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Resilienz stärken So steigern Sie Ihre innere Stärke

Resilienz stärken: Lächelnde blonde Frau mit rotem Pullover.
© Shutterstock
Resilienz bezeichnet die eigene emotionale Widerstandskraft. Möchten Sie unerschütterlich werden? GALA erklärt, wie Sie Ihre Resilienz stärken können.

Resilienz stärken: Das verstehen wir unter Resilienz

Manche Menschen können Lebenskrisen, Niederschläge, Trennungen oder Verluste relativ gut wegstecken. Nach einem kurzen Rückzug tauchen sie wieder voll ins Leben ein und finden ihre alte Stärke wieder. Andere verkraften schwierige Zeiten weniger gut. Diese Personen werden durch Rückschläge extrem niedergeworfen und brauchen sehr lange, bis sie sich aufrappeln können. Das Geschehen belastet sie noch monatelang, vielleicht sogar jahrelang.

Wie kommt es zu diesen starken Unterschieden? Psychologen führen sie auf die sogenannte Resilienz zurück. Das ist ein anderes Wort für emotionale Stärke oder mentale Widerstandskraft. Das Resilienz-Level verrät, wie gut Menschen mit Niederschlägen umgehen können und wie schnell sie sich davon erholen.

Ein hohes Maß steht für eine hohe emotionale Stabilität – negative Ereignisse werden relativ zügig verarbeitet und hinter sich gelassen. Eine geringe Resilienz sagt aus, dass Personen Belastungen weniger gut standhalten können.

Sie können sich das wie einen Schwamm vorstellen, den man zusammendrückt. Nachdem Sie loslassen und der äußere Druck nachlässt, springt er wieder in die alte Form zurück: Ein Sinnbild für Personen mit hoher Resilienz, die sich nicht unterkriegen lassen. Stellen Sie sich nun vor, dass der Schwamm nach der Belastung nicht mehr in seine natürliche Form zurück springt und beschädigt bleibt. So geht es weniger resilienten Menschen – im übertragenen Sinne natürlich.

Daran erkennen Sie eine geringe Resilienz

Eine geringe emotionale Widerstandskraft, also Resilienz, lässt sich zuerst durch ein physisches und psychisches Unwohlsein erkennen. Weniger resiliente Menschen leiden oft an Schlafstörungen, erleben ständige Müdigkeit und können auch depressive Verstimmungen bis zur handfesten Depression entwickeln. Häufige Wutausbrüche kommen außerdem vor, genau wie das anhaltende Gefühl der Leere. Fehlt es an Resilienz, lebt man pessimistischer und kritischer.

Resiliente Personen neigen hingegen weniger zu emotionalen Ausbrüchen. Sie sind echte Stehaufmännchen, die sich von nichts unterkriegen lassen. Natürlich fühlen auch sie den Schmerz, den negative Veränderungen mit sich bringen. Aber sie lassen sich davon nicht verändern.

Wie steht es um Ihre Resilienz?

Jeder von uns möchte wahrscheinlich noch ein bisschen unerschütterlicher werden. Das kann sowohl im Job, als auch im privaten Bereich nur Vorteile mit sich bringen. Sie können Streitigkeiten schneller abhaken, Kränkungen rascher verzeihen und Verluste besser verarbeiten. Eine mögliche Entlassung stürzt sie dann nicht mehr in tiefe Selbstzweifel und raubt ihnen weder Hoffnung noch Zuversicht.

Es gibt eine gute Nachricht: Sie können Ihre Resilienz verändern – und zwar in jedem Lebensalter!

Resilienz stärken: Wie Resilienz entsteht

Wissenschaftler vermuten, dass unser Resilienz-Level teilweise durch die Genetik geprägt ist und teilweise durch äußere Umstände entsteht. Dabei spielen vor allem Kindheitserfahrungen eine große Rolle.

Wer als Kind stabile Beziehungen erleben durfte, hat eine Grundsicherheit entwickelt. Diese stützt Sie in schwierigen Situationen. Durften Sie in der Kindheit außerdem viel selbst entscheiden und wurden nicht so stark kontrolliert? Auch das bewirkt ein hohes Resilienz-Level. Durch eigene Entscheidungen lernen wir, dass wir die äußeren Umstände verändern und beeinflussen können. So fühlen Sie sich auch als Erwachsener in der Lage, Situationen zu beeinflussen und zu lenken. Auch in Krisenzeiten.

