Karl Lagerfeld: Der extravagante Lifestyle der Mode-Ikone

Karl Lagerfeld war nicht nur der Schöpfer eindrucksvoller Haute Couture, auch der Lifestyle des Modezars war alles andere als gewöhnlich

Seit 1983 war Karl Lagerfeld als Kreativdirektor bei Chanel tätig und designte dort bis zuletzt herausragende Haute Couture. Frauen reißen sich seit Jahrzehnten um die It-Pieces des Modezars. Doch nicht nur die aus seiner Feder stammende Kleidung war außergewöhnlich - ebenso extravagant war auch das Privatleben von Karl Lagerfeld.

Weißes Nachthemd

Karl Lagerfeld schlief nicht in irgendeinem einfachen Pyjama: Die Mode-Ikone ließ sich eigens lange, weiße Nachthemden bei "Hilditch & Key" fertigen. Die Manufaktur kreierte die Schlafrobe nach dem Vorbild eines Nachtkleids aus dem 17. Jahrhundert, das der Modezar im "Victoria and Albert Museum" in London entdeckte.

Sein Nachthemd aus dem Material Popline, einem sehr fein gerippten, festen Gewebe aus feinen Garnen, behielt Lagerfeld meist bis zur Mittagszeit an. Erst dann wurde es zusammen mit seiner Bettwäsche gewaschen – und das täglich.

Nach seinem Tod

Sie tritt in Lagerfelds Fußstapfen bei Chanel

Virginie Viard, Karl Lagerfeld, Hudson Kroenig

Ausreichend Schlaf

In seinem weißen Nachthemd schlief Karl Lagerfeld fast immer sieben Stunden. Seine innere Uhr funktioniere so gut, dass er nach dieser Zeit von selbst aufwacht, wie der Modeschöpfer gegenüber "Harpers Bazaar" verriet. Übrigens unabhängig von der Uhrzeit, zu der er ins Bett geht: "Wenn ich nachts um zwei Uhr schlafen gehe, wache ich um neun Uhr wieder auf. Ist es Mitternacht, bin ich um sieben Uhr morgens wieder wach", so Lagerfeld.

Trockenshampoo gegen graue Haare

Haarsträhnen im Gesicht waren für Karl Lagerfeld ein absolutes No-Go – sie störten ihn schlichtweg beim Zeichnen. Also trug er sein Haar immer zu einem kleinen Pferdeschwanz gebunden. Wasser sah sein Haar jedoch kaum, denn der Modeschöpfer reinigte es nur mit Trockenshampoo von Klorane. Und das hatte einen netten Nebeneffekt: Lagerfelds graues Haar wirkte weiß und sorgte so für seinen typischen Look.

Protein-Shakes zum Frühstück

Mit gedämpften Äpfeln und gleich zwei zuckerarmen, sowie eiweißreichen Schoko-Shakes, startete Karl Lagerfeld in den Tag. Die Drinks wurden von seinem Leibarzt Dr. Jean-Claude Houdret extra für ihn entwickelt. Ihm hat Lagerfeld übrigens auch seinen großen Abnehmerfolg zu verdanken: Rund 42 Kilo nahm der Modezar unter der Anleitung Houdrets in nur 18 Monaten ab – und hielt sein neues Wohlfühlgewicht seit der Jahrtausendwende eisern.

Kein Mittagessen, dafür Cola light

Auf ein ausgiebiges Mittagessen legte Karl Lagerfeld kaum wert. Wenn er zur Mittagszeit überhaupt aß, dann zu Hause und am liebsten allein. Dafür liebte er das Abendessen, wie die Mode-Ikone im Gespräch mit "Harpers Bazaar" verriet: "Man sollte immer ein Dinner haben!"

Worauf Karl Lagerfeld jedoch nicht verzichten wollte, war seine Ration Cola light: Rund zehn Dosen des Softdrinks soll er täglich getrunken haben – und zwar zu jeder nur möglichen Tageszeit. Am liebsten genoss der Modezar seine Cola light eisgekühlt und aus einem Kristallglas.

Karl Lagerfeld nahm 42 Kilo ab

Nach Karl Lagerfelds Ernährungsumstellung standen vor allem viel Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch auf seinem Speiseplan, wie sein ehemaliger Leibarzt Dr. Jean-Claude Houdret gegenüber "Welt" verriet.

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Laut seines Konzepts waren Fleisch wie beispielsweise Huhn, Taube, Pute, Kalb und Kaninchen erlaubt – Rind, Lamm oder Schwein hingegen tabu. "Rind hat vier Mal so viele Kalorien wie mageres Huhn", erklärt Dr. Houdret. Außerdem gab es täglich maximal vier Scheiben Vollkornbrot, sowie vier Eier pro Woche. Soßen waren auch erlaubt, allerdings möglichst auf Joghurt-Basis, so Lagerfelds Leibarzt weiter.

Der besondere Grund für Lagerfelds Abnehmwunsch: Der Modezar wollte unbedingt in die Dior-Anzüge von Hedi Slimane passen. Ein Wunsch, den sich der Modezar erfüllen konnte.

Karl Lagerfeld (†)

Sein Leben in Bildern

1954 gewinnt Karl Lagerfeld einen Modewettbewerb in Paris und wird daraufhin als Assistent von Pierre Balmain eingestellt. Das Model auf dem Bild trägt seine Kreation. Während seiner Zeit bei Balmain absolviert Lagerfeld eine Schneiderlehre.
1984 wird der gebürtige Hamburger Chefdesigner von Chanel Haute Couture. Nach der Vorstellung seiner Herbst/Winter-Kollektion 1984/85 erntet er viel Beifall.
Mit Prinzessin Caroline von Monaco (hier 1985 mit deren früheren Ehemann Stefano Casiraghi, der 1990 ums Leben kommt) verbindet den deutschen Designer eine jahrzehntelange Freundschaft.
Das französische Model Inès de la Fressange wird Lagerfelds erste Muse.

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Verwendete Quellen: welt.de, harpersbazaar.com

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