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Jennifer Hof Das macht die "GNTM"-Gewinnerin heute

Jennifer Hof
Jennifer Hof
© Picture Alliance
Jennifer Hof war 2008 Heidi Klums Topmodel. Exklusiv in GALA erzählt sie, warum sie heute ganz anders unterwegs ist

Das Lächeln ist ein bisschen schüchtern geblieben, Jennifer Hof stand schon bei "GNTM" ungern im Mittelpunkt. Aber inzwischen weiß die 25-Jährige genau, was sie will. Mit ihrem Lebensgefährten und zwei kleinen Töchtern wohnt sie in Hessen und macht eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten. Schreibtisch statt Laufsteg, Aktendeckel statt Schminkpalette. Weshalb so solide?

Wie war das Gefühl, Topmodel zu werden?

Ich war damals 16 Jahre alt und bin währenddessen 17 geworden. In diesem Alter hat man noch nicht so die Weitsicht. Da hat es einfach Spaß gemacht, ich habe viel erlebt, habe viele Menschen kennengelernt. Vorher kannte ich ja auch nur Schule. (lacht)

Heute arbeiten Sie im Büro, gemodelt haben Sie zuletzt für eine Kampagne der Bundessteuerberaterkammer …

Ich finde den Beruf der Steuerfachangestellten wirklich gut. Er hat Zukunft, denn Steuern wird es immer geben. Der Job ist solide. Und mit der Kampagne "Mehr als du denkst" möchten wir junge Leute ansprechen, ihnen sagen, dass der Beruf nicht trocken oder langweilig ist. Das Gegenteil ist der Fall: Er ist abwechslungsreich und vielfältig. Ich muss mich immer wieder neu auf Mandanten einstellen, verschiedene Unternehmen und Steuern spielen eine Rolle. Das ist wirklich spannend. Und es gibt jede Menge Fortbildungen und Förderungen in dem Bereich.

Was sind Ihre Zukunftspläne?

Ich möchte auf jeden Fall einen festen Job haben. Ich bin ja inzwischen Mutter und denke darüber nach, wie ich meine Kinder versorgen kann. Im Sommer nächsten Jahres schließe ich meine Ausbildung ab und dann finde ich auf jeden Fall eine Stelle als Steuerfachangestellte. Am liebsten wäre mir eine Stelle bei meinem Ausbilder in Gießen.

Die "GNTM"-Gewinnerin von 2008 an ihrem Ausbildungsplatz bei der Steuerkanzlei Haas & Haas in Gießen
Die "GNTM"-Gewinnerin von 2008 an ihrem Ausbildungsplatz bei der Steuerkanzlei Haas & Haas in Gießen
© privat

Hätten Sie als Model nicht viel mehr Geld verdienen können?

Bestimmt. (lacht) Aber es geht im Leben ja nicht immer nur ums Geld.

Ihre Entscheidung, den Laufsteg aufzugeben, haben wohl nur wenige verstanden.

Was heißt aufgeben. Es war auch schwierig für mich, die richtige Agentur zu finden und mit der dann in eine Richtung zu gehen. Ich habe mir zum Beispiel die Haare lang wachsen lassen, weil mir gesagt wurde, das verkauft sich besser. Aber damit habe ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt. Das sind alles so Entscheidungen, die man trifft, weil andere über einen bestimmen. Und ich weiß nicht, ob das so toll ist. Mittlerweile habe ich wieder kurze Haare und bin glücklich.

Sie haben zwei Mädchen. Was würden Sie sagen, wenn eine modeln möchte?

Ich würde hinter ihr stehen und sie das ausprobieren lassen.

Dürfte sie auch zu Heidi Klum in die Sendung gehen?

Wenn es ihr Wunsch wäre, dürfte sie das natürlich. Ich würde ihr aber auch den längeren Weg aufzeigen, bei dem man sich bei Agenturen vorstellt und sich selber aufbaut. Denn in der Show wird man total gehypt, und dann fällt man in ein ganz tiefes Loch. Das ist nicht einfach, damit umzugehen. Obwohl ich ihr auch das zutrauen würde.

Und was würden Sie sagen, wenn sie Steuerfachangestellte werden möchte?

Super, kannst du machen. (lacht)

Würden Sie noch mal bei "GNTM" mitmachen?

Es ist eine Erfahrung gewesen, aber bei mir ist es auch danach gut gelaufen. Ich habe mich nicht danebenbenommen, bin nicht ins "Dschungelcamp" gegangen. Man muss eben genau wissen, was man bereit ist, von sich selbst preiszugeben. Sonst kann man auch mal ganz schnell zu jemandem gemacht werden, der man eigentlich gar nicht ist.

Gala


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