Ein behütetes Leben ohne jegliche Schicksalsschläge führt übrigens nicht unbedingt zu einer höheren Resilienz. Denn wer bereits Schwierigkeiten überwinden konnte, hat schon die eigene Stärke kennengelernt. Im Gegenteil zu Personen, die bisher noch wenig Hindernisse überwältigen mussten. Bricht die heile Welt plötzlich durch eine Krise zusammen, fühlen sie sich dann verständlicherweise erst einmal wie erschlagen.

Obwohl viele Grundlagen für die emotionale Widerstandsfähigkeit in der Kindheit gelegt wurden, können Sie diese auch heute noch beeinflussen. Folgende Tipps können Ihre Resilienz stärken und Sie dabei unterstützen, in schwierigen Zeiten stark und zuversichtlich zu bleiben.

Tipp 1: Negatives Denken auflösen

Weniger Negativität, mehr Resilienz! Negative Gedanken halten Sie zurück und verhindern, dass Sie mit schlechten Erfahrungen abschließen können. Was Ihrer inneren Stärke guttut, ist Positivität. In jeder Situation, egal wie schwierig, können wir versuchen, das Glas als halb voll anzusehen und nicht als halb leer. Wer weiß schon, ob die Entlassung am Ende nicht doch noch dazu führt, dass Sie danach Ihren absoluten Traumjob finden?

Sie können sich in jedem Monat dafür entscheiden, ob Sie eine negative oder positive Lebenseinstellung einnehmen möchten. Für die eigene Resilienz ist Positivität entscheidend: Wenn wir alles schwarz sehen, können wir nicht mehr daran glauben, dass am Ende alles gut werden wird.

Achten Sie doch mal darauf, wie viel Negativität Sie täglich in Ihr Leben lassen. Lästereien, negative Menschen, triste Filme, Nachrichten – all das kann Ihre Stimmung trüben. Achten Sie darauf, nicht zu viel Zeit mit Tätigkeiten zu verbringen, die Sie runterziehen. Sonst können Sie nicht zuversichtlich bleiben.

Tipp 2: Die eigene Bestimmung finden

Egal, wie wackelig der Weg ist: Mit einem klaren Ziel vor Augen lässt sich jeder Stolperstein aushalten. Resiliente Menschen haben oft eine ganz klare Zukunftsvision, die Ihnen Hoffnung und Lebensmut schenkt. Daran erinnern sie sich, wenn gerade alles schiefläuft. Resiliente Personen wissen, dass eine schwierige Phase nur ein Kapitel im Buch ausmacht und sie immer noch die Macht darüber haben, wie die Geschichte ausgehen wird. Und das macht Mut!

Tipp 3: Selbstvertrauen steigern

Haben Sie Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten? Selbstvertrauen ist genau das. Wer selbstbewusst durchs Leben geht, kann in schweren Zeiten positiv und ruhig bleiben. Schließlich wissen Sie, dass Sie stark genug sind, um die Krise zu überstehen. Steigern Sie Ihr Selbstbewusstsein, wächst auch die emotionale Widerstandsfähigkeit.

Mit diesen einfachen Tricks trainieren Sie Ihr Selbstbewusstsein:

  • Die eigenen Stärken kennen und trainieren
  • Für Ihre eigene Meinung einstehen
  • Neues wagen
  • Den inneren Kritiker ruhig stellen
  • Die eigenen Grenzen respektieren und kommunizieren
  • Eine aufrechte, gerade Körperhaltung beibehalten
  • Sich mit Menschen umgeben, die Ihnen Wertschätzung entgegen bringen

Tipp 4: Resilienz stärken durch intensive Beziehungen

Durch das Mitgefühl anderer Menschen lassen sich Rückschläge besonders schnell bewältigen. In schweren Zeiten reagieren wir oft mit Rückzug und Isolation. Dabei hilft genau das Gegenteil: Wir brauchen Verständnis von anderen, um uns nicht allein zu fühlen. Unsere Mitmenschen helfen uns dabei, die Zuversicht wiederzufinden, die wir kurzweilig verloren haben. Auch wenn es manchmal schwerfällt, sich zu öffnen: Suchen Sie Kontakt und tauschen Sie sich aus. Zusammen lässt sich jede Krise meistern!

Tipp 5: Neues wagen

Resiliente Menschen haben keine Angst vor Veränderungen. Wer ewig in der Komfortzone bleibt, hält die eigene Resilienz klein. An Altbekanntem können wir nicht wachsen: Es braucht neue Herausforderungen, bei der wir unsere eigene Stärke unter Beweis stellen können. Also: Welcher neuen Aufgabe möchten Sie sich stellen? Es gibt sicher die eine oder andere Sache, die Sie schon immer interessiert hat.

