Polterabend, Baumstamm sägen & Co.: Hochzeitstraditionen neu interpretiert

Was wäre eine Hochzeit ohne ihre altbewährten Traditionen? Doch woher kommen diese Bräuche eigentlich und sind sie nicht schon längst überholt? Nicht unbedingt - wir geben Tipps, wie Sie Hochzeitsbräuche neu interpretieren können. 

Selbst die modernste Hochzeit hat sie: Traditionen aus alten Tagen. Doch was steckt hinter Blumenstrauß werfen, Polterabenden, Baumstamm sägen & Co.? Wir haben die fünf bekanntesten Hochzeitstraditionen - und wie wir sie neu erfinden können.

Die zehn bekanntesten Hochzeitstraditionen und ihre Herkunft

1. Der Polterabend

Am Vorabend der Hochzeit fliegen unzählige Teller, Tassen und alte Schüsseln durch die Luft und zerspringen schließlich in tausend kleine Scherben. Der Gedanke hinter unserem altbewährten Polterabend ist ein einfacher: Der Scherbenhaufen soll dem Brautpaar Glück für seine bevorstehende Ehe bringen. Der Polterabend kann mit einem Opferritus verglichen werden, dessen Wurzeln bei den alten Germanen liegt. Auch sie zerbrachen Kriegsbeute, um sich das Wohlwollen der Götter zu sichern. Ein lieb gemeintes Symbol, welches am Abend selbst jedoch für viel Lärm und Schmutz sorgt. Eine weniger aufwendige Alternative ist der Junggesellenabschied, bei dem Braut und Bräutigam ihre letzten Tage als Junggessellen feiern. Statt Keramik & Co. zu zerbrechen, können Sie dann beispielsweise zusammen mit Ihren Freundinnen Geschirr bemalen. 

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2. Baumstamm sägen

Kurz nachdem das "Ja"-Wort gesagt und die Ringe getauscht wurden, wartet eine schweißtreibende Aufgabe auf das Brautpaar: Beim Baumstamm müssen Braut und Bräutigam gemeinsam mit einer stumpfen Schrotsäge ihre erste Schwierigkeit als frisch gebackene Eheleute bewerkstelligen. Dabei müssen sie unter Beweis stellen, dass sie gemeinsam arbeiten können - sozusagen das richtige Rüstzeug für ihre Ehe mitbringen. Das ist nichts für Sie? Um ehrlich zu sein, wäre es jetzt, nach der Zeremonie, auch etwas zu spät, um festzustellen, dass Sie kein gutes Team sind. Im Idealfall haben Sie das bereits vor der Eheschließung bei gemeinsamen Aktivitäten herausgefunden.

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3. Etwas Neues, etwas Altes, etwas Gebrauchtes, etwas Blaues

Ein englisches Gedicht besagt, dass die Braut an ihrem großen Tag "something old, something new, something borrowed, something blue" tragen soll. Etwas Altes steht dabei für Beständigkeit, etwas Neues für die Zuversicht, etwas Geliehenes für den Zusammenhalt und Blau ist die Farbe der Treue. Es gibt noch eine Menge andere Optionen, diese Hochzeitstradition auszuleben und vielleicht auch etwas zu verschlanken. Eine der Möglichkeiten ist es, zwei oder sogar drei der Brautbräuche in einem Gegenstand zu kombinieren - beispielsweise indem Sie ein altes Schmuckstück ausleihen und somit etwas Altes und etwas Geborgenes miteinander kombinieren. 

4. Brautstrauß werfen

Jeder kennt es: Zu später Stunde wirft die Braut ihren Brautstrauß über die Schulter in die Menge der unverheirateten Frauen - wer den Strauß fängt, wird als nächstes vor den Traualtar treten. Diese Tradition symbolisiert meist das baldige Ende des Fests. Die Braut gibt sozusagen den Staffelstab weiter an ihre Nachfolgerin. Das Problem dabei ist häufig, dass Bräute ihren Braustrauß lieber aufbewahren möchten, statt ihn wegzuwerfen. Hier bietet sich ein sogenannter Wurfstrauß als Alternative an. Diesen müssen Sie auch nicht zwingend durch den Raum werfen: Stellen Sie sich doch einfach in die Mitte der unverheirateten Frauen und und drehen sie sich mit geschlossenen Augen so lange im Kreis, bis die Musik stoppt. Dann überreichen Sie den Wurfstrauß derjenigen, die vor Ihnen steht. 

5. Reis werfen

Nach der Zeremonie wird das Paar traditionell mit Reis beworfen. Dadurch entstehen nicht nur schöne Fotos, sondern hat auch eine tiefere Bedeutung. Reis gilt seit Jahrhunderten als ein Symbol für Fruchtbarkeit und kann als Glückwünsche für eine kinderreiche Ehe verstanden werden. Heutzutage wird der Reis gerne durch Konfetti oder Blütenblätter ersetzt, damit das Paar nach dem Auszug nicht den Reis aus der Frisur zupfen muss.

Verwendete Quellen: Braut Magazin, Hochzeitsplaza, eigene Recherche

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