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Mayr-Kur So programmieren Sie Ihren Darm auf schlank

Mayr-Kur: Frau legt die Hände auf den Bauch
© Maksym Azovtsev / Shutterstock
Durch die Mayr-Kur soll es möglich sein, den Darm auf sanfte Art zu sanieren und so auch das Abnehmen zu erleichtern. Hier erfahren Sie, wie die Kur funktioniert.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Mayr-Kur?

Die Mayr-Kur (benannt nach ihrem Erfinder Franz Xaver Mayr oder auch kurz FX Mayr) ist eine naturheilkundliche Fastenmethode zur Darmsanierung und zur Entschlackung des menschlichen Organismus. Von vielen Patient:innen wird sie in Form einer Diät allerdings auch zum Abnehmen genutzt. Wenn Sie die Mayr-Kur durchführen möchten, sollten Sie sich allerdings zunächst ärztlich beraten lassen.

Wie funktioniert die Mayr-Kur?

Es gibt drei Phasen der Mayr-Kur, die alle viel Disziplin erfordern: Heilfasten, Milchdiät und milde Schonkost ("Ableitungsdiät").

1. Heilfasten mit Tee

In den ersten ein bis zwei Wochen der Mayr-Kur ernährt man sich von Wasser und Kräutertee, es handelt sich also um eine strenge Form des Heilfastens. Wer gegen den Hunger nicht ankommt, darf aber auch in dieser Phase zur Mittagszeit zumindest etwas Gemüsebrühe zu sich nehmen.

2. Milchdiät

Die Milchdiät, die in Woche drei bis etwa Woche sechs auf dem Programm steht, ist die vermutlich bekannteste Phase der Mayr-Kur. Sie ist auch unter dem Namen Semmel-Milch-Kur benannt. Nach dem Aufstehen trinkt man während der Diät auf nüchternen Magen etwa einen Viertelliter warmes Wasser, in den ein Teelöffel Bittersalz gemischt ist. Danach raten Expert:innen zu leichter Bewegung, zum Beispiel zu 30 Minuten strammem Spazieren gehen.

Anschließend kommt das Frühstück zum Einsatz, dem die Semmel-Milch-Kur ihren Namen verdankt: Es gibt ein altbackenes Brötchen (in der Regel Weißmehl oder Dinkel), das gut und langsam gekaut werden soll. Dazu wird löffelweise Milch getrunken. Das Mittagessen besteht ebenfalls aus Brötchen und Milch, abends darf wiederum nur Tee getrunken werden – ebenfalls löffelweise.

3. Milde Schonkost

Ab etwa Woche sechs startet mit der sogenannten Ableitungsdiät die letzte Phase der Mayr-Kur. Jetzt steht Schonkost auf dem Speiseplan. Gegessen werden dürfen in diesem Fall reifes Obst, viel gekochtes und gedämpftes Gemüse (kaum bis keine Rohkost), Fett und Salz. Anders als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen sollen die Teilnehmer:innen auf Vollkornprodukte während der Mayr-Kur ganz verzichten.

Was bringt die Mayr-Kur?

Da die Mayr-Kur als ganzheitliches Gesundheitskonzept entwickelt wurde, ist ein schneller Gewichtsverlust nur einer von mehreren positiven Effekten. Durch das ausgedehnte Kauen wird beispielsweise die Verdauung angeregt. Giftstoffe sollen durch die bewusste Schonkost aus dem Körper geschwemmt und dadurch das Blut gereinigt und der Darm saniert werden. Studien zeigen außerdem, dass die Diät das Immunsystem verbessern kann.

Vorteile der Kur im Überblick

Die Mayr-Kur hat folgende positive gesundheitliche Effekte:

  • Unter ärztlicher Aufsicht unbedenklich
  • Viel Protein durch die Semmel-Milch-Kur – das senkt das Risiko für den JoJo-Effekt

Nachteile der Mayr-Kur

Mit diesen Nachteilen müssen Sie bei dem Konzept rechnen:

  • Viel Disziplin benötigt
  • Hohe Kosten bei stationärer Behandlung
  • Nur kurzfristig anwendbar
  • Das Ausschwemmen von Giftstoffen ist nicht wissenschaftlich belegt

Extra-Tipp: Damit die durch die Mayr-Kur verlorenen Kilos nicht zurückkommen, sollten Sie anschließend auf eine Ernährungsumstellung setzen und vor allem weiterhin viel Obst und Gemüse, mageres Fleisch, Vollkorn- und Milchprodukte essen.

Quelle

Dr. med Rauch, E.,: Die F. X. Mayr-Kur ... und danach gesünder leben: So entschlacken Sie richtig und finden den Weg zur optimalen Ernährung, Karl F. Haug Fachbuchverlag, 2001

Gala

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