Tipp 6: Resilienz stärken durch Selbstliebe

Wenn wir uns gestresst, ängstlich oder traurig fühlen, neigen wir dazu, uns selbst zu vernachlässigen. Aber statt die Decke über den Kopf zu ziehen, sollten Sie sich lieber ein heißes Bad einlassen. Tun Sie in schwierigen Zeiten alles dafür, um Ihre seelische und körperliche Gesundheit aufzubauen. Wer sich etwas Gutes tut, fühlt sich gut und ist eher in der Lage, schwierigen Situationen etwas Positives abzugewinnen.

Also gönnen Sie sich eine Extraportion Selbstliebe, um Stress abbauen zu können und zur Ruhe zu kommen.

Tipp 7: Lösungsorientiertes Denken trainieren

Gewusst? Wir können uns ein lösungsorientiertes Denken antrainieren! Und zwar so: Bei jedem Hindernis, klein oder größer, gehen sie gedanklich alle Lösungsmöglichkeiten durch, die Ihnen einfallen. Aufschreiben ist natürlich auch erlaubt. Wichtig dabei: Versuchen Sie möglichst viele Strategien zu finden. Das Ziel ist es, Ihr Denken von dem Problem weg und hin zur Auflösung des Problems hinzulenken. Und wenn Sie dies oft genug trainieren, steigern Sie Ihre Resilienz. Denn genau darum geht es bei der emotionalen Widerstandskraft: Sich nicht von Schwierigkeiten unterkriegen zu lassen und immer an eine Lösung zu denken.

Tipp 8: Verbessern Sie Ihre Fähigkeiten

Wir können im Leben nicht alles kontrollieren. Aber unser eigenes Verhalten – das liegt einzig und allein in unseren Händen. Erinnern Sie sich in Krisenzeiten an Ihre persönlichen Stärken. Worin sind Sie wirklich gut und was bereitet Ihnen Freude? Feilen Sie an Ihren Fähigkeiten – das motiviert und schenkt Hoffnung. Selbst, wenn die Zeit gerade schwierig ist.

Tipp 9: Sag Tschüss zur Aufschieberitis

Spazieren gehen, ein Buch anfangen, eine alte Freundin anrufen: Oft wissen wir nach Rückschlägen, Verlusten oder sonstigen negativen Erlebnissen bereits, was wir eigentlich tun müssten, um uns besser zu fühlen. Aber Theorie ist nicht gleich Praxis: Uns fehlt in schwierigen Zeiten oft die Motivation, um die Dinge positiv anzugehen. Frei nach dem Motto: Morgen ist auch noch ein Tag! Nur leider scheint der tatkräftige Morgen nie zu kommen.

Ihr Aufschiebeverhalten können Sie allerdings austricksen. Setzen Sie sich kleine Zwischenziele. Es muss ja nicht gleich der Spaziergang im großen Park sein: Parken Sie Ihr Auto doch einfach etwas weiter weg und gehen Sie den zusätzlichen Weg zu Fuß nach Hause. Die kurze Bewegung kann Sie dann dazu motivieren, beim nächsten Mal eine größere Runde anzustreben.

Tipp 10: Humor zulassen, Resilienz stärken

Wer kennt es nicht: In einer Krise verlieren wir unseren Humor und versinken in Ernsthaftigkeit. Jetzt lachen? Das fühlt sich vollkommen falsch an. Aber wer sagt eigentlich, dass wir in schweren Zeiten mit einer Laune herumlaufen müssen, die den äußeren Umständen entspricht?

Sie verdienen gute Gefühle – holen Sie sich also unbedingt Ihren Humor zurück! Humor hilft dabei, für einen Moment alles zu vergessen und wieder die Leichtigkeit im Leben zu fühlen. Und wer weiß: Vielleicht bekommen Sie dadurch auch eine ganz neue Sichtweise auf die Situation.

Jetzt wissen Sie, wie Sie Ihre Resilienz stärken können, um in Zukunft besser mit Krisenzeiten umgehen zu können. Bei GALA finden Sie noch weitere Artikel zum Thema Persönlichkeitsentwicklung. Hier haben wir Ihnen zum Beispiel verraten, was es mit dem Trend Body Positivity auf sich hat. Und hier geht es darum, wie Sie Liebeskummer möglichst schnell überwinden können.

Gala

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