Intimpflege : Die 4 Dos und Don'ts der Intimhygiene

Den Intimbereich mit Seife waschen? Auf Waschlappen und synthetische Unterwäsche verzichten? Die Intimpflege einer Frau wirft oft Fragen auf. GALA klärt die wichtigsten Dos und Don'ts.

Intimpflege: Die 7 Dos und Dont's der Bikini-Zone

Häufig gemachte Fehler bei der Intimpflege und die falschen Produkte sorgen dafür, dass der pH-Wert der Vagina aus dem Gleichgewicht kommt. Die Folge: Unangenehme Pilzinfektionen, die im Intimbereich für Jucken, Brennen und Nässen sorgen. Das will wirklich keiner. Deswegen hat GALA für Sie die wichtigsten Dos und Don'ts der Intimpflege zusammengefasst.

1. Intimpflege: Die Vagina richtig reinigen 

Der Intimbereich kann nicht - wie der restliche Körper - mit parfümiertem Duschgel eingeschäumt und abgeduscht werden, denn: Die Vagina einer Frau hat mit 3,8 bis 4,4 einen niedrigeren pH-Wert, als die restliche Haut (5,5). Der Grund: Milchsäurebakterien (Laktobazillen) sorgen für ein saures Milieu, um das Wachstum von Krankheitserregern zu behindern und damit die Vagina vor Infektionen zu schützen.

Führt man die Intimpflege falsch durch, gerät der pH-Wert durcheinander und die Vagina ist anfälliger für Infektionen. Ein weiteres Problem: Im Scheiden-Milieu kommen eine geringe Menge an Pilzsporen (Pathogene) vor. Diese potenziell schädlichen Keime sind solange unbedenklich, solange der pH-Wert unter 4,5 liegt. Steigt dieser durch Hygienefehler an, kann eine Pilzinfektion entstehen.

Um all dies zu verhindern, beachten Sie folgende wichtige Punkte der Intimpflege:

  • Die äußeren und inneren Schamlippen mit der Hand oder einem Einmalwaschlappen waschen. Dabei den Waschlappen oder die Hand von innen nach außen und von vorne nach hinten führen.
  • Wenn Stoffwaschlappen, dann alle drei Tage wechseln und bei 60 Grad waschen.
  • Die inneren Schamlippen nur mit lauwarmem Wasser waschen.
  • Die äußeren Schamlippen mit speziellen Intim-Waschlotionen reinigen, die einen pH-Wert von unter 4,5 besitzen.
  • Auf Feuchttücher, Körperpuder, Scheidenspülungen oder Intimsprays verzichten. Diese können das Scheidenmilieu negativ beeinflussen.

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2. Intimpflege nach dem Sex oder dem Toilettengang: So gehts

Intimpflege nach und während dem Sex

Die Intimpflege hört nicht nach dem Duschgang auf. Auch während oder nach dem Sex gibt es einiges zu beachten. Kondome helfen beispielsweise, den pH-Wert der Vagina während des Geschlechtsverkehrs konstant zu halten. So schützen Sie sich neben Geschlechtskrankheiten auch vor Harnwegsinfektionen oder einem Scheidenpilz. Ebenfalls wichtig: nicht zwischen Anal- und Vaginalsex switchen, ohne sich zu waschen oder das Kondom zu wechseln.

Intimpflege nach dem Toilettenbesuch

Nach dem Stuhlgang empfiehlt es sich, den Analbereich immer von vorne nach hinten abzuputzen. Dadurch gelangen keine Darmbakterien in die Vagina. Der Intimbereich lässt sich auch hier gut mit lauwarmem Wasser reinigen. Nach dem Urinieren kann man den Intimbereich mit weichem Toilettenpapier vorsichtig abtupfen.

3. Slipeinlagen: je weniger, desto besser

Slipeinlagen und synthetische Unterwäsche haben eines gemeinsam: Sie bestehen aus luftundurchlässigen Kunststoffen. Diese wiederum sorgen im Intimbereich für einen Wärmestau und mehr Feuchtigkeit - ideale Bedingungen für Bakterien und Pilze. Daher sollten Slipeinlagen möglichst nur während der Periode verwendet werden. Synthetische Unterhosen können durch atmungsaktive Slips aus Baumwolle ausgetauscht werden. Diese sollten dann - wie schon die Waschlappen - bei 60 Grad gewaschen werden.

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4. Intimrasur: ja oder nein?

Generell wirkt sich die Intimrasur nicht negativ auf die Intimpflege aus. Aber: Durch die Rasur wird der empfindliche Hautbereich sehr beansprucht. Es kann zu Hautreizungen kommen, Härchen können einwachsen oder sich Haarwurzeln entzünden. Daher ganz wichtig: Den Schambereich nicht trocken rasieren.

Es ist ebenfalls besser, auf Rasiergele oder -schäume zu verzichten. Denn die sind parfümiert und liegen über dem kritischen pH-Wert von 4,5. Als Rasiergelersatz können Sie eine Intim-Waschlotion verwenden und unter der Dusche aufschäumen. Dann in Haarwuchsrichtung rasieren. Rasieren sie maximal zweimal die Woche den Intimbereich. Mehr könnte die Haut zu sehr reizen. Sie können auch weitere Enthaarungsmethoden ausprobieren, um ihre Bikinizone stoppelfrei zu halten.


Verwendete Quellen: netdoktor.de, pflegewiki.de 

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