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"Ja, ich will!" Wie sich Hochzeiten in den letzten Jahren verändert haben

Warum sich Hochzeitstraditionen in den letzten Jahren immer wieder verändert haben.
Warum sich Hochzeitstraditionen in den letzten Jahren immer wieder verändert haben.
© Shutterstock
Auf wie vielen Hochzeiten waren Sie in den letzten Jahren? Und wie viele waren davon gleich? Mit Sicherheit kaum eine. Hochzeitstraditionen wurden im vergangenen Jahrzehnt gelockert, Regeln gebrochen und neue Gesetze erschaffen. Ein Privileg, das es zu feiern lohnt!

Von "Save the Dates"-Einladungen, "After-Partys" oder einem dreitägigen "Wedding-Wochenende" werden unsere Großeltern mit Sicherheit noch nie etwas gehört haben, doch die Hochzeitstraditionen haben sich den vergangenen Jahren extrem verändert.

Fing vor 50 Jahren noch alles mit einem klassischen Heiratsantrag ohne Instagram-Filter, einem Polterabend mit Bier, Wein und Schnaps statt personalisierten Cocktails und einer Trauung ohne Riesenrad und mehreren Kleiderwechseln an, gilt für Hochzeiten im 21. Jahrhundert das Motto: Mehr ist mehr. Und: Alles ist möglich – in jeder Hinsicht. Warum das so wichtig ist.

Längst überfällig: Seit 2017 dürfen gleichgeschlechtliche Paare heiraten

Fangen wir mit dem Gesetz an. Nachdem 2011 in New York die gleichgeschlechtliche Ehe von Gouverneur Andrew Cuomo legalisiert wurde, zog auch Deutschland nach: Seit dem 1. Oktober 2017 dürfen sich schwule und lesbische Paare endlich das Ja-Wort geben – wurde auch Zeit! 

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Hochzeitsmode im Wandel

Und auch sonst haben wir uns in den vergangenen Jahren von den scheinbar "festen" Hochzeitsregeln verabschiedet: Zeremonien sind entspannter, lockerer geworden, die Kirche als "einzig wahrer Ort" einer Trauung ist längst Geschichte und auch modisch ist von klassischen weißen Brautkleidern mit viel Tüll und Spitze nur noch selten was zu sehen. Gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Trends, die die Bridal-Shows in den Modemetropolen dominierten, wird in Paris, Mailand und New York nun jeder Geschmack bedient: Von minimalistischen und maximalistischen Kleidern über Naked Dresses, klassische Roben à la Meghan Markle, 39, oder androgyne Smokings – alles ist möglich!

Die Qual der Wahl ...

Und wer sich nicht für ein Kleid entscheiden kann, zieht sich zwischendurch einfach um. Es ist in den vergangenen Jahren fast zur Normalität geworden, dass Bräute an ihrem großen Tag mehrmals die Garderobe wechseln: Nach der Zeremonie kommt Brautkleid Nummer zwei zum Einsatz und zur später Stunde wird von der langen Robe in ein kurzes Partykleid gewechselt. Bestes Beispiel: Chiara Ferragni, 33. Die italienische Mode-Bloggerin und Unternehmerin trug am Abend vor der Trauung ein maßgeschneidertes Mini-Kleid des italienischen Luxusmodehauses Prada, in einer extravaganten Robe von Dior schritt Ferragni dann einen Tag später zum Altar. Wenige Stunden später wechselte Chiara Ferragni wieder – zum Tanzen trug die Italienerin ein Dior-Kleid von Designerin Maria Grazia Chiuri, 56, das mit vielen persönlichen Stickereien versehen war. Doch damit nicht genug: Für die extravagante Party zu später Stunde tauschte Ferrgani den langen Rock ihres Dior-Kleides gegen ein kurzes Tutu im Ballerina-Look.

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Die Kirche im Dorf hat ausgedient

Chiara Ferragni ist ebenso ein gutes Beispiel dafür, dass Hochzeiten nicht nur in Kirchen, großen Veranstaltungshallen oder Restaurants gefeiert werden müssen. Die italienische Unternehmerin gab ihrem Liebsten, Rapper Fedez, 30, bei einer freien Trauung vor traumhafter Kulisse auf Sizilien das Ja-Wort. Das Dinner fand in einem mit Lichterketten überfluteten Festzelt statt, die Party danach wurde in einem – extra für die Hochzeit errichteten – Freizeitpark gefeiert. Aber auch Heidi Klum, 47, heiratete Tom Kaulitz, 31, nicht in ihrer Wahlheimat Los Angeles, das Model und der Rocker feierten auf einer Luxus-Jacht vor Capri – und das mehrere Tage lang.

Destination Wedding: Diese Orte sind angesagt

Der Fachbegriff für diese neue Art der Hochzeiten? "Destination Wedding". Das Brautpaar heiratet nicht mehr in seiner Gemeinde, sondern lässt die gesamte Hochzeitsgesellschaft an einen Ort seiner Wahl fliegen. Besonders hoch im Kurs stehen aktuell Mallorca und Ibiza, hier haben zuletzt Bloggerin Farina Opoku, YouTuberin Dagi Bee, 25, sowie Mario, 28, und Ann-Kathrin Götze, 30, geheiratet. 

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Der letzte Schliff ...

Dabei ist vor allem eins wichtig: Die richtige Dekoration. Um die Hochzeit sowie die Fotos, die später den Instagram-Account (fast) jeder Braut schmücken, perfekt zu machen, bedarf es viel Liebe zum Detail. Getreu dem Motto der Hochzeit – in den meisten Fällen ist es Boho-Chic – werden große Blumenbouquets, Pampasgras und meterlange Lichterketten so arrangiert, dass das Ambiente aus jedem Winkel perfekt aussieht. Klingt ironisch, ist es aber nicht: Schmetterlinge aus Servietten haben wir uns schließlich alle längst satt gesehen, oder?

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Regeln? Von wegen! Wir feiern, wie wir wollen

Sie merken: Hochzeiten sind facettenreicher, außergewöhnlicher und experimentierfreudiger geworden, Brautpaare dürfen nach ihren eigenen Regeln tanzen. Ein Errungenschaft, die wir auskosten sollten – solange wir nicht vergessen, dass es bei Trauungen um uns und nicht um möglichst viele Likes auf Instagram, Facebook & Co. geht.

Verwendete Quellen: eigene Recherche

Gala


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