Dysphagie: Schluckbeschwerden – was tun?

Schluckbeschwerden sind nicht nur unangenehm, sie können sogar gefährlich werden, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Welche Krankheitsbilder hinter einer Schluckstörung stecken können und wie sie richtig behandelt werden

Schluckbeschwerden sind überwiegend harmlos, können jedoch auch auf Krankheiten hindeuten

Schluckbeschwerden können jeden von uns treffen. Manchmal sind sie harmlos, in einigen Fällen kann es jedoch einen ernsten Hintergrund für die Schluckstörung geben. Warum Sie die Alarmsignale nicht ignorieren sollten und was bei starken Schluckbeschwerden hilft – GALA klärt auf.

Schluckbeschwerden – was ist eine Dysphagie?

Dysphagie ist der medizinische Ausdruck für Schluckbeschwerden und bezeichnet die Störung des Schluckaktes. Schluckbeschwerden können sich unterschiedlich äußern. Angefangen von einem Kloß im Hals über ein kratzendes Gefühl bis hin zu Schmerzen im Rachen sind Schluckbeschwerden ein häufig verbreitetes Symptom und ein Warnsignal für zahlreiche Erkrankungen.

Besonders häufig treten Schluckbeschwerden als Begleiterscheinung einer Erkältung oder Grippe auf. Entzündungen des Mund- und Rachenraums, des Kehlkopfs und der Mandeln können den Schluckvorgang erschweren. Doch die Beschwerden können ihren Ursprung auch in anderen Krankheitsbildern haben. Dazu gehören:

  • Pilzinfektionen im Mund und Rachen
  • Neurologische Erkrankungen (Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, ALS, Demenz)
  • Reflux
  • Schilddrüsenvergrößerung
  • Allergien
  • Gut- oder bösartige Tumoren
  • Psychische Erkrankungen

Um andauernde Schluckbeschwerden richtig behandeln zu können, ist es wichtig, die Ursache zu ergründen. Zögern Sie daher nicht und suchen Sie zeitnah einen Arzt auf.

Wie äußern sich Schluckbeschwerden?

Eine Schluckstörung liegt vor, wenn:

  • Die Mahlzeit länger dauert als gewöhnlich
  • Die Nahrungsaufnahme verweigert wird
  • Das Essen in Gemeinschaft vermieden wird
  • Es während der Einnahme der Mahlzeit vermehrt zu Husten, Räuspern oder Luftnot kommt
  • Nahrung ausgespuckt wird
  • Das Schlucken angestrengt wirkt
  • Unwillkürlich Speichelfluss abgeht

Wie lange dauern Schluckbeschwerden und Halsschmerzen?

Schluckbeschwerden und Halsschmerzen sind meist nach drei bis fünf Tagen überstanden. Wenn die Beschwerden länger anhalten, plötzlich und ohne ersichtlichen Grund auftreten und die Nahrungsaufnahme behindert ist, sollten Sie unbedingt einen Arzt um Rat fragen.

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Was hilft bei starken Schluckbeschwerden?

Bei einfachen Reizungen im Rachen können Hausmittel Linderung verschaffen. Geeignete Hausmittel für die Behandlung von Schluckbeschwerden sind:

Salzwasser

Das Gurgeln mit Salzwasser säubert die Schleimhäute und hemmt die Entzündung. Dazu wird ein Teelöffel normales Kochsalz in 300 bis 400 Milliliter Wasser aufgekocht. Die Flüssigkeit abkühlen lassen, bis es lauwarm ist. Entweder alle zwei Stunden, zumindest aber mehrmals am Tag mit dem Salzwasser gurgeln.

Honig und Tee

Kamillentee wirkt bei Schluckbeschwerden beruhigend

Kamillen- und Salbeitee beruhigen die gereizten Schleimhäute. Durch einen Esslöffel Bienenhonig wird die Abheilung der Entzündung im Mund- und Rachenraum noch beschleunigt. Die heilende Wirkung verdankt der Honig vor allem seinen antibakteriellen Eigenschaften. Drei bis vier Tassen Kamillen- und Salbeitee täglich zwischen den Mahlzeiten können Schluckbeschwerden lindern.

Ingwer

Ingwer kann aufgrund seiner ätherischen Öle Entzündungen jeglicher Art lindern. Diese entzündungshemmende Wirkung sorgt für das Abschwellen der gereizten Schleimhäute im Mund- und Rachenraum. Bei akuten Schluckbeschwerden kann ein Ingwertee Abhilfe schaffen. Dazu ein Stück Ingwerwurzel in Wasser zehn Minuten auskochen, etwas Honig nach Geschmack dazugeben. 

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©Gala

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen, weshalb wir Ihnen dringend ans Herz legen, einen Spezialisten aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr GALA.de-Team.

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