Laufende Nase: Schnupfen: Was hilft wirklich?

Schnupfen nervt, vor allem wenn er besonders hartnäckig ist. Wie lange eine Rhinitis dauern kann, wieso die Nase läuft und welche Mittel die gereizte Nasenschleimhaut beruhigen


Schnupfen ist meist harmlos und klingt in der Regel nach sieben Tagen wieder ab

Kaum jemand bleibt davon verschont: Schnupfen (Rhinitis). Die Deutschen sind in der Regel zwischen ein- und dreimal im Jahr betroffen. Die Nase läuft, sie juckt und brennt. Hinzu kommen eine Schwellung und Behinderung der Nasenatmung. Damit sich aus dem Schnupfen keine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)) entwickelt, ist es wichtig, mit den richtigen Mitteln gegenzusteuern.

Wie lange dauert ein Schnupfen?

Schnupfen ist eine meist durch Viren hervorgerufene Entzündung der Nasenschleimhaut. Die Viruserkrankung tritt häufig im Rahmen einer Erkältung auf. Ein gewöhnlicher Schnupfen kann bis zu zehn Tage dauern. Neben einer verstopften Nase können auch Niesen, Husten und Halsschmerzen als Begleitsymptome hinzukommen.

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Wann wird Schnupfen gefährlich?

Schnupfen ist ein Symptom, das beispielsweise auf eine Erkältung oder eine Allergie hindeuten kann. In der Regel ist ein Schupfen unbedenklich. Wenn eine Rhinitis jedoch auf umliegende Organe übergreift, kann sie eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mittelohrentzündung und Bronchitis hervorrufen. Im schlimmsten Fall kann Schnupfen sogar eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auslösen.

Sollten die Symptome wie eine verstopfte oder triefende Nase, eine behinderte Nasenatmung, Riech- und Geschmacksstörungen, Niesreiz und eitriges Nasensekret

  • nicht innerhalb von zwei Wochen abklingen,
  • schwerer als gewohnt verlaufen,
  • sich nach einigen Tagen der Besserung wieder verschlechtern,
  • häufig wiederkehren oder
  • von hohem Fieber begleitet werden, ist ein Arztbesuch notwendig.

Weshalb bekommt man Schnupfen?

Als Auslöser für einen Schnupfen kommen verschiedene Ursachen infrage. Besonders häufig tritt die Rhinitis im Rahmen einer Erkältungskrankheit auf. Mindestens genauso oft kann ein Schnupfen auch von einer Allergie herrühren. Die allergische Reaktion auf bestimmte Reizstoffe wie Hausstaub, Tierhaare und Pollen ähnelt denen eines grippalen Infekts: Das Immunsystem setzt eine Entzündungsreaktion frei, die den Körper dabei unterstützen soll, die Eindringlinge wieder loszuwerden. Infolgedessen kommt es zu den typischen Schnupfen-Symptomen. Weitere Ursachen für einen Schnupfen können sein:

  • Infektionskrankheiten wie Scharlach und Masern
  • Reizstoffe wie Tabakrauch, trockene Luft, Feinstaub, Lösungs- und Desinfektionsmittel
  • Nasenpolypen
  • eine falsche Anwendung von Nasensprays

Schnupfen: was hilft schnell?

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Schnupfen macht schlapp, müde und hält uns in der Nacht wach. Diese Tipps haben sich bewährt, um eine Rhinitis schnell zu behandeln!

1. Abschwellende Nasensprays

Für ein schnelles Abklingen des Schnupfens sind abschwellende Nasensprays förderlich. Sie sorgen dafür, dass die Belüftung der Nasennebenhöhlen wieder hergestellt wird und angestautes Nasensekret abfließen kann. Ein bis zwei Stöße sind ausreichend, um den Druck aus der Nase zu nehmen und das Atmen zu erleichtern. Die Wirkung abschwellender Nasensprays tritt bereits nach wenigen Minuten ein und hält einige Stunden an. Achtung: Verwenden Sie Nasensprays maximal sieben Tage hintereinander, ansonsten riskieren Sie die Schädigung der Nasenschleimhaut.

2. Nasentropfen

Auch Nasentropfen enthalten abschwellende Wirkstoffe wie beispielsweise Xylometazolin oder Oxymetazolin. Es ist wichtig, die Nase vor dem Einnehmen der Tropfen durch gründliches Schnäuzen zu reinigen. Auch hier gilt: Nasentropfen nicht länger als sieben Tage am Stück einnehmen.

3. Inhalation

Eine Inhalation mit warmen Dämpfen dient bei Schnupfen dazu, die Atemwege wieder frei zu machen. Festsitzender Schleim in der Nase kann dadurch leichter ausgeschnäuzt werden. Besonders gut eignen sich Dampfinhalatoren aus der Apotheke. Die Wirkstoffe von beispielsweise Pflanzenstoffen, Salzlösungen oder ätherischen Ölen gelangen durch einen Mund-Nasen-Aufsatz in die Schleimhäute im oberen Atemtrakt und befeuchten diese. Plagt Sie ein Schnupfen, können Sie zwei- bis dreimal täglich fünf bis zehn Minuten inhalieren.

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Schnupfen – wie können wir ihn verhindern?

Ähnlich wie bei einer Erkältung gilt: Schnupfen muss nicht sein. Mit diesen Maßnahmen können Sie dem Symptom vorbeugen.

Schlaf

Damit sich das Immunsystem regenerieren und weiße Blutkörperchen bilden kann, um zukünftige Eindringlinge abzuwehren, braucht es Ruhe. Wer weniger als sieben Stunden schläft, hat ein deutlich erhöhtes Erkältungsrisiko!

Sport

Bewegung (vor allem an der frischen Luft) erhöht die Aktivität bestimmter Immunzellen im Körper und stärkt so unsere Abwehrkräfte. 20 Minuten (Ausdauer-) Sport täglich sind optimal.

Probiotika

Die richtige Darmflora ist wichtig für ein intaktes Immunsystem. Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Quark und Käse helfen, eine gesunde Darmflora aufzubauen.

Sauna

Saunagänge können – nach acht bis zehn Wochen regelmäßiger Anwendung – die Anfälligkeit für Schnupfen und eine Erkältung im Allgemeinen senken.

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