Wandern: Ein Wundermittel, das gesund und glücklich macht

Kaum etwas ist so einfach und gleichzeitig so wirksam wie das Wandern. Schon regelmäßige kurze Strecken können unsere Gesundheit positiv beeinflussen

Wandern: Der Aufenthalt in der Natur senkt den Stresspegel enorm

"Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele" stellte vor über 150 Jahren schon der deutsche Schriftsteller und Lehrer Josef Hofmiller fest. Und was man damals schon ahnte, wurde inzwischen durch verschiedene wissenschaftliche Studien bewiesen: Wandern fördert die körperliche und seelische Gesundheit. Es hat einen positiven Einfluss auf den Fettstoffwechsel, den Kreislauf und das Immunsystem, stärkt Muskeln und unser Herz und ist dabei nahezu nebenwirkungsfrei. 

Positive Effekte auf den Körper

Wandern ist gut für das Immunsystem

Wer sich regelmäßig bewegt, wird seltener krank, denn die Bewegung bewirkt eine Stärkung des Immunsystems. Damit ist man weniger anfällig gegenüber Infektionskrankheiten.

Schlafentzug

So schlimm wirkt sich das auf den Körper aus

Schlafentzug: So schlimm wirkt sich das auf den Körper aus
Was passiert eigentlich, wenn man durchschnittlich nur vier Stunden pro Nacht schläft?
©Gala

Wandern stärkt Herz und Kreislauf

Die regelmäßige und moderate Bewegung beim Wandern senkt das Risiko, an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken. Der Vorteil beim Wandern ist, dass es sehr gut dosierbar ist. Man kann mit kurzen Strecken beginnen und diese langsam ausbauen. Die Gefahr, sich hier zu übernehmen, wie bei anderen Sportarten, ist eher gering.

Wandern reguliert den Blutdruck

Wer unter niedrigem Blutdruck leidet, kommt beim Wandern wieder in Schwung. Aber auch Menschen mit hohem Blutdruck profitieren vom Wandern. Der Herzschlag reguliert sich langsam und der Blutdruck sinkt. 

Wandern unterstützt beim Abnehmen

Regelmäßiges Wandern kann sich auch auf der Waage positiv bemerkbar machen.

Bei einer leichten Wanderung verbrennt man ungefähr 350 Kcal in der Stunde, bei einer Wanderung im Gebirge mit größeres Höhenunterschieden können es stündlich sogar 555 Kcal sein. Damit ist Wandern fast so effizient wie Joggen. Gerade Übergewichtige verlieren durch das hohe Eigengewicht mehr Energie. Der Effekt wird laut einer Studie sogar noch durch den niedrigeren Sauerstoffgehalt in den Bergregionen unterstützt. Höhenluft soll die Kalorien angeblich deutlich schneller zum Purzeln bringen und dazu auch noch appetitzügelnd wirken.

Wandern stärkt den Bewegungsapparat

Gerade im Bereich der unteren Extremitäten werden Knochen, Gelenke, Bänder und Sehnen gestärkt. Diese Stärkung entlastet wiederum Knie und Hüftgelenke und verbessert die Haltung. Wandern ist zudem weitaus gelenkschonender als andere Laufsportarten wie beispielsweise Joggen

Wandern verbessert die Atmung

Regelmäßiges Wandern hat auch Einfluss auf die Atmung. Es vergrößert die Lungenvitalkapazität, wodurch die Sauerstoffzufuhr optimiert wird. So steht Muskeln und Organen mehr Sauerstoff zur Verfügung, sie können effektiver arbeiten.

Wandern ist gut geeignet für Diabetiker

Für Diabetiker eignen sich ganz besonders Sportarten, die die Ausdauer fördern, also mit langer Belastung, aber von niedriger Intensität. Wandern ist demnach ideal. Zudem senken schon 30 Minuten Wandern den Blutzuckerspiegel. Diabetiker, die jedoch noch nie oder lange keinen Sport mehr getrieben haben, sollten sich vorerst von einem Arzt beraten lassen, welche Belastung für sie geeignet ist. 

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Positive Effekte auf Geist und Seele

Wandern hilft gegen Stress

In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass sogar schon das Betrachten einer Landschaft auf einem Bild den Blutdruck sowie Puls und Muskeltonus herabsenkt. Befindet man sich in der Natur, ist dieser Effekt noch verstärkt.

Wandern tut der Seele und der Stimmung gut.

Wandern hilft bei leichten Depressionen

Die langandauernde Bewegung sorgt zudem dafür, dass Hormone und Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin vermehrt ausgeschüttet werden. Es kommt zu einem Gefühl von Glück und Wohlbefinden. Daher ist Wandern vor allem für Menschen mit leichten Depressionen oder in Lebenskrisen eine gute Möglichkeit auf andere Gedanken zu kommen und sich besser zu fühlen.

Wandern bei Demenz

Regelmäßig ausdauerndes Wandern kann den kognitiven Leistungsabbau verlangsamen. Es soll der Entwicklung einer Demenz sogar vorbeugen können. Warum das so ist, wurde bisher noch nicht eindeutig geklärt. Es kann sein, dass die Bewegung die Durchblutung des Gehirns anregt.  

Warten Sie also nicht länger und machen Sie sich auf den Weg. Es reicht für den Einstieg, seine nähere Umgebung auf ausgedehnten Spaziergängen (mindestens eine halbe Stunde) zu erkunden. Dafür benötigen Sie keine besondere Ausstattung (abgesehen von witterungsangepasster Kleidung und festen Schuhen). Wenn Ihnen diese Aktivität Freude bereitet, können Sie die Länge der Wanderungen ausweiten und sich neue Ziele für ihre Wanderungen aussuchen. Viel Spaß!

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