Ekel-Alarm!: Zeckenbiss: Hausmittel, die wirklich helfen

Wenn im Frühling das Gras wieder wächst und die Blätter an Bäumen und Büschen grünen, ist auch er nicht mehr weit: der Zeckenbiss. Besonders nach Ausflügen ins Grüne muss man oft feststellen, dass man einen der Parasiten mit nach Hause genommen hat. Hat er zugebissen, sollte man schnell handeln, denn Zecken übertragen nicht nur Bakterien und Viren sondern auch ernsthafte Erkrankungen wie Borreliose und Hirnhautentzündung (FSME). Aber was tun? Wir verraten, welche Hausmittel bei einem Zeckenbiss besonders wirksam sind

Zecken lauern gern im hohen Gras oder niedrigen Büschen.

Ein Zeckenbiss setzt viele Menschen erst einmal in Panik. Gut, wenn man weiß, welche Hausmittel es gibt, um die Begleiterscheinungen möglichst gering zu halten.

Zeckenbiss: Erste Hilfe

Zecke entfernen - so geht's

Die Zecke wird am besten mithilfe einer Pinzette oder Zeckenkarte gegriffen und langsam herausgezogen.

Hat sich eine Zecke in der Haut festgebissen, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. Je länger sie in der Haut steckt, desto größer ist die Gefahr einer Übertragung von Krankheiten. Am besten funktioniert die Entfernung mit einer spitzen Pinzette. Das Tier sollte möglichst weit vorn am Kopf von der Pinzette umschlossen und dann langsam herausgezogen werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Zecke nicht zu sehr gequetscht und dass sie samt ihrer Mundwerkzeuge entfernt wird.

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Hilfreich kann hierbei auch eine spezielle Zeckenkarte sein. Dabei handelt es sich um eine Art Scheckkarte, die an einer Ecke eine v-förmige Aussparung hat, in die man die Zecke einklemmen und anschließend aus der Haut ziehen kann. Der Vorteil: Die Zecke wird nicht gequetscht.

Bitte vergessen Sie Erste-Hilfe-Mythen wie "Zecke mit Öl oder Klebstoff ersticken". Das ist nicht hilfreich und führt eher dazu, dass die Zecke sich stärker festbeißt oder Sekret in die Wunde abgibt. Hierdurch erhöht sich das Risiko einer Infektion.

Nach der Entfernung sollte der Zeckenbiss unbedingt desinfiziert und einem Arzt gezeigt werden.

Zeckenschutz

Kokosöl gegen Zecken

Kokosöl ist ein natürliches Mittel gegen Zecken und zur Behandlung bei einem Zeckenbiss geeignet

Diese Hausmittel helfen NACH Entfernung der Zecke:

Zeckenbiss-Hausmittel Nr.1: Tinktur oder Öl zur Desinfektion der Zeckenbiss-Stelle

Um die Stelle, an der die Zecke zugebissen hat, zu desinfizieren, können Sie eine Kamillen-Tinktur oder eine Tinktur aus Ringelblumen (auch bekannt unter dem Namen Calendula) verwenden.  Falls sie Teebaumöl oder Lavendelöl zuhause haben, kann auch dies verwendet werden. Die Tinkturen und Öle gibt es in der Apotheke und in manchen Drogerie-Märkten.

Zeckenbiss-Hausmittel Nr. 2: Spitzwegerich gegen den Juckreiz

Wenn die Einstichstelle juckt, kann hier Spitzwegerich Abhilfe schaffen. Dazu werden die frischen Spitzwegerich-Blätter zerstoßen oder zwischen den Fingern zerrieben und auf die juckende Hautstelle gegeben. 

Zwiebeln sind äußerst wirksam bei der Behandlung von Zeckenbissen.

Zeckenbiss-Hausmittel Nr. 3: Zwiebeln wirken doppelt

Auch Zwiebeln helfen bei Zeckenbissen, und zwar in doppelter Hinsicht: antibakteriell und antiseptisch. Hierfür eine Zwiebel in zwei Hälften teilen und die Schnittstelle einer Hälfte für mindestens 10 Minuten auf die Bissstelle legen. 

Zeckenbiss-Hausmittel Nr. 4: Essig - günstig und gut

Essig ist ein günstiges und durchaus wirksames Hausmittel bei Zeckenbissen, denn er desinfiziert die verletzte Hautstelle und verhindert, dass weitere Erreger eindringen. Am besten bringt man den Essig mithilfe eines Umschlags auf die Haut. Hierfür wird ein Tuch (z.B. Mulltuch) in Essig (Apfelessig eignet sich gut) getränkt, leicht ausgedrückt und dann auf die betreffende Hautstelle gelegt.

Was nach einem Zeckenbiss noch zu beachten ist

Hautrötung

Die Rötung der Haut sollte in den Tagen nach einem Zeckenbiss unbedingt beobachtet werden. Bei Auffälligkeiten sofort einen Arzt aufsuchen.

Sollten Sie von einer Zecke gebissen worden sein, gilt es, die Bissstelle in den folgenden Tagen gut zu beobachten. Eine kleine Hautrötung nach dem Biss ist normal. Sollte diese Rötung allerdings einen Durchmesser von mehr als 5 cm aufweisen oder stark schmerzen, so ist spätestens jetzt ein Besuch beim Arzt fällig.

Wanderröte

Achtung auch bei der sogenannten Wanderröte (Erythema migrans). So nennt man eine Hautrötung, die sich nach und nach von der Einstichstelle wegbewegt. Immer wieder hört man, dass sie ein Indiz für eine Borreliose-Infektion ist. Dies ist allerdings nicht der Fall. Die Wanderröte zeigt lediglich an, dass der Körper auf einen Erreger reagiert. Um welchen Erreger es sich hierbei genau handelt - darüber gibt die Wanderröte keinen Aufschluss. Wenn Sie verunsichert sind, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf.

Grippeartige Symptome

Auch bei grippeartigen Symptomen nach einem Zeckenbiss sollte ein Arzt aufgesucht werden - sowohl Borreliose als auch FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) beginnen oft mit Fieber und Gliederschmerzen.

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Wie man Zeckenbissen vorbeugen kann

Hohe Socken und lange Hosen machen es den Zecken schwer, an Hautstellen zu gelangen.

Natürlich ist es am besten, gar nicht erst gebissen zu werden. Hier sind einige Tipps und Hausmittelchen, mit deren Hilfe sich der ein oder andere Biss vermeiden lässt: 

  • Vermeiden Sie Wege durch hohes Gras oder Unterholz
  • Socken und lange Hosen tragen
  • Insekten-Spray auftragen (es gibt auch spezielle Anti-Zecken-Sprays)
  • Mit frischem Knoblauch einreiben (Zecken sind geruchsempfindlich)
  • Helle Kleidung tragen. Darauf lassen sich Zecken besser erkennen
  • Nach einem Spaziergang durchs Grüne den Körper nach Zecken absuchen

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps helfen und wünschen Ihnen, dass Sie gut, gesund und sicher durch die Zeckenzeit kommen. Bleiben Sie gesund!

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