielerin – das schließt aber eine Karriere als Geschäftsfrau nicht aus. Genau diese Verbindung erklärt sie GALA im Interview und auch, warum sie ausgerechnet in ein deutsches Unternehmen investiert hat.

Als Lily van der Woodsen aus der Erfolgsserie "Gossip Girl" ist Kelly Rutherford, 53, den meisten bekannt. Ihren Charakter als Mutter von Serena, Blake Livelys Paraderolle, spielte sich in der Schickeria der New Yorker Upper East Side ab – ein großer Kontrast zur privaten Kelly. Um die wurde es in letzter Zeit ruhig. Aber Pause hat sie trotzdem nicht gemacht, sondern stattdessen in das deutsche Start-up "whyzzer" investiert, eine Social-Media-App (Android und iOS), die sich auf Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch fokussiert. Gegründet wurde die von den Cousins Benjamin Buthmann und Eric Garsleitner, die übrigens einfach auf Kelly zugegangen sind und sie so überzeugen konnten, mit an App-Bord zu kommen. Die US-Amerikanerin ist deshalb jetzt öfter in Deutschland, GALA hat sie bei einem Besuch in Hamburg getroffen.

Kelly Rutherford im GALA-Interview

Gala: Die meisten Menschen kennen Sie als Schauspielerin und nicht als Unternehmerin. Wie kam das?
Kelly Rutherford: Ich war schon immer eine Businessfrau. Als Schauspielerin wird man immer eher als Künstlerin gesehen, aber auch da ist man eine Unternehmerin. Man ist auf vielen Terminen, arbeitet mit den unterschiedlichsten Leuten zusammen und muss alles unter einen Hut bekommen. Das war also schon immer mein Job. Ich liebe Business, war aber eben immer Schauspielerin in der öffentlichen Wahrnehmung.

Was waren die Hürden auf dem Weg?
Für mich gibt es keine Hürden, für mich sind es Herausforderungen. Es sind Möglichkeiten, mehr zu lernen und das nächste Level zu erreichen. Es macht Spaß, neue Dinge kennenzulernen, von denen ich bisher wenig wusste.

Fühlten Sie sich jemals als Frau nicht ernst genommen?
Glücklicherweise habe ich mich noch nie so gefühlt. Ich sehe die Welt auch nicht so, ich habe immer daran geglaubt, dass ich das Beste gebe. Ich unterstütze andere Frauen auf allen Wegen, die es gibt, so zieht man sich gegenseitig nach oben. Ich glaube aber, dass es keine Sache ist, bei der es um Männer gegen Frauen geht. Natürlich gibt es Dysbalancen in der Welt, aber ich bin immer dahin gegangen, wo es Chancen für mich gab und dort hin, wo man sich gegenseitig unterstützt.

Warum haben Sie in whyzzer investiert?
Die Jungs haben mich darauf aufmerksam gemacht, weil sie einfach sehr smart sind (lacht). Ich liebe die Idee und glaube, dass es die Zukunft von Social Media ist mit dem Konzept, dass Wissen etwas Soziales ist. Ich bin andauernd in den sozialen Medien und dachte immer: Da muss es doch ein tieferes Erlebnis geben.

Was für Werte sind Ihnen privat wichtig?
Güte ist für mich wirklich wichtig. Wir haben uns davon wirklich sehr weit entfernt. Also die alltägliche Freundlichkeit und Integrität Mitmenschen gegenüber. Wohlwollen ist auch wichtig, da wir alle nicht zu jedem Zeitpunkt perfekt sind. Also auch unsere Fähigkeit, sich zu entschuldigen und zu sagen: „Hey, hier war ich nicht perfekt. Es tut mir leid“. Das gilt natürlich auch vor allem, wenn man Kinder hat. Als Eltern muss man sich manchmal auch vergeben und Dinge beim nächsten Mal besser machen.

Was sind Ihre Karrieretipps?
Wir sind alle Visionäre.  Es ist wichtig, die Vision des eigenen Lebens zu gestalten. Egal, ob es ein Vision Board ist, seine Ziele aufzuschreiben oder Teil einer Community zu werden, die einen unterstützt. Man muss sich immer im Klaren sein, was man will und wie der Weg ist, es zu erreichen.

Gala


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