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Bride-Insights "Meine Gästeliste gehört mir!"

Bride-Insights: "Meine Gästeliste gehört mir!"
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Wen lädt man zur Hochzeit ein? Und wen auf gar keinen Fall? Über die Gästeliste hat sich unsere Kollegin auch unverlobt schon mal Gedanken gemacht. Eins steht jetzt schon fest: Es werden Leute beleidigt sein.

Keine Sorge, vom Heiraten bin ich ungefähr so weit weg wie Meghan nun von der britischen Monarchie. Fest steht und stand für mich allerdings schon immer: Heiraten unbedingt - zumindest einmal im Leben, Kinder eher nicht.

Wann das freudige Ringetauschen nun stattfindet? Unklar, vielleicht spontan ohne Zeugen wie die liebe Kollegin beim nächsten Trip nach Las Vegas, vielleicht auch erst in 10 Jahren mit 500 Gästen und jedem Hans und Franz, den ich kenne. Was mich nämlich schon jetzt umtreibt, ohne überhaupt einen Verlobungsring am Finger zu haben: Das ganze Buhei um die Gästeliste.

"Wem soll man denn noch alles recht machen?"

Bei heiratenden Freunden kann ich nämlich aus meiner durchaus bequemen Position ein immer wiederkehrendes Problem erkennen: Neben der sowieso schon stressigen Organisation dieses Mega-Events erheben noch zusätzlich sämtliche Leute Anspruch auf eine Teilnahme daran – nicht nur Mama und Papa, sondern auch Schwip-Onkel Heribert aus Traben-Trarbach. Wem soll man das denn noch alles recht machen? Meine Gästeliste gehört mir!

Verwandtschaft über zehn Ecken garantiert noch längst keine Einladung. Ich möchte an diesem besonderen Tag nur Leute um mich haben, die mich und meinen Freund schätzen – und umgekehrt. Menschen, die Stühle warmhalten brauche ich nicht - auch, weil doch alle sowieso tanzen sollen.

Mut zum direkten Nein

Auch wenn ich schon jetzt weiß, dass mich meine Eltern irgendwann mit Blick auf die entsandten Einladungen mit traurigen Augen anschauen und fragen werden: „Aber was ist mit dem? Och bitte, nur für den Familienfrieden, das magst du doch nicht tun …“ Doch mag ich dann. Vielleicht wird es einen Polterabend oder ein legeres Essen vorab geben, an dem ich dann alle Wohlgesonnenen aus dem entfernten Kreis buchstäblich abfrühstücken kann.

Aber selbst das ist ja schon ein freundschaftlicher Kompromiss. Eigentlich wünsche ich mir, bis zu meiner möglichen Hochzeit den Mut zu sagen: „Nö, dich lade ich nicht ein".

Gala

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